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Hamilton und McLaren: Die Alternativen gehen aus

Mark Webber könnte seine Karriere über 2012 hinaus fortsetzen und setzt Lewis Hamilton damit unter Druck - Ist Michael Schumacher das Zünglein an der Waage?

Lewis Hamilton, Sebastian Vettel
Gäbe es mit Hamilton (links) und Vettel keine Harmonie im gemeinsamen Team?
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - In der Formel 1 geht es derzeit nicht nur auf der Strecke spannend zu, sondern auch hinter den Kulissen. Früh wie selten dreht sich das Fahrerkarussell bei den Topteams. Die Fahrgäste in dieser Woche heißen Mark Webber, Lewis Hamilton und Felipe Massa. Angestoßen hat die wilde Runde der Red-Bull-Motorsportberater: Helmut Marko deutet im Gespräch mit 'Sport Bild' an, dass es für den schon in den Ruhestand und zu Ferrari diskutierten Australier doch noch eine Zukunft bei seinem aktuellen Arbeitgeber geben könnte.

Konkret sagt Marko über Webber: "Er hat uns zu verstehen gegeben, dass er die nötige Motivation hat und weitermachen will." Und die Karriere des 35-Jährigen könnte tatsächlich bei Red Bull ihre Fortsetzung finden: "Wir wissen, wo wir mit ihm stehen, und er weiß, wo er mit uns steht. Da braucht man nicht viel herumzureden, wenn man weitermacht", wird Marko konkret und kokettiert mit der Weisheit "Never change a winning team". Eine Einladung an Sebastian Vettel?

Hamiltons Optionen schrumpfen

Bleibt Webber tatsächlich bei Red Bull, zieht das zwei Konsequenzen nach sich: Erstens hat Massa einen Konkurrenten weniger, wenn es um sein Cockpit bei der Scuderia geht. Allerdings dürften Namen wie Sergio Perez, Adrian Sutil oder Paul di Resta trotz ansteigender Form genügend Druck auf den Brasilianer ausüben, dazu stehen weiter die Ferrari-Avancen in Richtung Vettel im Raum. Letztlich wäre eine Absage Webbers an das Karriereende aber auch ein Signal an Ferrari.

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Zweitens dünnen sich die Optionen für Hamilton, der McLaren Gerüchten zufolge verlassen will, aus. Marko meint: "Dass Hamilton sich Alternativen überlegt, ist relativ klar. Aber das Teamgefüge muss passen. Es bringt nichts, wenn die schnellsten Fahrer in einem Team nicht harmonieren." Also keine Kombination mit Vettel bei Red Bull? Es schließt auch ein Duo mit Fernando Alonso bei Ferrari aus, schließlich kamen sich beide Piloten schon bei McLaren in die Quere.

Schumacher-Rücktritt könnte Sachlage ändern

Und so könnte der Montreal-Besuch von Ron Dennis, Vorsitzender der McLaren-Gruppe und langjähriger Hamilton-Förderer, in Zusammenhang mit dem Vertragspoker stehen. Haben der 27-Jährige und sein Ziehvater die Weichen für die Zukunft gestellt? Oder hat der Weltmeister von 2008 noch einen Trumpf? Der könnte nur Mercedes heißen. Norbert Haug hält die Tür auf: "Es ist kein Geheimnis, dass Lewis ein Teil der Mercedes-Familie ist", so der Motorsport-Chef gegenüber 'Sport Bild.'

Allerdings gibt es für Hamilton bei einen Haken: Er müsste für eine Einigung von Mercedes wohl mindestens bis zum Spätsommer pokern und McLaren, die jüngst mit einem 60-Millionen-Pfund-Angebot aufgewartet haben sollen, hinhalten. Denn Schumacher, der über seine Karrierepläne beharrlich schweigt, scheint sich nicht früher entscheiden zu wollen und auch Marko kann sich in der Personalfrage bei Red Bull nicht vorstellen, früher Nägel mit Köpfen zu machen.

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