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Fiel Räikkönen dem Jo-Jo-Effekt zum Opfer?

Lotus-Technikchef James Allison glaubt, dass erhöhter Reifenabbau im Saisonverlauf jedes Team trifft und der glatte Asphalt in Monaco dem E20 nicht lag

James Allison
Hofft aus Besserung in Kanada: Allison und sein Team haben viel aufzuarbeiten
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Es war ein verkorkstes Wochenende für Lotus. Kimi Räikkönen konnte in Monaco am Freitag kaum trainieren, weil er die Lenkung auswechseln ließ und dann Pech mit dem Regen hatte. Dann fehlte dem Finnen das nötige Tempo. Das hatte Romain Grosjean, jedoch auch - zum wiederholten Male - einen Unfall in der Startrunde. Im Interview erklärt Technikchef James Allison, wieso in Kanada das Bild wieder ganz anders aussehen kann.

Frage: "James, was lief für das Team in Monaco schief?"
James Allison: "Es ist schwierig abzuwägen, ob das, was Kimi im vergangenen Rennen abgeliefert hat, auch von Romain zu erwarten gewesen wäre. Nichts von dem, was wir am Donnerstag und am Samstag gesehen haben, deutet darauf hin. Aber wenn wir ähnliche Probleme mit dem Reifenabbau gehabt hätten, wäre es für ihn sicher auch ein schwieriges Rennen geworden."

Räikkönen in Problemen, Grosjean gut unterwegs

Frage: "Kimi hat das erste Freie Training wegen eines Tauschs der Lenkung verpasst. Erregt das eure Besorgnis?"
Allison: "In Monaco braucht es ein spezielles Setup für die Lenkung, welches wiederum andere Aufhängungsteile verlangt - um wiederum den nötigen Einschlagwinkel zu garantieren. Außerdem wollten wir bei Kimi im Freien Training ein dynamischeres Setup ausprobieren. Das geht im Vorfeld, also nutzten wir die Session dafür. Es wurde aber schnell klar, dass das Setup nicht passte."

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"Es zu ändern, erfordert Zeit. Und so begannen wir schon während des Freien Trainings. Kimi kennt die Strecke schließlich gut. Wir konnten außerdem erkennen, dass Romain trotz seiner mangelnden Erfahrung in Monaco schnell war. Kimi hingegen hatte mit Auto und Reifen das Wochenende über Probleme. Es wäre so oder so für ihn ein Rennen mit vielen Hürden geworden. Unser Basis-Setup für die Lenkung hat Kimi auf das Podest gebracht, aber wir arbeiten daran, es nach seinen Wünschen zu verfeinern."

Reifen mit Jo-Jo-Effekt

Frage: "Waren Strecken- und Reifentemperatur im Rennen ein Faktor?"
Allison: "Das ist immer schwierig zu sagen. Die Streckentemperatur war während des Rennes meistens unter der 30-Grad-Marke, was nicht ungewöhnlich ist. Das hatten wir in dieser Saison schon mehrmals und es gab keine Probleme, die Reifen im Arbeitsfenster zu behalten. Das Ungewöhnlichste an Monaco ist wohl der glatte Asphalt. Der E20 hat auf Strecken mit rauer Oberfläche bestens funktioniert."

Frage: "Kimi hatte mehr Reifenabbau als alle anderen. Zuvor sah der E20 noch sehr gut aus auf den Reifen."
Allison: "Es war eine Überraschung. Alle Teams scheinen einen Jo-Jo-Effekt zu haben, was die Reifen betrifft. Aber uns schien das weniger zu betreffen. Im Grunde sogar gar nicht, bis wir nach Monaco kamen. Aber es ist doch eine gute Perspektive, nach fünf guten Rennen ein schlechtes gehabt zu haben. Da wären wir in guter Verfassung für den Rest der Saison."

Montreal mit anderer Streckencharakteristik

Frage: "Von einem Straßenkurs auf den anderen - ist in Montreal das Gleiche zu erwarten?"
Allison: "Montreal ist das Kontrastprogramm zu Monaco. Es mag ein weiterer Straßenkurs sein, der auch in Richtung einer glatten Oberfläche tendiert. Das ist die Chance, zu sehen, wie sehr uns dieser Sachverhalt in Monaco betroffen hat. Und, ob wir unter diesen Bedingungen Leistung abliefern können."

Frage: "Wie unterschiedlich wird das Auto sein?"
Allison: "Wir werden einen kleineren Heckflügel nutzen und das mit der Frontflügel-Einstellung ausgleichen. Einer der Schlüssel ist es, die richtige Bremsbalance und -kühlung einzustellen. Es ist ein sehr anstrengendes Rennen für die Bremsen. Glücklicherweise war das Auto sehr gut im Umgang mit ihnen und es gab in diesem Jahr keine Probleme."

Frage: "Wie groß ist das Problem mit den Bremsen in Kanada und was ist zu unternehmen?"
Allison: "Es gibt mehrere Hochgeschwindigkeits-Geraden, die in langsamen Kurven münden. Also werden die Bremsen im Verlauf einer Runde mehrmals extrem beansprucht. Montreal ist die herausfordernste Strecke des Jahres, was die Bremsen betrifft. Ihre Abnutzung entsteht infolge einer erhöhten Temperatur, es muss also daran gearbeitet werden, eine adäquate aerodynamische Kühlung zu gewährleisten."

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