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Williams und Renault: Revival einer Erfolgsgeschichte

Pastor Maldonados Sieg in Barcelona war der 64. Erfolg eines Williams-Renault in der Formel 1 und ein emotionaler Moment für den Motorenhersteller

Pastor Maldonado
Erstmals seit September 1997 siegte ein Williams-Renault in der Formel 1
© Williams

(Motorsport-Total.com) - Pastor Maldonado hat mit seinem Sieg beim fünften Lauf zur diesjährigen Formel 1-Weltmeisterschaft den ersten großen Erfolg für die neuerliche Partnerschaft zwischen Williams und Renault besiegelt. Beide Unternehmen haben zwischen 1989 und 1997 eine ganze Ära im Grand Prix-Sport geprägt und dabei gemeinsam 64 Siege errungen. Für Williams war es der 114. Erfolg in der Königsklasse, bei über der Hälfte aller Williams-Siege wurden die Autos von einem Renault-Motor angetrieben. (Alle Williams-Renault-Siege in der Formel-1-Datenbank)

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Am Beginn dieser Erfolgsgeschichte stand ein verregneter Sonntag in Kanada. Am 18. Juni 1989 "schwamm" Thierry Boutsen in Montreal zum ersten Sieg eines Williams-Renault - es war zugleich der erste Erfolg eines Renault-Saugmotors in der Formel 1, nachdem der französische Hersteller im Jahr 1977 das Turbo-Zeitalter in der Königsklasse eingeläutet hatte. Nach insgesamt vier Siege in den Saisons 1989 und 1990 begann im Jahr 1991 die Blütephase der Partnerschaft zwischen Williams und Renault.

Nachdem sich Williams und Nigel Mansell 1991 noch McLaren und Ayrton Senna geschlagen geben musste, wurde die Saison 1992 dank des ausgereiften FW14B mit seiner aktiven Radaufhängung ein einziger Triumphzug. Williams gewann zehn von 16 Saisonrennen und somit überlegen die Konstrukteurswertung, Mansell wurde souverän Fahrerweltmeister. Ein Jahr später verteidigten Alain Prost und Williams beide Titel.

Williams und Renault erleben Triumphe und Tragödien

Auch die dunkelste Stunde in der Gesichte des britischen Teams erlebten beide Partner gemeinsam. Am 1. Mai 1994 verunglückte Ayrton Senna in Imola am Steuer eines Williams-Renault. Nach zwei WM-Siegen von Michael Schumacher im Benetton folgten in den Jahren 1996 und 1997 zwei weitere Titel durch Damon Hill und Jacques Villeneuve. Maldonado ist der neunte Fahrer, der am Steuer eines Williams-Renault einen Formel-1-Grand-Prix gewinnt.

"Der letzte Sieg war im Jahr 1997 mit Jacques Villeneuve. Das ist ein emotionaler Moment", sagt Jean-Francois Caubet, geschäftsführender Direktor von Renault. "Als wir den Vertrag mit Williams abgeschlossen haben, hat das bei Renault viel Aufsehen erregt. Wir sind seit 45 Jahren in der Formel 1 und Williams ist Teil unserer Geschichte." Dass diese Geschichte so schnell wieder zu einer Erfolgsgeschichte wird, hat jedoch selbst den Franzosen überrascht.

"Wir dachten, es würde drei Jahre dauern, bis wir mit ihnen gewinnen."
Jean-Francois Caubet

"Wir dachten, es würde drei Jahre dauern, bis wir mit ihnen gewinnen, und jetzt haben wir es nach fünf Rennen geschafft. Das ist fantastisch", jubelt Caubet. Der Renault-Mann glaubt nicht, dass der Sieg in Barcelona eine Eintagsfliege sein wird. "Der Williams war vom ersten Rennen in Australien an ein schnelles und konkurrenzfähiges Auto. Wir haben einen guten Motor und fantastische Fahrer."

Schneller Erfolg überrascht Renault

Zweifel an der Leistungsfähigkeit des Teams habe Renault trotz der schwachen Saison 2011 nicht gehabt. "Williams gibt nicht auf. Das ist der Schlüssel. Wir waren uns sicher, dass sie zurückkommen würden, denn sie haben das nötige Budget und die richtigen Techniker. In der Formel 1 brauchst du die richtige Mischung aus Leuten mit Erfahrung und neuen Leuten mit Kreativität", beschreibt Caubet das Erfolgsrezept.

Auch Renault wurde die Siegerlaune durch die Ereignisse des Abends verdorben. "Unsere Freude wird natürlich überschattet von dem Feuer-Zwischenfall in der Williams-Box nach dem Rennen. Aus der Mannschaft von Renault wurde niemand verletzt, aber wir sind in Gedanken bei den Freunden von Williams und unseren Partnern bei Caterham, die ebenfalls betroffen waren. Wir wünschen den Verletzten alles Gute und eine schnelle Genesung", so Caubet.

Diesen Wünschen schließt sich auch Renault-Sportchef Remi Taffin an. "Wir wünschen unseren Kollegen bei Williams nach dem Zwischenfall in der Garage alles Gute. Herzlichen Glückwunsch an Pastor zu seinem ersten Grand Prix-Sieg und an Williams für ihren ersten Triumph seit 2004. Mit einer neuen Motor-Chassis-Kombination so frühzeitig zu siegen, ist ein außergewöhnlicher Erfolg. Dieser Sieg unterstreicht, wie gut die Systeme und Prozesse beider Partner aufeinander abgestimmt sind."

Drei Renault-Autos unter den Top vier

Auch die Ergebnisse der übrigen Renault-Teams sorgen überwiegend für zufriedene Minen. Rang drei und damit einen weiteren Podestplatz eroberte der Kimi Räikkönen. Der Lotus-Pilot überquerte die Ziellinie nur wenige Sekunden hinter Fernando Alonso und vor seinem Teamkollegen Romain Grosjean. Damit wurden drei der ersten vier Fahrzeuge von einem Renault-Motor angetrieben.

Red Bull erlebte hingegen einen schwierigeren Auftakt in die europäische Formel-1-Saison. Sebastian Vettel, der eine Durchfahrtsstrafe wegen Nichtbeachtung Gelber Flaggen erhalten hatte und bei einem Reifenwechsel den Frontflügel wechseln lassen musste, kämpfte sich mit einem engagierten Schlussspurt noch von der neunten bis auf die sechste Position nach vorne. Mark Webber im zweiten RB8 verpasste als Elfter knapp den Sprung in die Punkteränge. Auch der Australier hatte zuvor die Nase seines Boliden tauschen lassen.

Caterham brachte beide Fahrzeuge ins Ziel. Heikki Kovalainen wurde 16., Witali Petrow belegte Rang 17. Williams-Pilot Bruno Senna musste seinen FW34 in der 13. Runde nach der Kollision mit Michael Schumacher abstellen. In der Fahrerwertung liegt Vettel weiterhin an der Spitze, nun aber punktgleich mit Alonso. Red Bull führt in der Konstrukteurswertung, während Lotus näher zum Zweitplatzierten aufschließen konnte. Williams belegt nach dem Erfolg in Barcelona den sechsten Rang. Caterham rangiert weiterhin auf der elften Position.

"Unser RS27-Triebwerk hat bei allen Partnerteams an diesem Rennwochenende sehr gut funktioniert", bilanziert Taffin. "Wir kennen Barcelona von den Wintertestfahrten besser als jeden anderen Kurs. Trotzdem gibt es auf jeder Strecke ein paar knifflige Herausforderungen, die wir meistern müssen. Dazu zählen hier die Fahrbarkeit und das Beschleunigungsverhalten in den langsameren Passagen. Dies mit hohen Endgeschwindigkeiten auf der langen Geraden zusammenzubringen, ist eine zentrale Aufgabe. Drei Autos mit Renault-Motoren unter die ersten vier zu bringen, ist ein fantastisches Ergebnis."

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