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Unberechenbare Formel 1 zu viel des Guten?

Noch sorgt die unberechenbare Formel-1-Saison mehrheitlich für Begeisterung, doch Niki Lauda und Jenson Button fürchten, dass sich das Blatt bald wenden könnte

Pastor Maldonado
Maldonado siegt - Welche Überraschungen hat die Formel 1 noch auf Lager?
© Williams

(Motorsport-Total.com) - "Wer will noch mal, wer hat noch nicht" - mit diesem Motto könnte man die Formel-1-Saison 2012 auch beschreiben. Wobei in den bisherigen sechs Rennen stets der zweite Teil des Spruches zutraf, denn einen Wiederholungstäter auf der obersten Stufe des Siegerpodestes sucht man auch nach dem sechsten Saisonrennen vergeblich. Vor Beginn des Rennjahres waren sich viele Experten sicher, dass das Starterfeld, welches sechs Weltmeister mit insgesamt 14 WM-Titel vorweisen kann, eines der stärkstens aller Zeiten ist.

Nachdem es in sechs Rennen sechs verschiedene Sieger gab, scheint diese Annahme auf den ersten Blick Bestätigung gefunden zu haben. Doch mit Jenson Button, Fernando Alonso und Sebastian Vettel trugen sich nur drei der sechs Weltmeister in die Siegerlisten ein. Lewis Hamilton, Kimi Räikkönen und Michael Schumacher warten noch auf einen Erfolg. Anhand der aktuellen Form ihrer Teams ist ein Sieg dieser drei Piloten noch in dieser Saison durchaus im Bereich des Möglichen. Damit wären es schon neun verschiedene Sieger.

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Romain Grosjean ist keinesfalls langsamer als sein Teamkollegen Räikkönen. Wenn der Franzose zukünftig die Startphasen unbeschadet übersteht und alles zusammenbringt, ist auch ihm ein Sieg zuzutrauen. Dann wäre da noch Sergio Perez, der in Malaysia schon am Sieg kratzte. Wer will ausschließen, dass dies dem Mexikaner im schnellen Sauber nicht noch einmal gelingt? Und wäre sein Teamkollege Kamui Kobayashi dann nicht auch dazu in der Lage? Schon wäre die Anzahl der möglichen Sieganwärter auf zwölf angewachsen - das halbe Feld bestünde aus potenziellen Rennsiegern.

Kann denn jeder gewinnen?

"Das Hauptpublikum möchte die Weltmeister siegen sehen."
Niki Lauda

Während diese, nicht unrealistische, Vorstellung für einige faszinierend ist, mehren sich in letzter Zeit Stimmen, denen die Beliebigkeit der Formel 1 zu viel das Guten ist. "Am Anfang war es sehr interessant, wir waren alle überrascht", wird Lauda von der Nachrichtenagentur 'Reuters' zitiert. "Aber wenn das so weitergeht, werden wir Zuschauer verlieren, denn das Hauptpublikum möchte die Weltmeister siegen sehen."

Ins gleiche Horn stößt auch Button. "Jeder ist begeistert über die vielen verschiedenen Sieger, das ist anfangs großartig für die Fans und den Sport", sagt der McLaren-Pilot. "Aber es wird der Zeitpunkt kommen, an dem Fans sagen 'Jeder x-beliebige kann einen Grand Prix gewinnen, und jeder kann einen Grand Prix verlieren.'" Button ist ein gutes Beispiel für die Unwägbarkeiten des aktuellen Rennjahrs.

Nach seinem Sieg beim Saisonauftakt in Australien, dem unfallbedingten Ausscheiden beim Regenrennen in Sepang und dem zweiten Platz in China lag Button nach drei Rennen in der WM-Wertung nur zwei Punkte hinter dem Führenden, zu diesem Zeitpunkt sein Teamkollege Hamilton. In den folgenden drei Rennen gewann der 32-Jährige jedoch nur zwei Punkte und stürzte in der WM-Tabelle auf Rang sieben ab. Der Sieger von gestern kann morgen schon im Mittelfeld mit einem Caterham kämpfen.

Wie viel Zufall wollen die Fans?

Auch der Blick auf die Premierensieger in dieser Saison offenbar die scheinbare Zufälligkeit der Formel 1. Nico Rosberg wurde seit seinem Formel-1-Einstieg von den meisten Experten hoch eingeschätzt und als zukünftiger Grand-Prix-Sieger gehandelt. Doch erst im 111. Anlauf gelang ihm beim Rennen in China sein erster Sieg. Pastor Maldonados fahrerische Qualitäten wurden von vielen Beobachtern trotz seines GP2-Titels im Jahr 2010 wesentlich geringer eingestuft, ihm haftete auf Grund der Sponsoren-Millionen aus seiner Heimat Venezuela das Etikett des "Paydrivers" an. Doch schon im 24. Grand Prix seiner Karriere gewann er in Barcelona, und das mit Williams, dem viertschlechtesten Team des Vorjahrs.

"Wir brauchen zwei Rennen mit bekannten Siegern, dann kann der verrückte Kram weitergehen."
Niki Lauda

Sowohl Lauda als auch Button treibt die Sorge um, dass eine Formel 1, in der der Sieger mehr oder weniger per Zufall, nämlich über das optimale Erreichen des Betriebsfensters der Pirelli-Reifen entschieden wird, ihren sportlichen Wert verliert und die Fans sich abwenden. "Ich glaube, sie finden die derzeitige Situation ein wenig seltsam. Hoffentlich wird sich in den kommenden Rennen ein Muster zeigen, damit wir wissen, welche Fahrer und Teams wir im Kampf um die Weltmeisterschaft schlagen müssen", sagt Button, während Lauda fordert: "Wir brauchen zwei Rennen mit bekannten Siegern, dann kann der verrückte Kram weitergehen."

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