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Senna vs. Schumacher: "Das ist wie im Straßenverkehr"

Marc Surer sieht die Schuld an der Kollision in Barcelona bei Michael Schumacher - Bruno Senna: "Glaube nicht, dass Michael je sagen wird: 'Mein Fehler, tut mir leid!'"

Michael Schumacher kollidiert mit Bruno Senna
Kollision: Michael Schumacher kracht von hinten in Bruno Sennas Williams
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com/Sky) - Nach acht Jahren feierte das Williams-Team gestern in Barcelona dank Pastor Maldonado endlich wieder einen Grand-Prix-Sieg, doch der wurde überschattet von einigen störenden "Nebengeräuschen". Damit ist zuallererst das verheerende Feuer in der Garage gemeint, bei dem nach Rennende 31 Menschen zu Schaden kamen, aber auch die Kollision zwischen Bruno Senna und Michael Schumacher.

Die beiden - Schumacher hatte seinen ersten Stopp schon absolviert, Senna noch nicht - kämpften um den fünften Platz auf der Strecke, als der Mercedes in Runde 13 beim Anbremsen der ersten Kurve plötzlich ins Heck des Williams raste - bei über 300 km/h! "Das war nicht ohne", findet Formel-1-Experte Marc Surer. "Wenn Michael da aufgestiegen wäre, hätte das böse ins Auge gehen können. So ist es glimpflich ausgegangen."

Crash bei rund 300 km/h

Für die FIA-Rennkommissare Tom Kristensen, Silvia Bellot, Gerd Ennser und Radovan Novak war der Fall klar: Schumachers Schuld, in Monte Carlo geht's damit in der Startaufstellung um fünf Positionen nach hinten. Doch Schumacher versteht das nicht: "Es sind über 300 Stundenkilometer, die wir da drauf haben. Wenn du da in der Bremsphase plötzlich jemanden vor dir hast, der dir vor das Auto zieht, und du nicht weißt, wie weit zieht er dir vor das Auto, hast du eigentlich keine Chance mehr."

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"Das Ganze ist schon extrem frustrierend", seufzt er und kritisiert Senna: "Es gab in Brasilien schon eine Aktion, wo er mir ins Auto gefahren ist. Unnötigerweise ist er eine Runde vorher Grosjean ins Auto reingefahren. Ich hoffe, dass man die Videobilder nachher eindeutig klären und deuten kann, denn ich habe sie noch gar nicht gesehen. Man muss schon genau hinschauen, um zu verstehen, was ich zu erklären versuche. Aber wenn man genau hinschaut, kann man das, glaube ich."

Aber hätte man nicht damit rechnen können, dass sich der Williams-Pilot verteidigen würde? "Nein", winkt Schumacher ab. "Wir sind in der Bremsphase, er zieht nach rechts rüber, um seine Innenbahn zu verteidigen. Okay. Du gehst auf die Außenseite - und plötzlich kommt er dir wieder nach außen geschossen. Du weißt aber nicht, was er jetzt vorhat." Zu Schumachers Verteidigung sei gesagt: Erlaubt ist eigentlich nur ein Spurwechsel.

Konfusion um Regeländerung

Bis Ende 2011 bedeutete das, dass der verteidigende Fahrer einmal die Spur wechseln und dann wieder zurück auf die Ideallinie fahren darf. Seit 2012 muss nach dem Spurwechsel die neue Linie beibehalten werden. Die gestrige Situation war wohl ein Grenzfall. "Es braucht immer zwei für einen Unfall", sagt Experte Surer und grinst: "Wenn Senna nicht da gewesen wäre, hätte es keinen Unfall gegeben." Aber: "Michael ist aufgefahren. Das ist eine Tatsache."

"Er war sicher durch die Bewegung von Senna irritiert, aber grundsätzlich ist er draufgefahren. Das ist wie im Straßenverkehr. Er hat den Flügel flachgestellt, schließt auf, geht nach links. Dann geht der andere auch nach links, aber er ist aufgefahren, eindeutig", sieht der ehemalige Formel-1-Pilot die Schuld beim siebenfachen Weltmeister, für den die Kollision übrigens den dritten Ausfall im fünften Saisonrennen bedeutete.

Mit frischeren Reifen zu spät gebremst

Senna lässt die Kritik Schumachers von sich abprallen: "Er hatte zu diesem Zeitpunkt viel bessere Reifen als ich. Meine Reifen waren schon ziemlich alt. Er versuchte, sich auf die Innenseite zu setzen, tat das aber nicht früh genug. Ich musste eher bremsen als er. Da traf er mich halt", schildert der 28-Jährige, der nicht mit einer Entschuldigung rechnet: "Ich glaube nicht, dass Michael jemals sagen wird: 'Es war mein Fehler, tut mir leid!'"

Ganz im Gegenteil: Schumacher war nach der Kollision stocksauer, schleuderte in der ersten Emotion das Lenkrad aus dem Cockpit und verteufelte Senna am Boxenfunk als "Idioten". Hatte es am Saisonbeginn noch so ausgesehen, als würde er 2012 endlich zu seiner alten Form finden, so sprechen die Zahlen nun wieder eine klare Sprache: Nico Rosberg führt im Stallduell mit 41:2 (Punkte) beziehungsweise 3:2 (gewonnene Qualifyings).

Trotzdem fürchtet Norbert Haug nicht, dass sein Superstar die Lust verlieren könnte: "Es gibt immer Phasen. Er fuhr früher von Sieg zu Sieg. Den Speed hat er nach wie vor", glaubt der Mercedes-Sportchef. "Wir müssen schauen, dass wir ihm ein Auto geben, das ganz vorne fahren kann, dann wird Michael das abliefern. Ich werde dann irgendwann - hoffentlich nicht in allzu ferner Zukunft - mit einem Grinsen im Gesicht hier stehen und erklären, warum es so gekommen ist."

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