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Pirelli: Die Reifen sorgen für Spannung

Mit dem Spanien-Grand-Prix sind die Italiener zufrieden, denn einmal mehr erwiesen sich die Reifen als ziemlicher Spannungsfaktor

Paul Hembery
Hembery reagiert auf Kritik: Wenn etwas geändert werden soll, wird es geändert
© Pirelli

(Motorsport-Total.com) - Die (Reifen-Strategie) spielte die ausschlaggebende Rolle beim Großen Preis von Spanien, den Pastor Maldonado von Williams für sich entschied. Für das britische Team war es der erste Sieg seit dem Grand Prix von Brasilien 2004. Der Venezolaner ist im fünften Rennen der Saison der fünfte Pilot, der ein Rennen gewinnen konnte. Zudem siegte mit Williams bereits das fünfte Team.

Maldonado startete von der Pole-Position, wurde aber direkt am Start von Ferrari-Pilot Fernando Alonso überholt. Der Spanier fuhr in der elften Runde erstmals in die Box. Der große Gewinner des ersten Stints war Lewis Hamilton von McLaren. Bevor er in der 14. Runde von den weichen auf die harten Slicks wechselte, hatte er sich vom letzten Platz auf den vierten Rang vorgekämpft.

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Die kühleren Bedingungen mit 23 Grad Lufttemperatur und 32 Grad auf der Strecke lagen dem harten P Zero Silver, der seine Stärken ausspielen konnte und von den meisten Teams favorisiert wurde. Der zweite nominierte Reifen, der weiche P Zero Yellow, bot die eindeutig schnellere Performance und wurde daher hauptsächlich während des Qualifyings sowie in der Eröffnungsphase des Rennens eingesetzt. So startete ausnahmslos jeder Fahrer mit den weichen Reifen in den Wettbewerb.

Ausschlaggebend für Maldonados Sieg war seine Entscheidung, zwei Runden früher als Alonso auf die harten Slicks zu wechseln. In der Folge konnte er einige sehr schnelle Runden fahren und den Ferrari hinter sich lassen, der in der 26. Runde zum zweiten Mal zum Reifenwechsel in die Gasse fuhr.

Von diesem Zeitpunkt an kontrollierte Maldonado das Rennen und behauptete seinen Vorsprung bis zum Schluss. Wie Fernando Alonso setzte er dabei auf eine Drei-Stopp-Strategie. Nach dem letzten Reifenwechsel fuhr Maldonado auf den P Zero Silver einen Stint von 25 Runden und gewann mit einem Vorsprung von 3,1 Sekunden vor Alonso, der die letzte Phase des Rennens ebenfalls mit harten Reifen bestritt. Beide Fahrer waren mit der weichen Mischung ins Rennen gegangen und nutzten dann drei Sätze der harten Slicks.

Kimi Räikkönen im Lotus wurde Dritter. Räikkönen setzte die harten Reifen auf seinen letzten 18 Runden ein und kam den beiden Führenden während der letzten zehn Runden immer näher. Auch Räikkönen hatte sich für drei Stopps entschieden. Auf der Zielgeraden lag er weniger als eine Sekunde hinter Alonso. Im Gegensatz zu den beiden Erstplatzierten setzte er die weichen Reifen nur zu Beginn des Rennens ein und fuhr dann zwei lange Stints auf den harten P Zero Silver.

Im Unterschied dazu war Hamilton mit einer Zwei-Stopp-Strategie unterwegs. Er landete auf dem achten Rang. Nachdem ihm gestern Abend auf Grund eines Regelverstoßes die Pole Position aberkannt worden war, hatte er heute vom letzten Platz ins Rennen starten müssen.

Sebastian Vettel von Red Bull hatte sich für eine Vier-Stopp-Strategie entschieden. Während des Rennens wurde er mit einer Durchfahrt-Strafe belegt und kam als Sechster ins Ziel. Damit behauptete der amtierende Weltmeister den Spitzenplatz in der Fahrerwertung, den er sich nun mit Alonso teilt. Insgesamt ist der Beginn dieser Saison so ausgeglichen wie zuletzt 1983. In jenem Jahr gewann mit Johnny Cecotto übrigens auch der letzte Venezolaner Weltmeisterschaftspunkte - bis heute Maldonado der erste Grand Prix-Sieg eines Venezolaners gelang.

"Von dem Moment an, als Pastor Maldonado von der Pole und Lewis Hamilton vom letzten Platz losfuhren, war es ein faszinierendes Rennen", so Pirelli-Motorsport-Direktor Paul. "Auch Dank der Reifen-Strategie kamen die Zuschauer auf ihre Kosten. Maldonado und Williams waren seit dem ersten freien Training am Freitag sehr schnell und haben über das Wochenende das Beste aus beiden Reifenmischungen herausgeholt."

"Auf den letzten zehn Runden lieferte sich Maldonado ein fantastisches Duell mit Alonso, der mit der gleichen Strategie fuhr. Am Ende trennte sie weniger als eine Sekunde. Beide Fahrer bewiesen ein exzellentes Reifen-Management, obgleich beide hart attackierten und unbedingt gewinnen wollten."

"Die Reifen trugen zu einem sehr unterhaltsamen und spannenden Rennen bei. Doch als offizieller Reifenlieferant der Formel 1 werden wir jederzeit den Wünschen der Teams und der Promoter folgen, und die künftige Entwicklung der Reifen wird sich an ihren Vorgaben ausrichten. Für den Sport ist es unserer Meinung nach phantastisch, dass wir bei fünf Rennen fünf verschiedene Sieger von fünf verschiedenen Teams gesehen haben - besonders dann, wenn es sich wie bei Pastor und Williams heute um verdiente Sieger handelt."

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