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Neuer Windkanal für Force India?

Das Force-India-Team möchte expandieren und wünscht sich einen neuen Windkanal, das letzte Wort haben aber Vijay Mallya und Subrata Roy

Force-India-Fabrik in Silverstone
Die Force-India-Fabrik in Silverstone ist nicht mehr auf dem neuesten Stand
© Force India

(Motorsport-Total.com) - Das indisch-britische Force-India-Team zieht offenbar den Bau eines neuen Windkanals in Erwägung. Die aktuelle Anlage in Silverstone stammt noch nicht einmal aus Jordan-Tagen, sondern wurde bereits in den 1980er-Jahren vom damaligen March-Team erstmals in Betrieb genommen und ist trotz mehrerer Modernisierungs-Schritte nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik.

Man ziehe Upgrades "in Erwägung, als Teil eines Gesamtplans", bestätigt der stellvertretende Teamchef Robert Fernley gegenüber 'Motorsport-Total.com', schränkt aber ein: "Wir brauchen dazu eine Stellungnahme von den Anteilseignern, wohin es in Zukunft gehen soll. Im Rahmen dessen werden wir uns alle Alternativen anschauen und diese den Anteilseignern vorlegen, damit sie die Richtung vorgeben können, was passieren soll."

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Derzeit wird Force India zu je 42,5 Prozent von den indischen Geschäftsmännern Vijay Mallya und Subrata Roy kontrolliert. 15 Prozent liegen bei der niederländischen Mol-Familie. Doch während Michiel und sein Vater Jan Mol noch nie viel Geld in Force India investiert haben, war Mallya bisher der Hauptfinanzier des Teams. Allerdings ist dessen Kingfisher-Airline in den vergangenen Monaten gewaltig ins Straucheln geraten.

Eine Aufstockung des Personals sei daher vorerst "nicht wirklich" geplant, "solange wir von den Anteilseignern nicht wissen, wie sie die Zukunft sehen", sagt Fernley. Sprich: Derzeit ist man sich bei Force India nicht sicher, ob sich Mallyas Probleme nicht doch auf das Formel-1-Team auswirken werden - und Roys Sahara-Gruppe ist noch nicht lange genug an Bord, um deren Investitionsbereitschaft abschätzen zu können.

Fernleys erster Eindruck vom zweiten indischen Anteilseigner, der sich im Oktober 2011 eingekauft hat, ist aber grundsätzlich positiv: "Vijay und Sahara arbeiten zusammen", so Mallyas Stellvertreter, der seine eigene Aufgabe darin sieht, den Anteilseignern mögliche Zukunfts-Szenarien zu skizzieren und Möglichkeiten aufzuzeigen: "Wir kommen, wenn wir gebraucht werden, präsentieren Pläne, Alternativen. Das werden wir in naher Zukunft tun."

Ob Mallya und Roy den Expansionsplänen dann auch zustimmen werden, ist unklar. Sollten sie schon beim Windkanal ihr Veto einlegen, wäre dies aber kein Weltuntergang, denn auch wenn die Anlage alt ist, so funktioniert sie zumindest zuverlässig: "Unsere Korrelation zwischen Windkanal und Strecke ist historisch gesehen sehr gut", lobt Fernley. "Ich habe keinen Zweifel daran, dass das, was wir im Windkanal sehen, auf die Strecke übertragen werden kann."

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