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Mugello und die Gretchenfrage: Testen, ja oder nein?

Während die Teamverantwortlichen Kritik an der kostspieligen Maßnahme üben, sind Fernando Alonso und Romain Grosjean von der zusätzlichen Fahrtzeit angetan

Nico Rosberg
Die Toskana ist immer eine Reise wert: Auch für die Formel-1-Teams?
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Der Ferrari F2012 ist alles andere als ein Wunderauto. Klar, dass Fernando Alonso da gerne nachbessern würde - und dazu braucht es allen voran Fahrpraxis. "Ich finde, wir haben nicht genug Tests", sagt der Doppelweltmeister. Diese Forderung ist aus Fiorano schon mehrfach angeklungen. Immerhin sind die Testgelüste der Roten durch die Tage in Mugello - die ersten Erprobungsfahrten während einer laufenden Saison seit 2008 - zumindest dezent befriedigt: "Irgendwie ist es mir lieber, wie wir es dieses Jahr machen, denn nach den ersten vier Rennen hat man schon viele Dinge entdeckt, die man dann beim Test noch einmal überprüfen kann", so Alonso.

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Eine konträre Meinung vertritt McLaren, die den Mugello-Test wegen des Kosten- und Arbeitsaufwandes und den Ersatz durch günstigere, weil bereits angeschaffte Computersimulatoren betonen. "Es verstößt gegen das Prinzip", sagt der Technische Direktor Paddy Lowe gegenüber 'Autosport' und meint damit die Reduktion von Finanzmitteln. Die Konsequenz: Die Chrompfeile reisten ohne ihre Stammpiloten Lewis Hamilton und Jenson Button an, fuhren nur ein halbherzig wirkendes Programm mit Gary Paffett und Oliver Turvey. Alonso hingegen ist von dem Wert einer "realen" Ausfahrt mit dem F2012 überzeugt. "Wir testen 200 Stunden im Simulator, aber eine Runde hier war viel mehr wert als alle Simulator-Runden des ganzen Jahres."

Kritik auch von Red Bull

Christian Horner bekennt im Gespräch mit 'Autosport' zur Gretchenfrage nicht klar Farbe: "Jeder Test ist nützlich. Aber ob es das Richtige für die Formel 1 ist, während der laufenden Saison zu testen, steht in einem größeren Kontext." Was die Belastung des Personals angeht teilt der Brite die Meinung seiner Landleute aus Woking, zur Kostenfrage äußert der Red-Bull-Teamchef unterschwellige Kritik: "Wir haben das dreifache an Kilometern abgespult wie an einem Rennwochenende. In vielerlei Hinsicht: Wäre es besser es besser, einen weiteren Grand Prix zu fahren, als testen zu gehen?" Horner resümiert: "Wenn es um Kostenersparnis geht, hat der Test für kein Team etwas gebracht."

Mit Romain Grosjean schlägt sich ein weiterer Fahrer auf Alonsos Seite. Der Franzose untermauerte mit zwei Bestzeiten in Mugello die starke Form von Lotus: "Ich würde gerne mehr testen. Es hängt immer davon ab, in welcher Situation man sich befindet, aber ich bin sehr glücklich, dass ich hier zwei Tage verbringen durfte." Auch den Zeitpunkt hält Grosjean für den richtigen: "Nach den ersten vier Grand Prix ist zu erkennen, wo die Stärken und Schwächen des Autos liegen." Sein Teamchef Eric Boullier spricht sich allerdings für mehr Zeit auf der Strecke im Februar aus: "Wir hätten den Test gerne ausgelassen. Es ist etwas andere, wenn man in Problemen steckt. Ich bin mir sicher, Ferrari hat die Maßnahme sehr begrüßt hat."

Glock betont Belastung der Mechaniker

Marussia-Pilot Timo Glock teilt die Meinung der Fahrerkollegen nur zum Teil: "Mir ist das egal, aber es geht um die Teams und die Mechaniker, die momentan nonstop arbeiten. Für die wäre es leichter, vier Tests im Winter zu haben und dafür eine Pause mehr zwischen den Rennen." Der Odenwälder würde aber nicht nur wegen seiner Mannschaft lieber schon im Februar auf die Piste: "Für uns Fahrer macht es keinen Unterschied. In der Position, in der wir uns gerade befinden, sind wir über diesen Test froh, aber normalerweise finde ich es besser, vier Tests vor Saisonbeginn zu haben." Zu Beginn der Woche hatte schon McLaren-Star Jenson Button die Reise nach Mugello für überflüssig erklärt.

Fernando Alonso
War Streckeneigner Ferrari der große Profiteur des Mugello-Test?
© xpbimages.com

Immerhin: Alonso ist - wie von Boullier prophezeit - glücklich. Ganz besonders freut den Mann aus Oviedo, dass er auf der Bahn in der Toskana ausrollen durfte: "Diese Woche in Mugello zu fahren, war einfach erstaunlich. Eine Runde hier zu fahren ist wie hundert Runden auf einer anderen Strecke, weil die Emotionen etwas Besonderes sind." Dass Ferrari keine sichtbaren neuen Teile mit auf die Hausstrecke brachte, erklärt Alonso so: "Wir hatten diese Woche viele Tests zu erledigen, hinsichtlich der Reifen, Konstanz, Einzelrunden-Performance. Wir hatten neue Bremsbelüftungen, eine neue Kupplung." Das Team habe keine Aero-Teile zur Verfügung gehabt, die einen Performance-Gewinn versprechen würden. "Unsere Entscheidung ist eben, so viele wie möglich nach Barcelona zu bringen", meint Alonso.

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