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Mugello-Test: Heimspiel für Pirelli

Für Reifenhersteller Pirelli markieren die offiziellen Testfahrten in Mugello eine Rückkehr an den Ort, an dem im August 2010 das Formel-1-Comeback begann

Nick Heidfeld bei den ersten Tests mit Pirelli-Reifen im August 2010
Nick Heidfeld drehte in Mugello die ersten Runden im Vorfeld des Pirelli-Comebacks
© Pirelli

(Motorsport-Total.com) - Ein wichtiges Ereignis für die Formel 1 findet diese Woche in Mugello statt: Der erste Test, der seit September 2008 während einer Saison abgehalten wird (Ausnahme: Der Young Driver Test). Für Pirelli ist die Strecke in Mugello von besonderer Bedeutung. Hier wurden die Vorgänger der aktuellen Formel-1-Reifen im August 2010 zum ersten Mal getestet. Das war zu diesem Zeitpunkt weniger als zwei Monate nachdem der Motorsportweltverband FIA das italienische Unternehmen als Exklusivlieferant der Formel 1 bestätigt hatte.

Nick Heidfeld steuerte den damaligen Testwagen von Pirelli, den Toyota TF 109. Während der kommenden drei Tage werden bis auf ein Team (HRT) alle Teams auf dem Kurs in der Toskana testen. Für die Teams geht es darum, noch besser zu verstehen, wie die P-Zero-Reifen, die Pirelli für die aktuelle Saison liefert, ihre optimale Perfomance leisten. "Der Test in Mugello wird sehr wichtig sein, um zu verstehen, wie die Reifen arbeiten", sagt Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery. "Ich bin sicher, die Teams erhalten viele Informationen, die ihnen helfen werden, ihr Reifenwissen während der Saison zu erweitern. Das war auch im vergangen Jahr der Fall."

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Im Fokus der Tests steht es, die Kombination von Balance der Rennwagen mit den vier unterschiedlichen Reifentypen zu verbessern. Außerdem wird getestet, wie die neuesten aerodynamischen Modifikationen mit den Pneus harmonieren. Viele Teams werden dabei in Mugello zum ersten Mal in diesem Jahr ihren dritten Fahrer einsetzen. "Bei diesem Test können nicht nur wichtige Daten gesammelt werden. Es ist auch eine wertvolle Möglichkeit für einige der dritten Fahrer, um Zeit in einem Formel 1-Auto mit den aktuellen Reifen zu verbringen. Unter normalen Umständen ist das für sie sehr schwierig", weiß Hembery.

Pirelli wird alle vier Slick-Mischungen nach Mugello liefern: Supersoft, Soft, Medium und Hard. Die Teams können dabei nur die Reifensätze nutzen, die ihnen laut Reglement noch zustehen. Die Regel besagt, dass jedes Team pro Saison 100 Reifensätze in Tests einsetzen darf. Die Teams entscheiden selbst, wie viele Reifen welcher Mischung sie verwenden. Für den Fall, dass es regnet, stehen den Teams auch die Intermediates und Regenreifen zur Verfügung.

Die in der Nähe von Florenz gelegene Strecke in Mugello war noch nie Austragungsort eines Formel-1-Rennens. Der wunderschön gelegene Kurs hat sich mit den Rennen der Sportwagen, der Tourenwagen und MotoGP einen Namen gemacht. Der 5,245 Kilometer lange Kurs hat 15 Kurven und eine extrem lange Gerade, auf der die Autos Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 335 km/h erreichen. Die Strecke bietet schwierige, lange und schnelle Kurven sowie zusätzliche Höhenunterschiede. Diese Merkmale helfen den Teams bei der Analyse von Performance und Verhalten der Reifen.

Die Autos der verschiedenen Teams beanspruchen die Reifen auf sehr unterschiedliche Weise. Daher verhalten sich die Slicks nicht an allen Autos gleich. Der supersofte Reifen kommt am schnellsten auf seine optimale Betriebstemperatur von rund 95 Grad. Der softe Pneu, ebenso für sehr hohe Performance und viel Grip konzipiert, entfaltet seine Leistungsspitze bei 105 Grad. Der Medium bietet immer noch viel Grip und ist dabei konstanter als die Mischungen Soft und Supersoft. Die beste Leistung zeigt der Medium bei Betriebstemperaturen von 115 Grad. Der harte Reifen liefert bei 125 Grad die beste Performance. Er hat weniger Grip, liefert dafür ein sehr stabiles Leistungsniveau.

Diese Angaben sind Näherungswerte zum Temperaturfenster, in dem die Reifen ihre jeweils beste Performance bieten. Für die Teams ist es sehr wichtig, möglichst viel über das Zusammenspiel ihres Autos mit den einzelnen Reifentypen zu wissen, um in dieser Saison erfolgreich zu sein. "Die Formel 1 ist nicht nur ein Wettkampf zwischen den Fahrern, sondern auch zwischen den Ingenieuren", weiß Hembery. "Das ist einer der faszinierenden Aspekte dieses Sports."

"Mit dem spannendsten Beginn einer Meisterschaft seit langer Zeit war der Wettkampf nie enger und die Teams sind dankbar für jeden Vorteil, den sie während der nächsten drei Tage erhalten können, bevor die Saison in Europa weitergeht", so der Pirelli-Motorsportchef. "Für uns ist es schön, auf einer Strecke so dicht an unserem Zuhause zu sein. Dort, wo die Geschichte unseres Formel-1-Engagements begann."

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