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Ferrari: Massa nur noch auf Bewährung?

Aktuelle oder ehemalige Force-India-Piloten scheinen momentan die besten Karten zu haben, falls Ferrari Felipe Massa nach Monaco rausschmeißen sollte

Paul di Resta vor Felipe Massa
Paul di Resta gilt als heißer Kandidat auf die Nachfolge von Felipe Massa
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Fernando Alonso hat gestern mit Platz zwei beim Grand Prix von Spanien in Barcelona wieder einmal bewiesen, was man selbst mit einem unterlegenen Ferrari anstellen kann. Felipe Massa gelingt das nicht: Der unter starkem Beschuss stehende Brasilianer lieferte nach einer ordentlichen Performance in Bahrain gestern wieder eine desolate Vorstellung ab und wurde in der 53. von 66 Runden sogar vom eigenen Teamkollegen überrundet.

Während Alonso nach fünf von 20 Rennen mit 61 Punkten die WM-Tabelle anführt, ex aequo mit Titelverteidiger Sebastian Vettel, liegt Massa mit zwei Zählern an 17. Position. Auch im Qualifying-Stallduell steht es aus Sicht der Nummer zwei 0:5. Gerüchten zufolge soll Präsident Luca di Montezemolo nun langsam der Kragen platzen - hinter vorgehaltener Hand wird gemunkelt, dass Barcelona und Monte Carlo für Massa quasi zwei Rennen auf Bewährung waren/sind.

Wie gut stehen Sutils Chancen?

Als möglicher Nachfolger wird schon lange Adrian Sutil gehandelt, der vergangenes Wochenende gemeinsam mit seinem Manager Manfred Zimmermann in Barcelona war, um Möglichkeiten zu sondieren und präsent zu bleiben. "Es ist einfach wichtig, hier zu sein und sich sehen zu lassen", erklärt Sutil gegenüber 'RTL'. "Hoffentlich kommt was dabei raus. Es ist noch sehr früh in der Saison, also muss ich noch ein bisschen abwarten, aber vielleicht geht's schnell wieder ins Cockpit."

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Auf die Frage, ob er schon ein Cockpit klargemacht habe, entgegnet er bei 'Sky': "So schnell geht's auch nicht, aber ich bin froh, hier zu sein. Ich war am Samstag die meiste Zeit bei Force India, habe allen Hallo gesagt. War schön, die ganze Truppe wieder zu sehen. Man läuft so im Fahrerlager rum. Ich sehe die Welt jetzt mit ein bisschen anderen Augen. Man führt ein paar Gespräche, denn das Ziel ist, so schnell wie möglich wieder mitzufahren und dabei zu sein."

Wenn man Radio Fahrerlager glauben darf, stehen aber andere Kandidaten auf der Wunschliste von Ferrari weiter oben: Paul di Resta, dessen Manager Anthony Hamilton offenbar nicht in Barcelona war, soll erster Anwärter auf die Massa-Nachfolge sein, wenn es nach Stefano Domenicali geht. Interessanterweise wollen Augenzeugen aber auch Nico Hülkenbergs Manager Timo Gans schon in der Ferrari-Hospitality gesehen haben.

Sutil zu Gast bei seinem Ex-Team

In diesem Zusammenhang erscheint in einem anderen Licht, dass Sutil das Rennwochenende in Barcelona mehrheitlich bei Force India verbracht hat, obwohl er vom indisch-britischen Team am Ende der vergangenen Saison unter eher unglücklichen Umständen entlassen wurde. Denn sollten di Resta oder Hülkenberg wirklich zu Ferrari wechseln, könnte Force India das freie Cockpit entweder mit Sutil oder auch mit Testfahrer Jules Bianchi nachbesetzen.

Eine unverbindliche Anfrage seitens Ferrari soll es auch bei Lotus gegeben haben, wo Testfahrer Jerome D'Ambrosio ein potenzieller Ferrari-Kandidat wäre. Die Chancen des Belgiers werden aber als gering eingeschätzt. Auch ein Wechsel von Ferrari-Vertragsfahrer Sergio Perez gilt als unwahrscheinlich, weil der junge Mexikaner a) nicht aus seinem Umfeld gerissen werden soll und Peter Sauber b) sicher eine Ablöse in Millionenhöhe fordern würde.

Perez, so hört man daher, kommt frühestens für 2013 oder 2014 als Teamkollege von Alonso in Frage - dann aber umso mehr, weil sein Förderer Carlos Slim angeblich mehrere Millionen dafür in die Hand nehmen würde, seine Telmex-Logos auf einen Ferrari kleben zu dürfen. Letztendlich wird aber auch Alonso ein Wörtchen mitreden, wenn auch nur indirekt. Denn der Spanier ist die unumstrittene Leitfigur bei Ferrari, der sich ein zweiter Fahrer wahrscheinlich unterordnen muss.

Domenicali ordnet Alonso alles unter

Das bekommt Massa gerade schmerzlich zu spüren - und das Team macht daraus gar keinen Hehl: "Ich halte ihn für einen unglaublichen Fahrer, für eine unglaubliche Persönlichkeit", sagt Teamchef Domenicali im Interview mit 'Sky Sports F1' über Alonso. "Er bringt sehr starke Leistungen und wir haben eine Atmosphäre um ihn herum geschaffen, sodass er sich bei uns wie in einer Familie fühlt. Er ist ohne Zweifel eine Führungspersönlichkeit."

"Darin war Ferrari aber schon immer gut, denn wir hatten immer starke Führungspersönlichkeiten", fährt er fort. "Wir stellen sicher, dass sich diese wohl fühlen - man nehme nur das Beispiel Schumacher, der so viele Titel mit uns gewonnen hat. Am Anfang taten wir uns ein bisschen schwer, aber dann wurde er ein integraler Bestandteil der Gruppe. Unsere Verantwortung ist es, für jeden die Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen er sein Maximum abrufen kann."

Die aktuelle sportliche Situation sei natürlich nicht befriedigend: "Niemand kann glücklich sein", räumt Domenicali ein. "Glücklich sind wir erst, wenn wir alle Rennen gewinnen, aber man kann nicht darüber hinwegsehen, dass wir uns nicht in der Position befinden, in der wir uns befinden sollten. Aber nicht glücklich zu sein, muss man dann halt bei jedem einzelnen Mitarbeiter in den Antrieb umwandeln, daran etwas zu ändern."

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