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Ralf Schumacher schließt Formel-1-Comeback aus

Ralf Schumacher fühlt sich in der DTM wohl und kann sich ein Comeback in der Formel 1 nicht mehr vorstellen

Ralf Schumacher
Ralf Schumacher bestritt insgesamt 180 Grands Prix
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - An diesem Wochenende startet die DTM in Hockenheim in ihre neue Saison. Für Ralf Schumacher wird es die fünfte sein, nachdem er 2007 aus der Formel 1 ausgestiegen war. Während sein Bruder Michael 2010 nach drei Jahren Auszeit in die Königsklasse zurück kehrte, kann sich "Schumi II" ein Comeback nicht vorstellen.

"Das Thema ist erledigt", erklärt Ralf Schumacher gegenüber 'derwesten.de'. "Die Formel 1 ist aufregend und schön, aber sie ist auch ein extremes und aufgeheiztes Geschäft. Nehmen Sie nur die Medien. Jeder will seine Story, am besten noch eine Homestory fünf Minuten vor dem Start. Die DTM ist viel erdverbundener, wir reisen nicht mehr um die ganze Welt, und alles ist familiärer. Mir gefällt das."

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Dabei fiel ihm der Umstieg vom Formel- zum Tourenwagen offensichtlich nicht leicht. Damit steht er jedoch nicht alleine. Denn auch anderen frühere Formel-1-Stars, darunter Mika Häkkinen und Jean Alesi, taten sich in der beliebtesten deutschen Tourenwagen-Rennserie schwer. Laut Ralf Schumacher sei vor allem das Fahrverhalten eines DTM-Autos in den Kurven eine enorme Herausforderung.

"Das Formel-1-Auto ist der ultimative Fahrspaß", so der Wahl-Österreicher. "Das Auto ist komplett aerodynamisch ausgerichtet, so ein Auto fährt man digital. Das bedeutet, dass eine Kurve in der Formel 1 in drei Abschnitte unterteilt ist. Teil eins: Voll reinfahren und möglichst spät bremsen. Teil zwei: Das Auto rumdrehen. Teil drei: Voll raus beschleunigen."

In der DTM sei dies nicht möglich, denn: "Dafür fehlt den Autos die Leistung. In der DTM geht es darum, die Kurven möglichst rund zu fahren. Es ist bei diesem Fahrstil schwieriger, das schmale Limit zu finden. Du schleppst jeden Fehler sofort mit durch die Runde."

Wie Ralf Schumacher zu "Rolex Ralf" wurde

Ralf Schumacher
Die Medien waren schon immer ein ständiger Begleiter von Ralf Schumacher
© xpb.cc

Ralf Schumacher kam 1997 im Alter von 21 Jahren als Meister der japanischen Formel Nippon in die Formel 1 und debütierte für das Jordan-Team. Zu Beginn wurde dem Kerpener ein wildes Junggesellen-Leben nachgesagt. Aus dieser Zeit stammt auch einer seiner Spitznamen: "Rolex Ralf".

"Dafür konnte ich nicht sonderlich viel", verteidigt sich der heutige Familienvater. "Ich kam als junger Fahrer ins Haifischbecken Formel 1. Und weil ich der Bruder von Weltmeister Michael war, waren die Erwartungen von allen Seiten extrem hoch. In so einer Zeit strömt alles auf dich ein, und dann gab es ein Missverständnis um einen Interview-Termin für eine Boulevard-Zeitung. Das Interview fand nicht statt, und am nächsten Tag stand die Schlagzeile 'Rolex Ralf' in der Zeitung." Vollkommen unbegründet war der Spitzname nicht, denn: "Ich hatte mir damals meine erste Uhr gekauft, und das war tatsächlich eine Rolex. Aber ich habe mich mit dem Journalisten längst ausgesprochen, die ganze Sache ist erledigt."

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