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Lowe: Mugello-Test läuft Sparkurs zuwider

Bits und Bytes statt Öl und Gummi: McLarens Technischer Direktor Paddy Lowe testet lieber mit Computersimulationen als auf dem Asphalt

Lowe hätte das Geld für den Mugello-Test lieber gespart und dem Team frei gegeben
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Die Formel 1 will kostengünstiger werden, doch Paddy Lowe sieht die Königsklasse auf dem falschen Weg. "Wir haben Tests während der Saison aus seinem guten Grund gestrichen: um Geld zu sparen", sagt der Technische Direktor vor Beginn der Fahrten in Mugello gegenüber 'Autosport'. Die Aufstellung eines Teams, die Infrastruktur und das Personal würden massiv Finanzmittel verschlingen, so Lowe weiter. Er wittert eine Abkehr vom Sparkurs: "Es verstößt gegen das Prinzip." Seinem Personal gönnt der McLaren-Verantwortliche mehr Freizeit: "In einer Saison mit 20 Rennen müssen sie an den wenigen Tagen verreisen, an denen sie eigentlich zu Hause sein könnten."

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Auch aus sportlicher Sicht bringt Lowe Einwände gegen die Maßnahme, der seine Stammpiloten Jenson Button und Lewis Hamilton fernbleiben werden, vor: "Es ist einfach nicht nötig. Wir nutzen die Freitage an den Rennwochenenden mehr und mehr dazu, neue Teile auszuprobieren als nur das Setup und die Reifen an die Strecke anzupassen." Die Testfahrten in Mugello sind die ersten während einer laufenden Formel-1-Saison seit dem Jahr 2008. Damals hatte sie die FIA aus Kostengründen gestrichen. Die Möglichkeiten vor dem Auftakt in Melbourne waren auf zwölf Tage pro Team begrenzt, was unter anderem bei Ferrari heftige Kritik ausgelöst hatte.

Lowe sieht das anders: "Es war kein Problem, im Februar nur zwölf statt wie zuvor 15 Tage zur Verfügung zu haben." Als Präzedenzfall führt er das Lotus-Team an, das seine Chassisprobleme pünktlich in den Griff bekommen habe. Dennoch wolle McLaren das Beste aus der zusätzlichen Gelegenheit machen. Die Testfahrer Gary Paffett und Oliver Turvey, die die "Chrompfeile" in Mugello steuern werden, sollen "abenteuerlichere Dinge" ausprobieren als Button und Hamilton an Freitagen.

Die Einschränkungen beim Testen haben dazu geführt, dass immer mehr kostspielige "Trockenübungen" in das Repertoire der Formel-1-Teams ausgenommen wurden - etwa Windkanaleinsätze oder Fahrten im Simulator. McLaren arbeitet an diesen Maßnahmen seit dem Jahre 1996 und hat sich mit seinem Technology-Centre in Woking an die Spitze der Entwicklung gestellt. "Es hat lange gedauert, bis sich die Investitionen ausgezahlt haben", blickt Lowe zurück. Es sei ein Verdienst des heutigen Teamchefs Martin Whitmarsh: "Er stand von Beginn an dahinter, Adrian Newey nicht. Er war bis zuletzt skeptisch."

"Wir wussten früh, dass Simulationen viele Vorteile bringen."
Paddy Lowe

Im Simulator probiere das Team radikalere Dinge aus als auf der Strecke, bemerkt Lowe. "Vor zehn oder 15 Jahren sind wir beinahe zwischen jedem Rennen einen großen Test gefahren. Das war Routine", weiß der Technische Direktor, der mit seinem Team schon weit vor den Beschränkungen durch das Reglement an Simulationen zu arbeiten begann. "Wir wussten, dass es viele Vorteile bringen würde." Es habe lange gedauert, die technische Infrastruktur aufzubauen. Lowe hofft, von der Pionierarbeit auch in Zukunft zu profitieren: "Hoffentlich können wir den Vorteil gegenüber den anderen Teams noch eine Weile konservieren. Es wird für sie nicht leicht, aufzuholen."

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