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Grosjean: "Eines Tages Weltmeister werden..."

Lotus-Pilot Romain Grosjean sieht sich auf dem besten Weg zum Spitzenfahrer - Erster Podestplatz gibt Antrieb für die nächsten Schritte

Romain Grosjean
Romain Grosjean genießt das Leben als Lotus-Pilot anno 2012 in vollen Zügen
© Lotus

(Motorsport-Total.com) - Dank Platz drei beim Grand Prix von Bahrain beendete Lotus-Pilot Romain Grosjean eine über 13 Jahre dauernde Podiums-Durststrecke für die "Grande Nation". Mit dem E20 als Arbeitsgerät und Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen als Teamkollege sieht sich der Franzose in diesem Jahr in einer optimalen Ausgangsposition, die letzten Schritte in Richtung Spitzenfahrer zu schaffen.

Im Interview spricht Grosjean über die Stimmung im Lotus-Team nach den Plätzen zwei und drei in Bahrain, über seine Prognose für den weiteren Saisonverlauf, über seine Zusammenarbeit mit Räikkönen und über die bisherigen Höhepunkte seiner Karriere.

Frage: "Romain, wie war die Stimmung am Sonntagabend nach dem Grand Prix von Bahrain?"
Romain Grosjean: "Die Stimmung war ziemlich gut. Es war ein gutes Ergebnis für das Team. Wir alle sind sehr froh, auf den Plätzen zwei und drei ins Ziel gekommen zu sein. Für mich persönlich war es ein sehr gutes Ergebnis, da ich zum ersten Mal überhaupt auf dem Podium stand. Jetzt bin ich scharf darauf, in Zukunft weitere Erfolge einzufahren."

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Frage: "Speziell nach dem Start in die Saison muss es für dich eine große Erlösung gewesen sein, endlich auf dem Podium zu stehen, oder?"
Grosjean: "Im Rennsport gibt es immer Höhen und Tiefen. Leider liefen die ersten Rennen nicht so gut, wie wir es erwartet hatten. Die Performance war da und in China und Bahrain hat es für mich recht gut funktioniert. Ich hoffe, wir können an die in Bahrain gezeigte Leistung anschließen. Wir wissen, dass wir sogar noch bessere Ergebnisse einfahren können, wenn es uns gelingt, ein Wochenende von Anfang bis Ende perfekt durchzuziehen."

Frage: "Das würde dann zwangsläufig einen Sieg bedeuten. Kimi war in Bahrain schon sehr dicht an Sebastian Vettel dran und du warst dicht an Kimi dran. Wann wurde dir klar, dass du in diesem Jahr ein Auto hast, das siegfähig ist?"
Grosjean: "Wir erkannten bereits bei den Testfahrten im Winter, dass wir ein sehr gutes Auto haben. Das erste Qualifying des Jahres in Melbourne war einfach toll. Ich fuhr auf den dritten Startplatz. Bei den anschließenden Rennen gelang es uns leider nicht, das verdiente Ergebnis einzufahren. Wir wussten aber immer, dass wir ein sehr gutes Auto haben. Zudem arbeitet das Team mit Hochdruck daran, Verbesserungen zu bringen. Diese werden im Saisonverlauf den Ausschlag geben. Beginnend mit dem Mugello-Test werden wir ein paar neue Dinge testen, die dann auch bei den Rennen in Barcelona und Monaco zum Einsatz kommen werden. Wenn alles passt, sind wir hoffentlich vor Ablauf der Saison in der Lage, aus eigener Kraft zu gewinnen."

Frage: "Fühlst du dich angesichts deiner zweiten Formel-1-Chance unter zusätzlichem Druck?"
Grosjean: "Druck gehört in der Formel 1 immer dazu. Ich habe während der zurückliegenden Jahre verschiedene Erfahrungen gemacht. Natürlich gibt es Druck, aber gleichzeitig macht mir das Fahren im Moment sehr viel Freude. Solange die Freude im Vordergrund steht, werde ich gute Leistungen zeigen."

Frage: "Nicht wenige Leute glauben, dass du das Talent hast, eines Tages Weltmeister zu werden. Wie siehst du das?"
Grosjean: "Es ist mein Traum, eines Tages Weltmeister zu sein. Ich muss mich einfach Schritt für Schritt steigern - Punkte, Top-5-Platzierungen, Podestplätze, Siege und am Ende hoffentlich der Weltmeistertitel. Der Schritt auf das Podest ist jetzt einmal geschafft. Ich hoffe, dass künftig Siege und vielleicht noch mehr folgen werden."

Frage: "Wie weit entfernt siehst du dich derzeit noch von einem Sieg?"
Grosjean: "Ich habe mich schon stark verbessert. Mit einem Weltmeister als Teamkollegen habe ich die besten Möglichkeiten, noch schneller zu lernen. Dazu kommt, dass dir ein gutes Auto die Chance gibt, mit den Spitzenfahren mitzuhalten. Das ist schon ein Unterschied verglichen mit den Kämpfen am Ende des Feldes. Ich betrachte diese Saison als gute Gelegenheit, mich für die nächste entsprechend vorzubereiten, um dann möglicherweise um den Titel mitfahren zu können."

Frage: "Lotus belegt in der Konstrukteurswertung gegenwärtig Platz drei. Wie weit entfernt von einem siegfähigen Auto siehst du den E20 derzeit noch? Sind Siege noch in diesem Jahr möglich?"
Grosjean: "Das ist schwer zu sagen. Es geht sehr eng zu. Unser Ziel ist der vierte Platz in der Konstrukteurswertung. Derzeit sind wir Dritter und wollen die Position natürlich halten, wissen aber, dass wir noch einiges aufzuholen haben, um eines Tages Weltmeister zu werden. Wir arbeiten hart, um das zu erreichen."

Frage: "Während Kimi als 'Iceman' bekannt ist, sieht man dich ständig lachen. Wie klappt die Zusammenarbeit mit ihm als Teamkollege?"
Grosjean: "Er ist ein sehr guter und zudem sehr erfahrener Fahrer. Wir kommen gut miteinander aus, auch wenn wir sicherlich nicht denselben Charakter haben. Wir arbeiten gut zusammen und bevorzugen beim Auto eine ähnliche Richtung. Abseits des Cockpits machen wir Späße. Es stimmt also alles."

Frage: "Glaubst du, dass du Kimi nervös gemacht hast?"
Grosjean: "Das ist eine gute Frage, die man ihm selbst stellen müsste. Derzeit versuchen wir beide, das Beste für das Team herauszuholen. Soweit läuft alles prima."

Frage: "Wie verbringst du die Pause bis zum nächsten Rennen?"
Grosjean: "Die drei Wochen vergehen sehr schnell. Wir waren eine Woche lang in der Fabrik. In dieser Woche steht der Mugello-Test ins Haus. Danach geht es schon in Richtung Barcelona. Es gibt nicht viel Zeit zum Ausruhen, da man auch sicherstellen muss, für die kommenden Rennen seine Fitness aufrecht zu erhalten und hier und da ein paar neue Dinge probieren muss, um noch besser zu werden."

Frage: "Inwiefern bist du in die Arbeit in der Fabrik eingebunden?"
Grosjean: "Manche Fahrer verbringen viele Stunden mit den Ingenieuren und wollen alles verstehen. Andere machen das nicht. Ich sehe mich irgendwo dazwischen. Natürlich will ich die Dinge verstehen, aber unterm Strich bin ich kein Ingenieur sondern der Fahrer. Ich versuche, das Bestmögliche heraus zu holen und eine gute Balance aller Parameter zu finden. Mit meinem Renningenieur verstehe ich mich sehr gut. Ich kann mit ihm nicht nur über das Auto, sondern auch über andere Dinge sprechen. Das ist wichtig, immerhin arbeiten rund 500 Leute bei uns im Team, um am Sonntag auf dem Podest zu stehen."

Frage: "Erwartest du ab dem kommenden Rennen größere Veränderungen im Kräfteverhältnis?"
Grosjean: "Ich glaube nicht, dass es große Veränderungen geben wird. Jedes Team wird soweit gehen, wie es die jeweilige Philosophie zulässt. Im Vergleich zum Vorjahr sind keine tiefgreifenden Veränderungen an den Autos möglich. Es kommt auf Kleinigkeiten an. Wir werden für Barcelona, Monaco und den Rest der Saison ein paar Updates bringen. Ich glaube aber nicht, dass man einen großen Unterschied feststellen wird."

Frage: "Welches ist dein Lieblingsrennen?"
Grosjean: "Ich mag sie alle. Jedes Formel-1-Rennen für sich ist etwas Besonderes. Es ist immer ein tolles Gefühl, am Sonntag in der Startaufstellung zu stehen."

Frage: "Betrachtest du den Bahrain-Sonntag als Höhepunkt deiner bisherigen Karriere?"
Grosjean: "Es war ganz sicher der Höhepunkt meiner Formel-1-Karriere. Der dritte Startplatz in Melbourne war auch toll und auch der 9. Dezember 2011 war ein guter Tag, da ich an diesem Tag als Stammfahrer in die Formel 1 zurückgekehrt bin. Ich genieße jede Sekunde als Formel-1-Pilot. Für mich ist ein zweites Mal ein Traum wahr geworden. Ich möchte diese Chance zu 100 Prozent nutzen."

Frage: "Die Formel 1 kehrt ab der kommenden Saison im jährlichen Wechsel mit Spa nach Frankeich zurück. Mit welchem Gefühl betrachtest du als Franzose die Rückkehr nach Le Castellet?"
Grosjean: "Ein Heim-Grand-Prix vermittelt einem immer ein besonderes Gefühl. Ich erwarte viele französische Flaggen auf den Tribünen und viele Fans. Ich freue mich schon sehr auf das Rennen und peile natürlich ein gutes Ergebnis an."

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