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Ferrari spart Reifen: Mehr geht einfach nicht

Weil man derzeit nicht besser ist als die Plätze neun und 14, entschied sich Ferrari mit beiden Fahrern für eine reifensparende Strategie im Hinblick auf das Rennen

Felipe Massa
Felipe Massa hat in Bahrain schon zweimal (2007 und 2008) gewonnen
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Fernando Alonso auf dem neunten, Felipe Massa auf dem 14. Startplatz: "Ehrlich gesagt ist das in etwa das, was wir erwartet haben", kratzt sich Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali am Kopf. "Natürlich sind wir mit diesen Positionen nicht zufrieden, ganz im Gegenteil. Wir sind die Ersten, die enttäuscht sind, aber unser Potenzial ist nun einmal das, was es ist, und jetzt müssen wir versuchen, das Beste daraus zu machen."

Alonso verzichtete im dritten Qualifying in Bahrain auf eine schnelle Runde, weil er seine drei weichen Reifensätze schon aufgebraucht hatte, um überhaupt so weit zu kommen. "Eine Zeit auf gebrauchten Reifen zu setzen, hätte keinen Sinn gemacht", erklärt der Spanier. "Dadurch wären wir nur gezwungen gewesen, mit einem Satz zu starten, der schon ein paar Runden drauf hat." Insgesamt verbrauchte er heute Nachmittag drei Soft-Sätze von Pirelli, während Massa mit zweimal Soft und einmal Medium über die Runden kam.

In Q2 schneller als Vettel

In Q2 hatte Alonso als Fünfter nur zwei Zehntelsekunden Rückstand auf die Bestzeit von Lewis Hamilton, war sogar schneller als Polesetter Sebastian Vettel. "Wir gehören irgendwo zwischen Platz acht und zwölf hin. Platz neun passt also ganz gut zu unserem derzeitigen Niveau", sagt er. "Ehrlich gesagt ist dieses Wochenende bisher gar nicht so schlecht gelaufen, wenn ich bedenke, dass die Charakteristik dieser Strecke unserem derzeitigen Auto nicht entgegenkommt."

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"Jetzt können wir uns frei aussuchen, ob wir auf Medium oder Soft starten wollen", stellt der Bahrain-Sieger von 2010 fest. "Es könnte ein sehr hartes Rennen werden, besonders für die Reifen. Bisher waren wir am Sonntag meistens ein bisschen stärker als am Samstag. Hoffentlich ist das auch hier in Bahrain so. Wir müssen mit den Reifen so gut wie möglich haushalten und das Beste aus unseren drei neuen Medium-Sätzen machen."

"Der Start wird wichtig, denn es wäre hilfreich, gleich zu Beginn ein paar Plätze aufzuholen. Das Überholen wird für uns nämlich sicher nicht einfach", weiß Alonso und antwortet auf die Frage nach seinem Ziel für das vierte Saisonrennen: "In die Punkte fahren, vielleicht auf dem sechsten oder siebten Platz. Ich weiß, dass das nicht brillant ist, aber das ist das, was mit unserem derzeitigen Auto momentan möglich ist."

Auf Massa doch noch gekontert

Dass er überhaupt in Q3 dabei war, hat Alonso indirekt seinem Teamkollegen zu verdanken. Denn eigentlich hatte der Spanier am Boxenfunk schon angekündigt, dass er nicht mehr auf die Strecke gehen möchte, um Reifen zu sparen. Als dann jedoch Massa an ihm vorbeiging und dessen Renningenieur Rob Smedley am Kommandostand die Faust ballte, fühlte sich Alonso am Stolz gepackt, fuhr noch einmal raus und brummte dem Brasilianer eine halbe Sekunde auf.

"Keine brillante Position, aber zumindest habe ich einen neuen weichen Reifensatz für das Rennen", seufzt Massa. "Die Strecke wurde mit jeder Minute besser, aber ich kann nicht sagen, ob es etwas gebracht hätte, in Q2 einen weiteren Satz weicher Reifen zu verwenden. Q3 zu erreichen, wäre sehr schwierig geworden, also haben wir lieber ein Opfer für das Rennen erbracht, denn hier ist es besonders wichtig, neue Reifen zu haben. Dass kann bei hohem Verschleiß einen Unterschied machen."

Schwierigkeiten beim Überholen

"Wir werden versuchen, einen guten Start hinzulegen und dann mit unserer Strategie Positionen gutzumachen", gibt der 30-Jährige zu Protokoll. "Wir wissen dank unserer jüngsten Erfahrungen von Schanghai, dass wir uns beim Überholen schwerer tun als andere. Hier leiden wir besonders unter der schlechten Traktion aus den langsamen Kurven heraus. Darum rechne ich damit, dass wir im Rennen eher defensiv kämpfen müssen."

Das glaubt auch Domenicali: "Vorausblickend auf ein Rennen, in dem der Abbau der Reifen ein entscheidender Faktor sein wird, heckten wir ein Programm aus mit dem Ziel, so viele neue Sätze wie möglich zu sparen, aber gleichzeitig so weit nach vorne zu kommen wie möglich. Ob und wie sich diese Entscheidung lohnen wird, ist etwas, was wir erst morgen Nachmittag herausfinden werden", erklärt der Italiener die heutige Herangehensweise.

"Wir haben mehr ans Rennen gedacht als ans Qualifying", nickt Technikchef Pat Fry. "Für Fernando hatte Priorität, Medium-Reifensätze zu sparen, also haben wir ihn schon in Q1 mit weichen Reifen rausgeschickt. Das war ein bisschen riskant, aber es hat funktioniert. Fernando schaffte es ins Q3, aber er musste dafür alle weichen Reifen verwenden, denn die Strecke wurde mit jeder verstreichenden Minute deutlich besser."

Bluff sollte Gegner verleiten

"Im letzten Abschnitt entschieden wir uns dazu, keine gezeitete Runde zu fahren - in der Hoffnung, dass wir damit einen unserer Gegner, der vielleicht die gleiche Strategie verfolgt, dazu verleiten, eine Zeit zu setzen. Dann hätte derjenige nämlich mit gebrauchten Reifen starten müssen", verrät Fry. Tatsächlich ging Paul di Resta auf die Strecke, um sich vor Alonso Platz neun zu sichern, der Force-India-Pilot kam aber nach einer Out-Lap schon wieder an die Box zurück.

"Mit Felipe", fährt er fort, "verfolgten wir eine konventionellere Strategie. Wir haben ihm ermöglicht, einen weichen Reifensatz für morgen zu sparen, denn im Rennen wird das Haushalten mit den Reifen sehr wichtig. Wenn jemand so viele Runden wie möglich mit guten Reifen freie Fahrt hat, kann das einige Positionen bringen. Hoffen wir, dass wir beide Fahrer in die Top 10 bringen." Für Massa wären das die ersten WM-Punkte dieser Saison.

Sehr viel mehr scheint sich auch Domenicali nicht vom Grand Prix von Bahrain zu versprechen: "Das Ziel für dieses Rennen ist Schadensbegrenzung. Das bedeutet, beide Autos in die Punkte zu bringen", bläst er ins gleiche Horn wie Fry und ergänzt: "Ich erwarte, dass es ein sehr hartes Rennen für die Autos, die Fahrer und die Teams wird. Derjenige, der keine Fehler macht, hat schon eine gute Chance, ein gutes Ergebnis zu erzielen."

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