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Alonso hofft auf Fortschritt beim Europastart

Ferrari-Ass Fernando Alonso erwartet sich in Bahrain keine Wunderdinge - Die Hoffnungen liegen auf Updates für den Mugello-Test und den Europa-Start

Fernando Alonso
Fernando Alonso liegt trotz der Probleme am F2012 auf WM-Platz drei
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Als Fernando Alonso das letzte Mal in Bahrain war, wurde er als umjubelter Sieger gefeiert. 2010 gelang ihm das Kunststück, gleich seinen ersten Grand Prix für die Scuderia Ferrari zu gewinnen. Die Seilschaft Alonso/Ferrari begann plangemäß, doch zwei Jahre später sieht die Situation anders aus. 2010 gewann der zweifache Weltmeister zwar noch vier weitere Rennen, doch der Titel wurde im berühmten Showdown von Abu Dhabi verspielt. 2011 stand der 30-Jährige lediglich einmal auf der höchsten Stufe des Podests und 2012 war der F2012 unter normalen Umständen bisher nicht siegfähig. Trotzdem überquerte Alonso beim Regenrennen in Sepang die Ziellinie als Erster.

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In China kehrte wieder Ernüchterung ein. 1,5 Sekunden Rückstand in Q3 und Startplatz neun. Im Rennen wurde es auch Platz neun und die überraschende WM-Führung war dahin. Im heißen Bahrain rechnet Alonso nicht mit einer wundersamen Verbesserung der Situation. "Wir hoffen auf einen guten Fortschritt beim Europastart, denn im Moment liegen wir zu weit zurück und können nicht um den WM-Titel kämpfen. Wir hoffen, dass sich das bald ändern wird", sagt der 28-fache Grand-Prix-Sieger.

"Mugello wird ein wichtiger Test und dann kommt Barcelona, wo alle Teams große Updates bringen. Wir müssen einen größeren Schritt als alle anderen machen." Ob dieser Schritt gelingen wird, wird sich auch gleich auf dem Circuit de Catalunya zeigen, denn der Kurs ist bekannt dafür, speziell die aerodynamischen Schwächen eines Autos aufzuzeigen.

Bis es soweit ist, muss Alonso erst die Herausforderung Bahrain meistern und weiterhin Schadensbegrenzung betreiben. Bei den engen Abständen im Feld kann im Mittelfeld wieder alles möglich sein. "Ein Grund dafür ist, dass wir uns noch am Anfang der Saison befinden", meint das Ferrari-Aushängeschild über die Gründe des engen Wettbewerbs. "Dazu sind die Regeln in diesem Jahr noch enger geworden."

"Es gibt nicht mehr den auspuffangeströmten Diffusor und auch die Aerodynamik ist eingeschränkt worden. Wenn man sich die Form der Autos ansieht, dann sind alle mehr oder weniger gleich - mit Ausnahme der Farbe. Aus Ingenieurssicht macht das die Formel 1 noch herausfordernder. Gemeinsam mit den Maßnahmen zur Kostenreduzierung macht es die Formel 1 spektakulärer. Ich finde das gut."

Spaß hatte Alonso auch zuletzt beim Grand Prix von China, da er in viele Zweikämpfe verwickelt war, auch wenn das Endergebnis natürlich nicht seinen Zielsetzungen entsprach. "Vor einer Woche ist es extrem eng zugegangen. Ich kann mich kaum daran erinnern, wann zum letzten Mal neun Autos in den letzten fünf, sechs Runden miteinander gekämpft haben. Normalerweise passiert das nur direkt nach dem Start. Wenn sich das Rennen beruhigt hat, gibt es meist nur eine handvoll Überholmanöver und Zweikämpfe."

"In China lag das an den unterschiedlichen Strategien", begründet Alonso. "Die Zweistopper wurden gegen Rennende langsamer, weshalb das Paket dicht zusammenkam. Es war sicher schön das Rennen zu verfolgen. Hoffentlich sehen wir noch viele weitere Rennen wie dieses, wenn ein Fahrer in den letzten Runden auf dem Podium oder außerhalb der Punkte landen könnte."

Die bisherigen drei Grand Prix boten komplett unterschiedliche Rennen und auch Sieger. Alonso geht aber davon aus, dass sich die Situation in den kommenden Wochen normalisieren wird. "Wir haben drei verschiedene Szenarios gesehen. Ich gehe aber davon aus, dass sich die WM beruhigen wird, während jetzt vier Teams und mehrere Fahrer um den Titel kämpfen. Ich schätze, dass es später nur noch wenige Fahrer und zwei Teams sein werden. Wir müssen sicherstellen, dass wir da dabei sind."

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