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Coulthard: "Hamilton muss zeigen, dass er ein Mann ist"

Mit neuem Wohnsitz und Betreuer will Lewis Hamilton 2012 zurückschlagen - David Coulthard und Eddie Jordan wissen, dass die Winterpause entscheidend war

Lewis Hamilton
Lewis Hamilton reloaded: Der Brite möchte 2012 zurückschlagen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Für Lewis Hamilton steht das Jahr der Wiedergutmachung bevor. Der Weltmeister 2008 musste im Vorjahr erstmals in seiner Karriere seinem Teamkollegen im Endklassement den Vortritt lassen und erlebte eine harzige Saison. Einige Male geriet er in Kollisionen, zudem sprach er offen darüber, dass er ein schwieriges Jahr durchlebe - die On-Off-Beziehung zu Popsängerin Nicole Scherzinger dürfte dabei eine Rolle gespielt haben.

Im Winter zog der McLaren-Star nun einige Lehren aus der Niederlage des Vorjahres. Er engagierte mit Didier Coton einen ständigen Betreuer, der bei allen Rennen vor Ort sein wird, und stellte klar, dass er sich ab sofort wieder voll auf das Rennfahren konzentrieren möchte. Dem Briten war vorgeworfen worden, durch die Zusammenarbeit mit Beckham-Manager Simon Fuller für eine Showbiz-Karriere vorzubauen.

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Zudem wechselt Hamilton den Wohnsitz. Wie viele Piloten lebte er ab Ende 2007 in der Schweiz, um dem Rummel um seine Person zu entgehen und weniger Steuern zu zahlen. Doch bereits Langzeit-Rivale Fernando Alonso hielt es dort nicht lange aus - er lebt wieder in Spanien. Nun verlässt auch Hamilton die Schweiz und zieht nach Monaco um.

Umzug nach Monaco

David Coulthard, der selbst in Monaco lebt, unterstützt die Entscheidung: "Ich bin dort seit 1995 und ich kann es nur befürworten, dort zu sein. Der Lifestyle ist großartig, es gibt tolle Trainingsmöglichkeiten und eine große Sportler-Gemeinschaft. Es ist einfach, zu reisen, und man fährt innerhalb einer Stunde nach Barcelona oder Monza oder fliegt zu anderen europäischen Reisezielen."

"Der Lifestyle in Monaco großartig, es gibt tolle Trainingsmöglichkeiten und eine große Sportler-Gemeinschaft."
David Coulthard

Das Kredo des Schotten: "Warum soll man es sich schwer machen, wenn es leicht geht? Zudem lebt man in einem Umfeld, wo die Sonne scheint und wo es keine Paparazzi gibt." Coulthard ist davon überzeugt, dass Hamilton die Winterpause genutzt hat, um seine Probleme zu lösen, und zeigt sich wenig verwundert, dass der McLaren-Pilot im Vorjahr immer wieder ins Fettnäpfchen getreten war.

Coulthard: Winterpause ist entscheidend

"Wenn es während der Saison nicht gut läuft, dann wird man keinen klaren Kopf mehr bekommen, bis man sich zurückziehen kann", sagt Coulthard. "Er muss also seinen Winter dazu genutzt haben und McLaren hat ihm offenbar eine Auszeit gegeben, damit er erkennen konnte, was ihn unglücklich gemacht hat. Wenn man im Flugzeug nach Australien sitzt, dann war es das - bis zum Saisonende."

Der nunmehrige DTM-Pilot ist der Meinung, dass Hamilton nun vor einem entscheidenden Jahr steht: "Er wuchs im Scheinwerfer-Licht auf und offenbarte im Vorjahr seine Gefühle, was einerseits sehr mutig ist und ich ziehe meinen Hut davor, aber jetzt muss er zeigen, dass er stark genug und Mann genug ist, um wieder zurückzukommen."

Coulthard wünscht ihm eine erfolgreiche Saison: "Die Formel 1 braucht einen Hamilton, der in Form ist, denn er ist einer der aufregendsten Fahrer, nach dem man auf der Strecke Ausschau halten sollte."

Jordan nimmt auch McLaren in die Pflicht

Ex-Teamchef Eddie Jordan ist der Meinung, dass auch Hamiltons Team an der schwierigen Saison 2011 Mitschuld trägt. "Ich denke, dass McLaren - und das ist gewissermaßen eine Kritik am Team - aus ihren Fehlern im Vorjahr gelernt haben", sagt der Ire.

"Im Auto hat man den einsamsten Job der Welt."
Eddie Jordan

"Lewis wirkte vergangene Saison vereinsamt. Er war alleine, hatte niemanden zum reden, niemanden, dem er vertrauen konnte. Und wenn man dann im Auto sitzt, dann hat man den einsamsten Job der Welt. Es geht nicht schlimmer. Man ist in einem Kokon. Es gibt zwei Stunden lang keinen Ausweg, man muss alle Entscheidungen selbst treffen. Es gibt zwar etwas Kommunikation, doch die ist so schlecht, dass man im Grunde selbst entscheidet."

Jordan glaubt an Hamilton

Auch Jordan wünscht sich, dass Hamilton dieses Jahr wieder in alter Form auftreten kann. "Ich bin ein großer Fan von Lewis und ich glaube, dass er dieses Jahr im Titelkampf vorne oder vorne dabei sein wird." Würde dem Langzeit-McLaren-Piloten ein Teamwechsel gut tun? "Sie hatten vergangenes Jahr ein schlechtes Auto", meint Jordan. "Aber es ist unwahrscheinlich, dass sich das dieses Jahr wiederholt. Das Auto dürfte gut sein."

Daher prognostiziert er: "Er wird aggressiv und stark sein, denn das Schicksal bevorzugt die Mutigen. Er wird aus seiner Ecke im Ring kommen und alles kurz und klein schlagen. Er ist eben ein Kämpfer und ich liebe ihn, weil er immer alles gibt."

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