Aktuelles Top-Video

Streckenvorstellung Schanghai

Aktuelle Bildergalerien
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Die aktuelle Umfrage

Force India im Aufwind: Holt auch Nico Hülkenberg in dieser Saison seinen ersten Podestplatz?

Ja, Nico hat die Klasse dafür!
Vielleicht, allerdings nur mit viel Glück!
Nein, Force India wird schwächeln!
Formel-1-Datenbank

Die "Königsklasse" seit 1950

In unserer ausführlichen Formel-1-Datenbank finden Sie Ergebnisse, alle Fahrer und Teams seit 1950 und unzählige Statistiken!
Zur Formel-1-Datenbank
Formel 1-Videos
Sortieren nach:
Streckenvorstellung Schanghai
Datum: 16.04.2014
(0)
Inside Grand Prix China - Teil 1
Datum: 14.04.2014
(3)
Inside Grand Prix China - Teil 2
Datum: 14.04.2014
(4)
Weitere Formel 1-Videos
Formel-1-Quiz
Folgen Sie uns!
Motorsport-Total.com bei Facebook Motorsport-Total.com bei Google+ Motorsport-Total.com bei Twitter RSS-Feeds von Motorsport-Total.com
Sie sind hier: Home > Formel 1 > Newsübersicht > News

Tag der Präsentationen: Sauber macht den Anfang

Ohne James Key und mit einem Loch im Budget startet Sauber in die neue Saison - C31 von unveränderter Fahrerpaarung in Jerez de la Frontera enthüllt

Sauber-Ferrari C31
So sieht der neue Sauber-Ferrari C31 aus: Krumme Nase, weiß-schwarze Farben
© Sauber

(Motorsport-Total.com) - Am Tag vor dem offiziellen Beginn der Wintertests in Jerez de la Frontera (Spanien) stellen gleich drei Teams ihre neuen Autos für die Formel-1-Saison 2012 vor. Den Anfang machte heute Morgen Sauber mit dem C31. Dieser wurde im Rahmen einer unspektakulären Präsentation auf der Start- und Zielgerade der südspanischen Strecke enthüllt.

"Der C31 ist in jenen Bereichen revolutionär, wo wir frische Ideen einbringen konnten, was insbesondere den Heckbereich des Fahrzeugs betrifft", sagt Matt Morris. Der Chefdesigner erklärt weiter: "Evolutionär ist das Auto dort, wo wir wussten, dass wir auf den bestehenden Lösungen aufbauen konnten. Es galt, die Schwächen, die wir beim Vorgänger identifiziert hatten, auszumerzen und gleichzeitig dessen Stärken beizubehalten."

Gekrümmte Nase wie bei Ferrari

Die Ingenieure haben sich beim Design der Frontpartie wieder für eine grundsätzlich hohe Nase entschieden. Dem neuen Reglement entsprechend muss diese jedoch in ihrem vorderen Bereich aus Sicherheitsgründen niedriger sein. Beides zusammen mündete in eine erkennbar neue Formgebung. Bei der Vorderradaufhängung des C31 handelt es sich um ein klassisches Layout mit Druckstreben und hoch liegenden Dreiecksquerlenkern.

ANZEIGE

Der Bereich unterhalb der Seitenkästen wurde so gestaltet, dass mehr Spielraum für aerodynamische Entwicklungen bleibt. Die Anordnung der Kühler basiert auf der Lösung des vorjährigen C30. Sie erlaubt, den voluminösen Teil der Kühler möglichst weit nach vorne zu bringen, was wiederum die Gestaltung eines besonders schlanken Hecks ermöglicht.

Eine bekannte Größe ist der Ferrari-Motor, an den das völlig neue Karbongetriebe angeflanscht ist, das ebenfalls von Ferrari stammt. Das längs eingebaute Aggregat ist schlank und aufgeräumt. Der gesamte Heckbereich des Fahrzeugs ist kompakt gestaltet, was durch das Design des Getriebes unterstützt wird. Zudem haben die Ingenieure im Areal des hinteren Unterbodens neue Wege eingeschlagen. Die Position der Auspuff-Endrohre ist genau reglementiert, was einen erheblichen Einfluss auf die Gestaltung der Heckpartie hatte.

Zugstrebe statt Schubstange

Bei der Hinterradaufhängung handelt es sich jetzt um eine Version mit Zugstrebe. Diese ist sehr lang und führt zum vorderen Bereich des Getriebes. Die Dreiecks-Querlenker verfügen über eine sehr weite Spreizung. Trotz des Wechsels von der Druckstrebe zur Zugstrebe ist die Kinematik ähnlich ausgelegt wie beim Vorgängermodell.

Geistiger Vater des C31 ist James Key, der erst im April 2010 als Nachfolger von Willy Rampf nach Hinwil gekommen war - und inzwischen schon wieder weg ist: Erst vor ein paar Tagen reichte der 40-Jährige überraschend seine Kündigung ein. Laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' zieht es ihn zurück in seine britische Heimat, wo er für Lotus Cars (die Mutterfirma des gleichnamigen Formel-1-Teams) zunächst das LMP2-Sportwagen-Projekt betreuen wird.

Finanziell nicht in Rosen gebettet

Für Keys Weggang gab es mehrere Gründe. Erstens soll er mit dem Führungsstil von Teamchef Peter Sauber und Geschäftsführerin Monisha Kaltenborn nicht einverstanden gewesen sein, zweitens klafft im Budget angeblich eine Lücke im zweistelligen Millionenbereich. Das würde auch erklären, warum Sauber nicht vorhat, den Posten des Technischen Direktors neu zu besetzen. Stattdessen soll die Verantwortung auf die Bereiche Aerodynamik, Design, Performance und Operatives verteilt werden.

Einer der wichtigsten Sponsoren ist das mexikanische Telekommunikations-Unternehmen Telmex, hinter dem der reichste Mann der Welt, Carlos Slim, steht. Unbestätigten Gerüchten zufolge investiert Slim jedoch deutlich weniger Geld als bisher angenommen, nämlich gerade mal fünf Millionen Euro pro Jahr. Dafür hat er seine Landsleute Sergio Perez und Esteban Gutierrez (Testfahrer) bei Sauber untergebracht.

Teamkollege von Perez, der sich in seiner tadellosen Debütsaison einen Ruf als "Reifenflüsterer" erarbeitet hat, bleibt weiterhin der draufgängerische Japaner Kamui Kobayashi. Fahrerproblem sollte Sauber also keines haben: "Perez als Neuling hat das hervorragend gemacht und Kobayashi hat gegen Saisonende auch zu seiner alten Form zurückgefunden", analysiert 'Motorsport-Total.com'-Experte Marc Surer das Jahr 2011.

Experte Surer: Lob für beide Fahrer

"Ich habe mich ein bisschen darüber gewundert, dass Perez in der Regel der Schnellere war, vor allem in den Freien Trainings. Im Rennen hat es meistens anders ausgesehen, aber vom Speed her hat Perez schon beeindruckt", lobt der Experte den Sauber-Rookie mit Ferrari-Vorvertrag. "Er fuhr mit so einer Leichtigkeit schnell, auf Strecken, die er davor nicht kannte, dass man sagen muss: Das ist ein großes Talent."

"Kobayashi ist der absolute Kämpfer, der auch einen schlechteren Startplatz binnen weniger Runden wettmachen kann. Er hat uns in den Rennen jeweils beeindruckt, auch wenn er mit seinen Überholmanövern vergangenes Jahr nicht mehr ganz so aufgefallen ist - wegen KERS und DRS war das ja auch nicht mehr möglich. Aber er ist nach wie vor der Fighter im Feld", spricht er auch dem Japaner ein Lob aus.

Abschließend gibt Chefdesigner Morris einen ersten Einblick in die weiteren Schritte nach dem Rollout: "Wir wollen zu Beginn eine vergleichsweise einfache Version des C31 einsetzen, die bereits vor einiger Zeit definiert wurde. In den kommenden Wochen werden wir zahlreiche Entwicklungskomponenten erproben und dann vor dem ersten Rennen am 18. März in Australien ein umfangreiches Update lancieren. Deshalb wird das Auto in Melbourne bereits erheblich anders aussehen als die Rollout-Version."

Artikeloptionen
Artikel bewerten

 

 
Nach oben