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Rollout absolviert: Räikkönen erstmals auf der Strecke

Kimi Räikkönen hat in Jerez erste Runden mit dem neuen Lotus-Renault E20 gedreht - Beim Rollout für Filmzwecke wurden in langsamer Fahrt erste Systemchecks absolviert

Kimi Räikkönen
Der "Iceman" hat seine ersten Runden, im Lotus-Renault E20 absovliert
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Der neue Lotus-Renault E20 ist am Montag seine ersten Kilometer im spanischen Jerez gefahren. Kimi Räikkönen stieg zum ersten Mal in sein neues Arbeitsgerät und drehte unter blauem Himmel und angenehmen Temperaturen insgesamt 22 Runden. Der Weltmeister von 2007 konnte allerdings nicht die Limits ausloten, sondern musste in langsamem Tempo um den Kurs schleichen, da es sich um Filmaufnahmen handelte. Trotzdem war das Rollout nützlich, denn es konnten alle Systeme überprüft werden. Die Techniker machten sich ein Bild davon, dass beim Aufbau des neuen Boliden alles ordnungsgemäß abgelaufen ist.

"Es toll, den E20 auf einer Rennstrecke zu sehen und natürlich noch besser, wenn man am Steuer sitzt", freut sich Räikkönen nach den ersten Metern. "Es ist aber immer frustrierend, wenn man in einem neuen Auto sitzt und nicht volle Attacke fahren kann, aber glücklicherweise werde ich an den kommenden beiden Tagen dafür Gelegenheit haben. Mein erster Eindruck ist gut. Ich passe komfortabel ins Auto und es fühlt sich im ersten und zweiten Gang toll an. Jetzt warten wir ab, was wir morgen tun können."

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Die ersten zwei der vier Testtage wird der 32-Jährige bestreiten, bevor er am Donnerstag und Freitag das Steuer an seinen neuen Teamkollegen Romain Grosjean übergeben wird. Auf dem Programm stehen zunächst Systemchecks bei höherem Tempo. Die Ingenieure wollen weiter die Arbeit, die in den vergangenen Monaten in Enstone geleistet wurde, auf der Strecke überprüfen. Außerdem kommen die neuen Reifen von Pirelli zum Einsatz.

Chefingenieur Alan Permane wird die Testfahrten überwachen: "Der Hauptzweck des ersten Tests ist es, so viele Runden wir möglich mit dem neuen E20 zu drehen. Das erlaubt es uns, alle Systeme zu überprüfen und ob sie wie gewünscht funktionieren. Außerdem sollten sich Bereiche zeigen, denen wir mehr Aufmerksamkeit schenken sollten. Wir überwachen alle Systeme, damit sie auf richtiger Betriebstemperatur arbeiten und so funktionieren, wie sie konstruiert wurden", zählt Permane die Agenda auf.

"Obwohl wir erst eine sehr frühe Version des Aerodynamik-Paketes hier haben, werden wir die Streckendaten mit den CFD-Werten und dem Windkanal vergleichen können." Abgesehen von den Systemchecks und der Datenbeschaffung steht auch die neue Reifengeneration von Pirelli im Fokus. Die Mischungen sind neu und liegen dichter beisammen als noch im Vorjahr. Außerdem wurde die Konstruktion etwas verändert. Speziell die Hinterreifen sind etwas eckiger und bieten eine höhere Auflagefläche, was für eine bessere Traktion sorgen soll.

Das Problem sind die Temperaturen, denn bei den ersten Überseerennen wird es deutlich wärmer sein als derzeit in Südspanien. "Obwohl es in der Früh hier recht kalt ist, erwarten wir im Laufe des Tages repräsentative Strecken- und Lufttemperaturen", sagt Permane. "Wir sollten einen ersten Eindruck von ihrer Performance auf dem E20 bekommen. Wir fahren in Jerez keine Rennen, aber es ist eine gute Teststrecke. Es gibt schnelle und langsame Kurven sowie unterschiedliche Randsteine. Der Filmtag heute hat uns erste Systemchecks ermöglicht, aber jetzt startet die richtige Arbeit."

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