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Pirelli: Kein Einwand gegen Hamashima bei Ferrari

02. Februar 2012 - 12:12 Uhr

Paul Hembery von Pirelli hat nichts dagegen, dass Ferrari den früheren Bridgestone-Entwicklungschef Hirohide Hamashima verpflichtet hat

Paul Hembery und Hirohide Hamashima
Paul Hembery (Pirelli) im Gespräch mit Hiroshi Yasukawa (Bridgestone)
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Einer der Schwachpunkte des Ferrari-Teams war im vergangenen Jahr, dass Fernando Alonso und insbesondere Felipe Massa mit der jeweils weicheren Reifenmischung meist konkurrenzfähiger waren als mit der harten. Daher hat man sich in Maranello als Ziel gesetzt, die Pirelli-Pneus 2012 besser und konstanter zu nutzen.

Aus diesem Grund wurde der ehemalige Bridgestone-Entwicklungschef Hirohide Hamashima verpflichtet, um sich ins Fahrzeug-Design einzubringen und Input zu liefern, welche Modifikationen die Schwachstellen im Zusammenspiel zwischen Chassis und Reifen eliminieren könnten. Seitens Pirelli hat man keine Einwände gegen diese Personalkonstellation, obwohl nun sensible Reifendaten in die Hände eines ehemaligen Bridgestone-Mitarbeiters gelangen werden.

"Mir ist das egal", winkt Pirelli-Sportchef Paul Hembery im Interview mit 'Motorsport-Total.com' ab. "Es gibt ja mehrere Teams, die ehemalige Reifenspezialisten angestellt haben, daher ändert das für uns nicht viel. Ferrari war der Meinung, dass sie ihre Struktur mit Hilfe von außen stärken sollten. Ich bin nur froh, dass sie nicht einen meiner Mitarbeiter abgeworben haben!"

Darüber wäre vermutlich nicht nur Hembery unerfreut, sondern auch die anderen Teams, die wahrscheinlich einen Wettbewerbsnachteil fürchten würden. Allerdings gibt es keine Regeln, dass keine Pirelli-Ingenieure abgeworben werden dürfen, sondern bestenfalls ein unausgesprochenes Gentlemen's Agreement. Aufregung gab es bekanntlich auch, als Motorenhersteller PURE den Motorenspezialisten Gilles Simon von der FIA verpflichtet hat.

"Natürlich könnten die Teams jemanden von uns abwerben", weiß Hembery, "aber ich schätze, es ist in ihrem eigenen Interesse, wenn sie uns unsere Arbeit machen lassen." Hamashima kenne er "nicht persönlich, aber ich habe ihn einmal getroffen, als sie noch in der Formel 1 waren. Er hat sicher seine Vorstellungen, wie man die Reifen am besten nutzen kann, aber wie gesagt: Andere Teams haben auch Reifenspezialisten. Das ist nichts anderes."

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