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Petrow: Per "Elektroschock" zu neuen Höhen?

Witali Petrow hat Jarno Trulli in letzter Sekunde aus dem Caterham-Cockpit für 2012 verdrängt - Sein Ex-Chef Gerard Lopez analysiert: "Vom Kopf her am Limit"

Witali Petrow
Witali Petrow lächelt: In letzter Sekunde ein Cockpit für die Saison 2012 ergattert
© Caterham F1

(Motorsport-Total.com) - Witali Petrow hat seine Last-Minute-Buchung für die Formel-1-Reise 2012 vorgenommen. Der Russe ersetzt kurzfristig Jarno Trulli, der bei Caterham eigentlich einen gültigen Vertrag für die neue Saison in der Tasche hatte. In der Königsklasse zählt Bares jedoch oft mehr als ein Kontrakt. Schon seit Wochen war klar: Schafft es das Petrow-Management, die erforderlichen zwölf Millionen Euro zu bringen, dann springt der Russe in den Caterham.

Der Kampf um das Cockpit wurde zur großen Zitterpartie. Formel-1-Boss Bernie Eccelstone sagte seine Unterstützung zu, aber die Sponsoren von Petrow zögerten. Anfang Februar hatte Managerin Oksana Kossatscheno erst die Hälfte des Geldes beisammen. Mit sechs Millionen Euro war kein Cockpit zu bekommen, weder bei Lotus noch bei Caterham. Beim Team von Gerard Lopez, wo Petrow 2011 aktiv war, gab es auch noch weitere Gegenargumente.

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"Witali Petrow war vom Kopf her an einem Limit angelangt. Vom Speed wäre vielleicht noch etwas dringelegen, aber nicht von der Einstellung", so Lopez gegenüber 'auto motor und sport'. "Wir hatten bei ihm das Gefühl, dass er denkt: Wenn ich mein Sponsorgeld beim Team abliefere, bin ich die nächsten fünf Jahre dabei. Doch so funktioniert die Formel 1 nicht. Da musst du dir alles erarbeiten."

Weil sich kein Wandel der Einstellung beim Russen abzeichnete, zog das Team von Lopez und Teamchef Eric Boullier die Konsequenzen: man warf Senna und Petrow raus und holte stattdessen Räikkönen und Grosjean an Bord. "Witali brauchte einen Elektroschock", so Lopez. "Entweder er setzt mal ein Jahr aus, oder er probiert es bei einem anderen Team. Das wird ihm helfen."

Sofort nach der Verkündung des neuen Caterham-Deals am Freitag gab es von Lotus via Twitter die besten Wünsche für Petrows Zukunft. Dass es diese Zukunft überhaupt gibt, ist offenbar einem Passus im Vertrag von Jarno Trulli zu verdanken. Mit dem Drittel des Petrow-Sponsorengeldes (also mit vier Millionen Euro) kauft man den Italiener aus dem Vertrag. "Diese Situation sollte alle alternden Piloten daran erinnern, die Zeichen der Zeit zu kennen. Oder zumindest den eigenen Vertrag. Ciao, Jarno", twitterte David Coulthard.

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