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Force India: Der Platz wird knapp in Silverstone...

03. Februar 2012 - 13:03 Uhr

Lieber weiter auf Lieferanten setzen oder mehr Bauteile selbst konstruieren? Force India denkt über einen strategischen Kurswechsel nach

Der neue Force India VJM05
Der neue Force India VJM05 bei seiner Vorstellung im britischen Silverstone
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - "Unsere Infrastruktur hat sich seit den Jordan-Tagen nicht verändert", sagt Otmar Szafnauer. Damit spricht der Betriebsdirektor von Force India einen Hemmschuh an, den das Team bisher noch nicht abschütteln konnte: Um bei der Entwicklung noch flexibler und vor allem schneller zu sein, müsste der Rennstall von Teamchef Vijay Mallya einiges in die Infrastruktur der Werkshallen investieren.

Ein Schritt, den der ehemalige Jordan-Eigner Eddie Jordan laut Szafnauer nicht wagte. "Er hat sich vermutlich davor gescheut", sagt Szafnauer gegenüber 'auto motor und sport'. "Aus seiner Sicht war das aber die richtige Entscheidung." Jordan habe bei seinen Zulieferern "vielleicht ein bisschen mehr bezahlt", habe sich durch den Einkauf der Teile aber das Geld für einen Maschinenpark eingespart.

Diese Strategie wirkte sich nachhaltig auf das Unternehmen aus: "Die Fabrik ist auf diese Philosophie hin gebaut worden", erklärt Szafnauer, dessen Force-India-Rennstall in den früheren Jordan-Hallen zuhause ist. Und das ist das Problem: "Selbst wenn wir uns alle Fertigungsmaschinen der Welt kaufen wollten, hätten wir gar keinen Platz, sie hier unterzubringen. Wir bräuchten eine neue Fabrik."

Ein strategischer Kurswechsel tut also vielleicht Not. "Das hängt davon ab, wo du hin willst", meint Szafnauer und fügt hinzu, dass es besser wäre, "mehr Teile selbst zu produzieren", um besser auf neue Gegebenheiten reagieren zu können. Dies habe sich 2011 beim auspuffangeströmten Diffusor gezeigt: "Da haben wir lange auf bestimmte Teile gewartet", hält Szafnauer rückblickend fest.

"Einige davon hätten wir bei entsprechender Ausrüstung über Nacht selbst produzieren können" - dies entsprach jedoch nicht der Philosphie des indisch-britischen Rennstalls. "Beim Lieferanten bestimmt Geld die Fertigungsgeschwindigkeit. Zahlst du mehr, kannst du in der Warteliste nach vorne rutschen", erläutert Szafnauer und merkt an: "Das ist ein Bereich, wo wir besser werden können."

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