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Bottas: Noch 2012 im Formel-1-Cockpit?

07. Februar 2012 - 09:40 Uhr

Sollte Bruno Senna oder Pastor Maldonado das Geld ausgehen, könnte Testfahrer Valtteri Bottas noch 2012 in eines der Williams-Stammcockpits aufrücken

Valtteri Bottas
Valtteri Bottas ist so nahe an der Formel 1 dran wie noch nie zuvor
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Schon seit 2010 ist Valtteri Bottas Testfahrer des Williams-Teams, doch zu einem Renneinsatz in der Formel 1 hat es bisher nicht gereicht. Das allerdings könnte diese Saison anders werden, denn es gibt nicht wenige Insider, die sich nicht wundern würden, sollte der 22-jährige Finne noch dieses Jahr in einem der Williams-Stammcockpits landen.

Denn Pastor Maldonado (kolportierte 20 Millionen Euro von PDVSA) und Bruno Senna (zwölf Millionen Euro von Embratel und anderen brasilianischen Geldgebern) verdanken ihre Verträge vor allem auch der Sponsorenmitgift, die sie Williams versprochen haben. Allerdings läuft in Venezuela eine parlamentarische Untersuchung wegen des Engagements des staatlichen Mineralölkonzerns PDVSA - und wenn PDVSA nicht mehr zahlt, ist Maldonado wohl weg.

Gerüchten zufolge sollen auch Sennas finanzielle Zusagen auf wackeligen Beinen stehen. Weil die Herren Barrichello und Sutil lediglich Summen im Bereich von fünf Millionen Euro anbieten konnten, ließ man sich auf Senna ein, der deutlich mehr im Gepäck hat. Allerdings gibt es nur Sponsorenzusagen, aber keine verbindlichen Bankgarantien - und in der Formel 1 ist es keineswegs ungewöhnlich, dass solche Zusagen nicht eingehalten werden.

Sollte tatsächlich einer der beiden Williams-Fahrer kippen - möglicherweise auch wegen enttäuschender sportlicher Leistungen -, dann wäre Bottas der logische Nachfolger. Der Management-Schützling des zweitgrößten Williams-Teilhabers Toto Wolff fährt dieses Jahr nicht GP2 im Rahmenprogramm und zeitgleich mit der Formel 1, sondern Renault-World-Series. Sollte sich eine Chance ergeben, wäre er also jederzeit verfügbar.

Zunächst einmal bleibt er aber dritter Fahrer: "Ich werde bei 15 Rennen ein Training bestreiten, sodass ich auf Kilometer mit dem Auto komme", erklärt der amtierende GP3-Meister. "Dadurch lerne ich das Auto besser verstehen und ich erhalte Einblicke, wie so ein Rennwochenende abläuft. Ich werde weiterhin viel Zeit in der Fabrik verbringen und mich auf die Trainings vorbereiten, und ich möchte dem Team helfen, das Auto weiterzuentwickeln."

Bottas soll dabei eine ähnliche Schule durchwandern wie vor einigen Jahren Nico Hülkenberg, der in verschiedenen Abteilungen Praxiserfahrung sammelte, indem er den Ingenieuren zuarbeitete. Das soll das technische Verständnis der jungen Nachwuchsfahrer verbessern. "Ich freue mich auf das bevorstehende Jahr", gibt Bottas zu Protokoll, "und ich bin dem Team dafür dankbar, dass es mir diese Chance gibt."

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