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Sitzanpassung in Maranello: Erster Blick auf den Ferrari

24. Januar 2012 - 22:17 Uhr

Während in den Medien viele Gerüchte über den 2012er-Ferrari kursieren, hatten Fernando Alonso und Felipe Massa schon Gelegenheit, sich selbst ein Bild zu machen

Felipe Massa und Fernando Alonso
Felipe Massa und Fernando Alonso freuen sich auf ihr neues Fahrzeug
© Ferrari

(Motorsport-Total.com) - Während Ex-Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen in Valencia seine ersten Comeback-Runden drehte, saß sein Nachfolger Fernando Alonso heute in Maranello erstmals im neuen 2012er-Modell, das die Scuderia aus Italien am 3. Februar präsentieren wird. Für den Spanier und Felipe Massa wurden bei der Gelegenheit die Cockpitsitze angepasst.

Alonso und Massa hatten dabei erstmals die Chance, das in den vergangenen Tagen zusammengebaute Chassis nicht nur auf dem Computermonitor, sondern in natura zu begutachten. Noch unklar ist, wie der neue Ferrari heißen wird, in italienischen Medien sind aber erste technische Details durchgesickert - und in Insiderkreisen wird schon seit Wochen gemunkelt, dass die neue "rote Göttin" keine Schönheitskönigin sein wird...

"Rote Göttin" wohl keine Schönheitskönigin

So berichtet zum Beispiel 'Autosprint' von einem hässlichen Höcker auf der Nasenpartie, extrem schmalen Seitenkästen (mit schlanken, tiefliegenden Kühlern) nach McLaren-Vorbild und einer Zugstreben-Hinterradaufhängung, wie sie auch Red Bull einsetzt. Auch in Sachen Auspuff soll Ferrari neue Wege gehen: Angeblich verfügt das 2012er-Auto über ein großes Loch im hinteren Bereich der Motorenabdeckung, wie es Adrian Newey schon 2011 eingeführt hat.

Was das Auspuffsystem angeht, so muss sich Ferrari an die strengen FIA-Vorgaben hinsichtlich der Anströmung des Diffusors halten. 'Autosprint' vermutet sogar, dass die vorgeschriebene Auspuffposition freiwillig weiter nach oben verlegt wurde. Hintergrund könnte demnach sein, dass man die Auspuffgase nutzen möchte, um anstatt des Diffusors den Heckflügel anzuströmen - was aber angesichts der hohen Temperaturen der Gase ein extremes Risiko wäre.

Viele Gerüchte, aber wie viel davon ist wahr?

Ein weiteres Gerücht besagt, dass es den Designern um Technikchef Pat Fry gelungen ist, die seitlichen Crashstrukturen so umzubauen, dass diese deutlich mehr aerodynamischen Anpressdruck generieren als bisher. Doch inwieweit diese unbestätigten Medienberichte der Wahrheit entsprechen, wird sich frühestens bei der Präsentation am 3. Februar zeigen - oder gar erst beim Auftakt-Grand-Prix in Australien am 18. März.

Alonso und Massa ließen sich indes von Teamchef Stefano Domenicali höchstpersönlich auf den neuesten Stand der Dinge bringen und führten nach der Sitzanpassung auch noch Gespräche mit einigen Ingenieuren. In den nächsten Tagen geht es für die beiden sowie für die Testfahrer Jules Bianchi und Davide Rigon weiter auf die Kanarischen Inseln, wo sie sich fernab der Öffentlichkeit einem intensiven Trainingsprogramm unterziehen werden.

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