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Domenicali: "Fernando fuhr ein fantastisches Rennen"

Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali lobt Fernando Alonso für dessen dritten Platz und bekräftigt, dass sich Maranello bereits auf 2012 konzentriert

Stefano Domenicali (Teamchef)
Stefano Domenicali ist zufrieden mit dem Abschneiden seines Ferrari-Teams
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Das italienische Ferrari-Team zog sich beim Heimrennen in Monza gut aus der Affäre - auch wenn die Fans sicherlich gerne einen Sieg der Lokalmatadoren bejubelt hätten. Fernando Alonso erreichte beim italienischen Grand Prix den dritten Platz, Felipe Massa klassierte sich nach 53 Runden als Sechster. Weil die WM aber bereits so gut wie entschieden ist, konzentriert man sich in Maranello mehr und mehr auf 2012, wie Teamchef Stefano Domenicali in seiner Medienrunde in Monza bekräftigt.

Frage: "Stefano, Fernando Alonso überraschte am Start und wurde letztendlich Dritter..."
Stefano Domenicali: "Nun, ich denke, Fernando fuhr ein fantastisches Rennen. Sein Start war unglaublich gut. Wie er seine Position verteidigte und attackierte, war klasse. Er fuhr prima, doch leider mussten wir den Preis dafür zahlen, dass wir derzeit nicht das beste Auto haben. Red Bull war ganz offensichtlich ungeheuer stark. McLaren war ebenfalls richtig gut unterwegs."

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"Es bedeutet uns daher eine Menge, dass Fernando nun an zweiter Stelle in der Gesamtwertung liegt. Man muss da immer im Hinterkopf behalten, wo wir derzeit mit unserer Leistung stehen und man muss auch sehen, welche Probleme wir seit Saisonbeginn hatten. Fernando absolviert in meinen Augen eine fantastische Saison."

Frage: "Schauen wir voraus auf Singapur: Die Fahrer und das Team mögen diesen Kurs..."
Domenicali: "Wir würden gerne in anderer Verfassung nach Singapur reisen. Wir hoffen, dort etwas konkurrenzfähiger zu sein, doch das müssen wir abwarten. Wir haben noch ein paar kleinere Teile, die wir dort einführen möchten."

"Derzeit konzentrieren wir uns aber schon vollkommen auf das Auto für 2012. In Singapur wollen wir versuchen, die maximalen Punkte abzugreifen. Wir haben schließlich noch die Chance, um etwas zu kämpfen. Außerdem wollen wir die kommenden Rennen dazu nutzen, gewisse Dinge zu erproben - im Hinblick auf die neue Rennsaison. Das wird zweifelsohne eine wichtige Aufgabe darstellen."

Ferrari nimmt Kurs auf 2012

Frage: "Die Gesamtwertung ist quasi schon jetzt entschieden. Wie viele Energien werdet ihr investieren, um am Ende den zweiten Platz zu haben?"
Domenicali: "Nun, ich glaube, die Antwort auf diese Frage kannst du dir selbst geben. Es wird sicher sehr, sehr, sehr, sehr schwierig. Wir dürfen jetzt aber nicht den Fokus verlieren. Ich würde sagen: Es ist vollkommen klar, dass es Sebastian in der Hand hat."

"Das ist die Realität."
Stefano Domenicali

Frage: "Bis Silverstone wurde das Auto immer besser und besser, doch seither scheint die Entwicklung ein bisschen zu stagnieren. Kommt da noch was oder habt ihr die Entwicklung bereits eingestellt?"
Domenicali: "Wie ich schon sagte: Wir hatten eigentlich erwartet, in Spa einen Schritt zu machen. Leider mussten wir dort feststellen, dass genau das Gegenteil eintrat. Aus diesem Grund mussten wir zurückrüsten. Das ist die Realität. Red Bull leistete aber auch gute Arbeit, denn im vergangenen Jahr waren sie beispielsweise in Monza nicht gerade stark."

"Sie konnten mit viel Abtrieb antreten und waren trotzdem schnell. In dieser Autokonfiguration scheinen sie also Fortschritte gemacht zu haben. Wir müssen abwarten, ob die Lücke wieder kleiner wird, wenn wir erst auf Verhältnisse stoßen, wo erneut mehr Abtrieb gefragt ist. Ich sagte es aber schon vorhin: Wir haben unsere Entwicklung für 2011 bereits eingestellt."

War die Ferrari-Abstimmung richtig?

Frage: "Red Bull und McLaren gingen bei der Abstimmung in Monza einen anderen Weg als Ferrari. Habt ihr im Training auch einmal ausprobiert, eine andere Richtung einzuschlagen?"
Domenicali: "Wir taten genau das Gegenteil. In unserer Situation war das unsere beste Möglichkeit. Am Freitag testeten wir die beiden Optionen - einen kurz und einen lang übersetzten siebten Gang, um das Abtriebsniveau zu erhöhen. Unterm Strich wählten wir die beste Lösung für unser Auto."

Frage: "Warst du überrascht von der Leistung von Michael Schumacher im Mercedes?"
Domenicali: "Nein. Ich denke, er war ziemlich stark. Überrascht bin ich nur von der Wahrnehmung. Wenn Felipe hinter einem anderen herfährt und nicht attackieren kann, ist er kein guter Fahrer."

"Michael fuhr klasse und verkaufte sich und sein Auto so teuer wie möglich."
Stefano Domenicali

"Jetzt sahen wir, wie Lewis (Hamilton; Anm. d. Red.) nicht dazu in der Lage war, Michael zu überholen. Mercedes hat kein fantastisches Auto. Woran macht man das also fest? Mercedes hat sicherlich Stärken beim Topspeed. Das konnte man hier schon von Anfang an erkennen. Selbst wenn du in Monza deutlich schneller bist, gibt es nur wenige Stellen, an denen du ein Manöver wagen kannst."

"Michael fuhr klasse und verkaufte sich und sein Auto so teuer wie möglich. Das zeigt, wie Motorsport funktioniert. Ich musste aber schon so oft hören, dass Felipe nicht dazu in der Lage gewesen sei, einen Mercedes zu schnappen. Nun erging es einem McLaren vielleicht ähnlich. Das gehört auch dazu."

Die Sauber-Defekte werden untersucht

Frage: "Euer Kundenteam Sauber hatte Probleme mit der Kraftübertragung. Macht euch das Sorgen?"
Domenicali: "Nein. Das heißt: Ich habe nur davon gehört. Ich habe das Team darum gebeten, mich über die Vorfälle zu informieren. Um die Situation zu analysieren, müssen wir natürlich erst einmal feststellen, was das Problem war und wodurch es verursacht wurde."

"Gemeinsam mit Sauber müssen wir dem Fehler auf die Spur kommen."
Stefano Domenicali

"Es wäre schade und es würde mir auch leid tun, wenn es auf unsere Kraftübertragungs-Einheit oder dergleichen zurückführen müsste. Wie ich schon sagte: Gemeinsam mit Sauber müssen wir dem Fehler auf die Spur kommen. Danach geht es darum, sicherzustellen, dass eben dieser nicht wieder auftritt."

Frage: "In Indien könnte es Probleme mit Steuern geben. Beschäftigt dich das?"
Domenicali: "Ja, da haben wir eine Baustelle. Wir, die Teams, versuchen, gemeinsam mit dem Inhaber der kommerziellen Rechte an diesem Problem zu arbeiten. Wir müssen sicherstellen, dass es da keine Probleme gibt. Wir müssen es klären, bevor wir dorthin reisen."

Frage: "Wie ist es um die Chancen von Sergio Perez bestellt, bald in den Genuss einer Formel-1-Ausfahrt zu gelangen?"
Domenicali: "Wie wir alle wissen, zählt Sergio zu unserer Fahrer-Akademie. In meinen Augen absolviert er eine tolle Saison."

"Alle Piloten, die diesem Programm angehören, werden dergleichen durchführen. Das hängt mit seiner Entwicklung als Fahrer zusammen. Es geht darum, einige Runden in älteren Fahrzeugen zurückzulegen, um ein größeres Verständnis aufzubauen. Sergio hat die Chance auf eine tolle Karriere. Er geht die Dinge sehr gut an. Das finde ich gut."

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