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Stuck: "Nürburgring ist eine nationale Angelegenheit"

Hans-Joachim Stuck kritisiert, dass sich der Bund größtenteils heraushält und damit das Ende der Formel 1 am Nürburgring gefährdet

Hans-Joachim Stuck
Hans-Joachim Stuck glaubt fest an eine Formel-1-Zukunft am Nürburgring
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/Sky) - Das Formel-1-Rennen am Nürburgring hat Tradition, wird aber dennoch von Wolken bedeckt. Gemeint ist nicht das typische Eifelwetter, sondern der Streit mit dem Land Rheinland-Pfalz, das die Subventionen kürzen will. Rennrentner Hans-Joachim Stuck äußert starke Kritik am Bund und ist sich dennoch sicher, dass in der Eifel auch in Zukunft die Formel-1-Motoren aufheulen werden.

Frage: "1927 wurde hier das erste Rennen gefahren. Am Sonntag werden 100.000 Zuschauer erwartet. Was macht für dich die "Tradition Nürburgring" aus?"
Hans-Joachim Stuck: "Ich glaube der Nürburgring ist etwas Einmaliges. Zum einen ist es die lange Tradition und zum anderen die Verbindung der alten Nordschleife und dem neuen Grand-Prix-Kurs. In den letzten Jahren wurde hier mit Ferienpark, Restaurant, Ringwerk und Museen eine einmalige Anlage geschaffen."

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"Wir haben es gestern gesehen: Wenn es kalt und regnerisch ist, gehen die Zuschauer in den Ring-Boulevard und sind gut aufgehoben. In Spa stehen sie im Schlamm und Dreck. Hier ist etwas entstanden, was es auf der Welt nur einmal gibt. Die Faszination Nürburgring ist mit dem neuen Konstrukt noch einmaliger geworden."

Frage: ""Jetzt gibt es böse Gerüchte. Bisher wechselten sich Hockenheim und Nürburgring ab. Doch es könnte das letzte Rennen sein. Die Politiker wollen nicht mehr soviel Geld dazuzahlen und Bernie Ecclestone wird seine Forderungen auch nicht herabsetzen. Wie schade wäre es, wenn wir den Nürburgring im Formel-1-Kalender verlieren würden?"
Stuck: "Es wäre sehr schade. Ich finde es auch sehr schade, dass ein nationaler Sportevent nicht vom Bund unterstützt wird. Hier ist das Land Rheinland-Pfalz verantwortlich."

Sebastian Vettel
Der Nürburgring wird am Sonntag mehr als 100.000 Zuschauer anziehen
© xpb.cc

"Auf der anderen Seite kassiert der Bund auch die Mehrwertsteuer und verteilt sie. Warum unterstützt er dann nicht das Rennen? Es ist eine nationale Angelegenheit. Deutschland ist die Automobilnation schlechthin. Diesen Wechsel zwischen dem Nürburgring und Hockenheim finde ich okay. Du kannst sicher sein, der Nürburgring wird weiter kämpfen und wir werden den Formel-1-Grand-Prix auch wieder hierher bekommen."

Frage: "Sebastian Vettel führt die WM eindeutig an. Wie beurteilst du die Situation?"
Stuck: "Er hat jetzt 80 Punkte Vorsprung, hat Mark Webber hinter sich und kann schon ein bisschen hamstern. Er hat am Anfang der Saison eine gute Basis gelegt. Man muss eines sagen: Der Red Bull gehört momentan zu den besten Autos im Feld. In Verbindung mit Sebastian Vettel stimmt alles."

Frage: ""Ferrari war am Freitag in den Trainings sehr stark, oder?"
Stuck: "Gestern hat man gesehen, welchen Spirit Ferrari momentan hat. Wenn bei den Italienern alles stimmt und die Nudeln schmecken, dann macht es ihnen auch Spaß. Dieser Spirit mit einem Fernando Alonso beflügelt das Team."

"Der Felipe Massa ist ja momentan auf einer Spur, auf der er nicht so glücklich ausschaut, aber Alonso hat das Team gut im Griff. Die wittern die Morgenluft, dass etwas vorwärts geht. Ich traue ihnen einiges zu, vor allem wenn es regnen wird. Wir wissen, dass Alonso im Regen sehr stark ist. Dann kann Ferrari auf jeden Fall gewinnen."

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