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Austin: Steuervergünstigung durch wilde Tiere

16. Juli 2011 - 12:12 Uhr

Die Betreiber in Austin können sich auf Grund der Errichtung eines Wildtiergeheges unweit der Strecke über Steuervorteile freuen

In Austin werden voraussichtlich einige wilde Tiere der Formel 1 lauschen dürfen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Travis County hat beschlossen, dass die Betreiber der Strecke in Austin ein 580 Hektar großes Wildtier-Gelände errichten darf. Damit ergeben sich in der Grundsteuer Vorteile. Ursprünglich sollten 1.100 Hektar entstehen. Der Landkreis bewilligte demnach nur etwas mehr als die Hälfte des geplanten Areals.

Der Plan sieht vor, dass sich hier Tauben, Singvögel, Hasen und Eichhörnchen ansiedeln und Zuflucht genießen sollen. Kritiker behaupten, dass dieses Projekt ein weiteres Steuergeschenk für die Betreiber sei. Außerdem fragt sich Bill Aleshire, ein ehemaliger Steuereintreiber, Richter und Kritiker, warum man ausgerechnet neben einer Rennstrecke wilde Tiere züchten möchte.

"Ein Zufluchtsort für wilde Tiere neben einer Formel-1-Rennstrecke? Soll das ein Schutzort für taube Kreaturen sein?", so Aleshire gegenüber dem 'Statesman'. Anhand der aktuellen Steuersätze bringt das Areal eine Ersparnis von mehr als 156.000 US-Dollar (110.000 Euro) pro Jahr. "Es ist viel weniger", entgegnet Richard Michalski, der Landwirtschafts-Verantwortliche von Travis County.

Abgesehen davon hat der Landkreis weitere Genehmigungen erteilt. Nun kann mit dem Bau der wichtigsten Gebäude begonnen werden. Unter anderem werden die Boxengasse, die Haupttribüne und die Medien- und Medizinstätten errichtet, damit man im Plan bleibt, für den provisorischen Formel-1-Termin im Juni 2012. Austin-Gegner Aleshire kritisiert neben der Wildgehege-Errichtung auch die Vergabe von einem 25 Millionen US-Dollar (17,7 Millionen Euro) schweren Fonds, zog seine Klage aber dennoch zurück.

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