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Jordan nimmt Murdoch/Agnelli-Pläne ernst

Formel-1-Experte Eddie Jordan analysiert die Übernahmepläne von News Corporation und Exor und gibt eine Verschwörungstheorie zum Besten

Eddie Jordan
Eddie Jordan kann sich gut vorstellen, dass die Formel 1 verkauft wird
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Familien Murdoch (News Corporation) und Agnelli (Exor) haben angekündigt, dass sie in den nächsten Wochen und Monaten die Möglichkeit einer Übernahme der kommerziellen Formel-1-Rechte prüfen wollen. Die Investmentgesellschaft CVC und Bernie Ecclestone betonen zwar, dass sie nicht verkaufen wollen, aber Branchenkenner nehmen die Übernahmepläne durchaus ernst.

"Wenn der Preis stimmt, steht alles zum Verkauf. Das ist hier nicht anders", erklärt zum Beispiel der frühere Teamchef und heutige TV-Experte Eddie Jordan im Interview mit der 'BBC'. "CVC will möglicherweise irgendwann aussteigen, denn sie waren lange genug im Geschäft. Sie haben einen guten Return of Investment erzielt und ich bin mir sicher, dass ihre Investoren diesen gerne in echtes Geld umwandeln würden."

Die Übernahme und das Concorde-Agreement

Allerdings glaubt der Ire, dass sich ein möglicher Deal noch lange hinziehen könnte - möglicherweise sogar über 2012 hinaus, denn erst Ende 2012 läuft das aktuelle Concorde-Agreement aus. "Das Concorde-Agreement ist der Schlüssel", weiß Jordan. Denn unter anderem regelt das streng vertrauliche Dokument die Einnahmenverteilung zwischen den Inhabern der kommerziellen Rechte und den Teams.

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Sprich: News Corporation und Exor können derzeit keine Kalkulationen auf Basis der aktuellen Einnahmenverteilung anstellen, weil diese schon wieder hinfällig sein könnte, sollten CVC/Ecclestone entgegen ihrer Ankündigungen doch verkaufen. Und eine Übernahme der Formel 1 will gut durchgerechnet sein, denn besonders optimistische Analysten schätzen den potenziellen Kaufpreis auf bis zu sieben Milliarden Euro ein.

"James Murdoch ist ein intelligenter Bursche, genau wie Lapo (Elkann; Anm. d. Red.) und seine Leute in Italien. Das sind die Enkelkinder von Agnelli - die wissen, wie der Hase läuft", meint Jordan und erwähnt in diesem Zusammenhang auch Carlos Slim, den reichsten Mann der Welt, der ebenfalls am Übernahmekonsortium beteiligt werden könnte. Für den Formel-1-Insider steht jedenfalls fest: "Ich glaube, diese Leute meinen es ernst."

Aber wie geht es nun weiter, Eddie? "Früher oder später müssen sich alle zusammensetzen und die wichtigsten Fragen klären: Was ist im Angebot? Ist es überhaupt realistisch? Wie kann man vorgehen, alles der EU präsentieren und den Plan rechtfertigen? Vielleicht wollen Murdoch und News Corporation es ja ganz anders machen, als alle glauben, und Free- und Pay-TV miteinander kombinieren. Das wäre auch möglich", antwortet Jordan.

Medien schüren unnötige Pay-TV-Panik

Pay-TV ist ein gutes Stichwort, denn seit bekannt wurde, dass Murdoch Interesse an den Formel-1-Rechten hat, verbreiten die Medien unnötig Panik, dass die Königsklasse künftig nur noch im Bezahlfernsehen ausgestrahlt werden könnte. Doch ob Murdoch das wirklich will, steht trotz seines Pay-TV-Imperiums in den Sternen, denn: "Es besteht kein Zweifel daran, dass die Sponsoren weniger zahlen würden, wenn sie weniger Menschen erreichen würden als bisher", begründet Jordan.

"CVC wird nicht einfach verkaufen können, wenn die Versprechen, die sie der EU gegeben haben, nicht eingehalten werden."
Eddie Jordan

Vielmehr gehe es nun darum, seriöse Verhandlungen zu führen. In diese werden Käufer und Interessent früher oder später auch die Europäische Union einschalten müssen, um zum Beispiel kartellrechtliche Fragen klären zu lassen. "CVC wird nicht einfach verkaufen können, wenn die Versprechen, die sie der EU gegeben haben, nicht eingehalten werden", erläutert Jordan und fordert daher eine "langfristige Strategie" von News Corporation und Exor.

Freilich nähren die jüngsten Ereignisse wieder einmal Verschwörungstheorien, denn Exor ist ausgerechnet jene Investmentgruppe, der letzten Endes FIAT und damit auch das Ferrari-Team angehören. Jordan nimmt solche Gedankenspiele aber nicht ernst: "Ich habe kürzlich gehört, dass Jean Todt das eingefädelt hat, um mit seinen Freunden bei Ferrari die totale Kontrolle zu übernehmen. Ich glaube das aber überhaupt nicht."

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