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Ricciardo: Der Sunnyboy mit der großen Chance

Daniel Ricciardo wartet geduldig auf seine Chance im Formel-1-Renncockpit: Freitagstests mit Toro Rosso und Ratschläge von Mark Webber

Daniel Ricciardo
Daniel Ricciardo hat sich im Fahrerlager schnell viele Sympathien gesichert
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Spätestens 2012 wird man Daniel Ricciardo als Grand-Prix-Pilot sehen. Dies ist der Plan, den Red Bull mit dem Youngster fixiert hat. Als ersten Schritt darf der Australier in dieser Saison das erste Freitagstraining jeweils im Auto von Toro Rosso verbringen - kurzfristiger Aufstieg als Einsatzpilot nicht ausgeschlossen. Ricciardo gilt nach Vettel als zweiter Wunderknabe aus dem Red-Bull-Förderprogramm. Der 21-Jährige beschreibt seine Wünsche für die Motorsportzukunft im Interview.

Frage: "Daniel, wann sehen wir dich zum nächsten Mal in einem Formel-1-Auto?"
Ricciardo: "Definitiv noch vor dem Saisonstart in Bahrain. Ob das nun in Jerez oder Barcelona sein wird, steht derzeit noch nicht fest. Wir müssen mal schauen, wie es in dieser Woche läuft, und dann schauen wir mal."

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Frage: "War dir eigentlich klar, dass du 2011 in die Rolle des Freitagstesters bei Toro Rosso rücken würdest?"
Ricciardo: "Nein, das war nicht so ganz hundertprozentig klar. Aber ich hatte eine ganz gute Entwicklung, habe meine Saison in der Renault-World-Series anständig hinter mich gebracht. Ich hatte keinen Zweifel daran, dass sie für mich einen nächsten Schritt planen. Red Bull fördert mich in bester Weise. Ich habe zwar den Titel in der Renault-World-Series knapp verpasst, aber es war dennoch eine gute Saison."

"So war klar, dass Red Bull mir etwas Schönes für 2011 in Aussicht stellt. Das hat sich bewahrheitet und das ist natürlich gut für mich. Ich habe also ein schönes Programm für dieses Jahr."

Frage: "Steht dein komplettes Programm schon fest?"
Ricciardo: "Fast. Sicher ist, dass ich die ersten Trainings am Freitag bei allen 20 Rennwochenenden fahren werde. Vielleicht kommen noch einige Renneinsätze in der Renault-World-Series hinzu. Das muss aber noch bestätigt werden. Ich freue mich auf die Freitagssessions, will dort zeigen, was ich kann. Das wird wohl ähnlich ablaufen wie bei Force India im vergangenen Jahr."

Frage: "Wirst du auch Aerodynamiktests auf der Geraden fahren?"
Ricciardo: "Ja, es sollte ein paar solcher Tests im Jahresverlauf geben. Wahrscheinlich sogar für Red Bull und Toro Rosso. Das steht aber auch noch nicht ganz genau fest."

Frage: "Du absolvierst dieses Programm, um dich für ein Renncockpit 2012 zu empfehlen. Wie zuversichtlich bist du, dass es klappen wird?"
Ricciardo: "Das ist mein erklärtes Ziel. Ich will 2012 ein Vollzeit-Formel-1-Pilot sein. Aber jetzt hat noch nicht einmal diese Saison begonnen. Ich mache mir jetzt noch keine großen Gedanken darum. Wenn ich an den Freitagen einen guten Job mache und noch weiter hinzulerne, dann wird sich in Zukunft die Chance für einen Aufstieg bieten."

Frage: "Du könntest einen anderen australischen Red-Bull-Piloten beerben. Hat Mark dich bisher unterstützt?"
Ricciardo: "Ja. Leider haben wir uns meist nur im Formel-1-Fahrerlager getroffen. Aber im vergangenen Jahr habe ich viel Zeit im Umfeld des Red-Bull-Teams verbracht. Er hat mir natürlich bei Bedarf immer Ratschläge gegeben oder geholfen in Bereichen, in denen ich vielleicht etwas Hilfe brauchte - auch bezüglich meiner Saison in der Renault-World-Series. In Australien erfahren wir viel Unterstützung. Es ist schon eine Seltenheit, dass Australien gleich zwei Formel-1-Fahrer hat. Wir bekommen tolles Feedback von dort."

"Meine Lernkurve ist durch Mark noch steiler gewesen."
Daniel Ricciardo

Frage: "Als er in die Formel 1 kam, hattest du noch nicht einmal deine erste Saison im Formelauto hinter dir. War Mark so etwas wie ein australisches Idol oder ein Held für dich?"
Ricciardo: "Ja, das war er. Ich erinnere mich an seine Sportwagenrennen vor der Formel-1-Zeit. In seinem ersten Minardi-Jahr war ich damals in Melbourne. Da hat er ein geniales Rennen gezeigt, wir haben ihm zugejubelt. Mit ihm zusammenarbeiten zu dürfen, ist für mich natürlich ganz besonders. Meine Lernkurve ist durch Mark noch steiler gewesen."

Frage: "Hilft sein Erfolg vom Vorjahr, um in der Heimat die nötige Unterstützung zu bekommen?"
Ricciardo: "Diese guten Auftritte haben natürlich Wirkung gezeigt, es wurde enorm wahrgenommen. Das war ein ganz schöner Schub, nachdem Mark in den Jahren zuvor die großen Hoffnungen nicht immer ganz erfüllen konnte. Jetzt steige ich so langsam in diese Richtung auf, das wird alles viel mehr honoriert in Australien - was natürlich sehr schön ist. Die Formel 1 kommt so langsam an australisches Rugby, an Fußball und an andere Sportarten heran."

Frage: "Australien ist eine große Sportnation - vor allem auch im Motorsport. Ihr habt Formel 1, MotoGP, Superbikes, Rallye, die tollen V8-Supercars und all diese Serien laufen prächtig. Dennoch wird immer wieder über die Zukunft des Grand Prix in Melbourne diskutiert. Wie empfindest du das?"
Ricciardo: "Sollte Australien wirklich das Formel-1-Rennen verlieren, so wäre das richtig tragisch. Immer war ich mit Freunden bei den Grand-Prix-Wochenenden in Melbourne oder vorher auch in Adelaide. Alle haben immer geschwärmt vom Rennen, vom gesamten großartigen Wochenende."

"Ich höre einfach jetzt erst einmal sehr genau zu."
Daniel Ricciardo

"Für unser Land wäre es schade und für die Fans ein Drama. Die Fans lieben diese Events, sie lieben es, wenn die Formel 1 nach Australien kommt. Lasst uns hoffen, dass der Grand Prix bleibt. Ich bin zuversichtlich, dass es so kommen wird. Man wird die Schwierigkeiten überwinden - man muss einfach. Es wäre wichtig, das Rennen dort zu halten - gerade jetzt, wo wir zwei Australier in diesem Sport sind."

Frage: "Welche Aufgaben hast du bei den ersten Tests? Hörst du einfach den Funk mit und nimmst an den Meetings teil?"
Ricciardo: "Ja. Ich gewöhne mich einfach noch mehr an die Arbeitsweise von Toro Rosso. Ich war auch im vergangenen Jahr schon oft beim Team, aber eben auch oft bei Red Bull. Jetzt verbringe ich mehr Zeit bei Toro Rosso, um dann auch noch mehr über die künftigen Programme am Freitag zu erfahren. Ich höre einfach jetzt erst einmal sehr genau zu."

Frage: "Wenn du nicht professioneller Motorsportler geworden wärst, was hättest du dann gemacht?"
Ricciardo: "Ich habe seit frühester Kindheit eine große Liebe zum Motorsport gehabt. Insgesamt war ich immer schon sportbegeistert. Ich mag alle möglichen Sportarten. Auch Tennis hatte ich mal ganz gut drauf, aber Motorsport war eben immer schon mein Leben. Ich habe keine Ahnung, was ist sonst tun würde."

Frage: "Warst du bei den Australien Open?"
Ricciardo: "Ja, ich war dort?"

Frage: "Hat dort der Beste gewonnen?"
Ricciardo: "Ich denke schon. Djokovic hat besser gespielt als Nadal. Im gesamten Turnier war er gut drauf. Er war im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestärkt. Tennis ist ein sehr intensives, mentales Spiel. Ich habe beim Zuschauen einiges lernen können."

"Ich finde es erstaunlich, wie man durch mentale Spielchen einen Gegner schwächen kann."
Daniel Ricciardo

Frage: "Was denn?"
Ricciardo: "Eher solch mentale Dinge. Ich will da nicht zu sehr ins Detail gehen, aber ich finde es erstaunlich, wie man durch mentale Spielchen einen Gegner schwächen kann. Wie man so etwas im Rennsport machen kann, weiß ich nicht. Aber als generelle Erfahrung war das mal sehr interessant."

Frage: "Wer wird denn in diesem Jahr Formel-1-Weltmeister?"
Ricciardo: "(denkt sehr lange nach und lacht) Ich kann doch jetzt noch nichts sagen. Lasst uns bitte mit so etwas bis nach dem ersten Rennen in Bahrain warten."

Frage: "Deine Name stammt aus dem italienischen. Hast du also zwangsläufig auch eine Vorliebe für Ferrari? Den Traum, irgendwann für sie zu fahren?"
Ricciardo: "Ich kann doch jetzt nicht nein sagen. Im Verlauf einer Motorsportkarriere eines jeden Fahrers ist das bestimmt mal so. Im Moment bin ich aber sehr glücklich mit meiner Position innerhalb der Red-Bull-Familie. Alle andere ist erst einmal nicht wichtig (lacht)."

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