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Whitmarsh: FOTA stark wie eh und je

13. Januar 2011 - 20:08 Uhr

Durch den Verlust von HRT sieht der FOTA-Vorsitzende Martin Whitmarsh die Position der Teamvereinigung nicht geschwächt - Doch Verstöße gegen die Kostenbremse?

Martin Whitmarsh (Teamchef)
Martin Whitmarsh sieht die Teamvereinigung in einer guten Position
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Entgegen dem urpsrünglich in den Statuten festgeschriebenen jährlichen Wechsel an der Spitze der Teamvereingung FOTA, wird McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh ein weiteres Jahr als Vorsitzender agieren. Der Brite will die Arbeit der vergangenen Monate fortsetzen, vor allem im Bereich der kostensenkenden Maßnahmen. Der Abschied von HRT aus der FOTA wirkt sich offenbar nicht aus.

"HRT hat die obligatorischen Mitgliedsbeiträge nicht gezahlt - so einfach ist das", wird Whitmarsh von 'Autosport' zitiert. Der McLaren-Teamchef widerspricht somit der Darstellung von HRT-Teamchef Colin Kolles. Der Deutsch-Rumäne hatte erklärt, sein Team sei aus der FOTA ausgetreten, weil man die Belange kleiner Teams nicht ausreichend vertreten sah.

"Man muss sich nur die Kommentare von Tony Fernandes anhören, der selbst Vertreter eines der kleinen Teams ist. Somit wird deutlich, wie wichtig eine FOTA-Mitgliedschaft für alle ist", kontert Whitmarsh die HRT-Darstellung. Der Lotus-Teamchef hatte sofort nach dem HRT-Abschied betont, dass er voll und ganz hinter der Teamvereinigung stehe.

"Ich bin davon überzeugt, dass die FOTA auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen wird", sagt Whitmarsh und meint damit beispielsweise die Themen Sicherheit, Umweltschutz, Medienfreundlichkeit "und an allererster Stelle Fannähe". Gemeinsam mit Rechteinhaber FOM und Automobil-Weltverband FIA werde man konsequent am Erreichen der Ziele arbeiten.

Colin Kolles
HRT-Teamchef Colin Kolles will von der FOTA nichts mehr wissen
© xpb.cc

"Die Formel 1 ist ein wunderbarer Sport. Alle FOTA-Mitglieder sind fähig, den gegenseitigen Wettbewerb auf der Strecke und den gemeinsamen Willen zur Verbesserung des Sports unter einen Hut zu bekommen", sagt Whitmarsh, der allerdings vor großen Aufgaben steht. Vor allem die freiwillige Kostenbeschränkung RRA (Resource-Restriction-Agreement) ist derzeit in der Diskussion.

"Wir unterstützen dieses Konzept, Martin hat diesbezüglich tolle Arbeit geleistet", sagt Renault-Teamchef Eric Boullier. "Es gibt noch Gegenwind. Wir müssen herausfinden, warum das so ist. Wir alle haben eine bindende Vereinbarung unterzeichnet. Jetzt müssen wir diesen Weg nur bis zum Ende weitergehen", so der Franzose. Zuletzt war die Vermutung aufgekommen, Red Bull könnte die Grenzen des RRA 2010 überschritten haben.

"Ja, auch ich habe die Befürchtung, dass einige Teams die Grenzen nicht respektiert haben könnten", so Boullier zu den im Raum stehenden Vorwürfen in Richtung Weltmeisterteam. "Aber die FOTA hat die Möglichkeit herauszufinden, ob es solche Probleme tatsächlich gibt. Es gibt ein Prüfungsverfahren. Wir werden also bald wissen, was richtig und was falsch ist."

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