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Di Montezemolo: Kehrt der "alte Michael" 2011 zurück?

Dem "alten Michael Schumacher" würde Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo jederzeit einen dritten Rennwagen anbieten, dem "Zwilliing" hingegen nicht

Luca di Montezemolo (Präsident)
Luca di Montezemolo sieht in Fernando Alonso eine klare Verstärkung für Ferrari
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Den Fahrertitel hat Ferrari in diesem Jahr nicht erobert, doch mit der Leistung seines Rennstalls ist Luca di Montezemolo trotzdem zufrieden. Felipe Massa hatte 2010 zwar nicht gerade sein bestes Jahr in Rot, doch speziell Neuzugang Fernando Alonso machte dem Ferrari-Präsidenten sehr viel Freude. Vom Comeback des Rekord-Weltmeisters Michael Schumacher ist der Italiener indes enttäuscht.

"Im vergangenen Jahr habe ich gesagt, es sei Michaels Zwilling, der das Comeback wagt, nicht der echte Michael. Heute muss ich sagen: Es war ein Fehler", wird di Montezemolo von 'Auto Bild motorsport' (Jetzt abonnieren!) zitiert. "Michael ist bestimmt nicht glücklich mit der Leistung seines Zwillings. Sollte es doch mal einen dritten Ferrari geben, würde ich ihn jederzeit dem alten Michael Schumacher geben."

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"Dem Zwilling nicht", stellt der Ferrari-Präsident am Rande seines Mediendinners in Maranello klar. Und was traut er "Schumi" 2011 zu? "Schwer zu sagen, ob der alte Michael nächstes Jahr wieder kommt. In diesem Jahr war der Mercedes nicht konkurrenzfähig, Rosberg war schneller. Aber ich erwarte ein besseres Auto 2011 und einen Schumacher, der mindestens aufs Podest fährt."

Eben dort wurde Sebastian Vettel in der abgelaufenen Saison sehr oft vorstellig - letztendlich sicherte sich der Red-Bull-Pilot auch den WM-Titel. Di Montezemolo ist begeistert vom Deutschen: "Ich mag ihn. Er ist unglaublich jung. Deshalb glaube ich, dass die Fehler, die er gemacht hat, sehr nützlich für ihn gewesen sind, um sich weiter zu verbessern. Er ist ein netter Typ, schnell und sehr intelligent."

Die Niederlage im WM-Kampf bezeichnet di Montezemolo dennoch als "verschossenen Elfmeter, bei dem nicht einmal ein Torwart im Tor stand". Trotzdem sei er stolz auf sein Team. "Die Aufholjagd während der Saison war fantastisch. Geben wir doch zu, dass zur Saisonmitte in Valencia keiner einen Euro auf uns gesetzt hätte. Keiner, außer Fernando" - und auf diesen hält er große Stücke.

"Fernando ist auf und neben der Strecke ein Gewinn für Ferrari. Er hat sich sehr gut ins Team eingefügt und ist sehr oft in Maranello", erläutert der Präsident der Scuderia. "Ich mag Fahrer, die sich nicht zu schade sind, auch ab und zu unsere Straßenautos zu testen." Ab Februar 2011 gilt der Fokus aber wieder der Formel 1: "Das neue Auto soll vom ersten Rennen an das schnellste sein."

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