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Trotz Massas Regelverstoß: Spa-Ergebnis bleibt

02. September 2010 - 11:24 Uhr

Obwohl Felipe Massas Startposition in Spa-Francorchamps nicht korrekt war, hat der Ferrari-Pilot keine nachträgliche Strafe zu befürchten

Felipe Massa
Felipe Massa darf seinen vierten Platz vom vergangenen Wochenende behalten
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Wie im Internet aufgetauchte Amateurvideos bei YouTube beweisen, hat Felipe Massa am Sonntag in Spa-Francorchamps einen klaren Regelverstoß begangen. Denn der Ferrari-Pilot nahm nach der Aufwärmrunde nicht die richtige Startposition ein, sondern stand deutlich vor der für ihn vorgesehenen Markierung.

"Das Problem wurde dem FIA-Renndirektor nicht vorgelegt, weder von den Streckenposten noch vom automatischen Frühstartsystem. Dadurch konnte keine für einen Frühstart angemessene Strafe ausgesprochen werden", erklärt eine FIA-Sprecherin auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com'. "Weil vor der Veröffentlichung des offiziellen Ergebnisses am Sonntagabend keine weiteren Informationen oder Beschwerden eingegangen sind, bleibt das Ergebnis des Grand Prix von Belgien unverändert."

Bei Ferrari ist man mit dieser Einschätzung naturgemäß zufrieden: "Das Ergebnis ist offiziell. Mehr haben wir dazu nicht zu sagen", lässt ein Sprecher der Scuderia auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com' ausrichten. Doch dass Strafen theoretisch auch nachträglich ausgesprochen werden können, beweisen zwei noch recht junge Präzedenzfälle: Fuji 2007 und die "Liegate"-Affäre um Lewis Hamilton in Australien 2009.

Fuji 2007 war sogar ganz ähnlich wie der Fall Massa, denn damals bewies ebenfalls ein YouTube-Video, dass Lewis Hamiltons Verhalten hinter dem Safety-Car nicht korrekt war. Die FIA-Kommissare sprachen eine Woche später in Schanghai zwar keine Strafe aus, durchleuchteten den Fall aber gründlich. In Melbourne 2009 wurde Hamilton sogar nachträglich disqualifiziert. Der McLaren-Pilot verlor damals seinen dritten Platz.

Was den Zwischenfall in Spa-Francorchamps angeht, so ist dieser für die FIA erledigt. Allerdings kündigt der Weltverband Maßnahmen an, damit sich so etwas nicht wiederholen kann: "Die FIA untersucht die Gründe für die offensichtlichen Kommunikationsfehler mit der Rennleitung, um sicherzustellen, dass eine Wiederholung nicht möglich ist." Welche Maßnahmen das sein werden, ist derzeit aber nicht bekannt.

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