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Lauda: "Sebastian muss noch lernen"

10. September 2010 - 13:21 Uhr

Ex-Formel-1-Weltmeister Niki Lauda sieht Sebastian Vettel in einer guten Entwicklung, aber Lewis Hamilton im Vorteil: "Fernando Alonso ist der Beste von allen"

Sebastian Vettel und Niki Lauda
Niki Lauda sieht Sebastian Vettel in einem anhaltenden Lernprozess
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Formel-1-Weltmeisterschaft 2010 biegt mit dem letzten Europarennen des Jahres in Monza endgültig auf die Zielgerade ein. Fünf Piloten werden noch als mögliche Titelkandidaten gehandelt, an der Spitze bieten sich Lewis Hamilton und Mark Webber aktuell ein enges Duell. Sebastian Vettel ist nach zwei enttäuschenden Rennen in Ungarn und Belgien zwar etwas zurück, aber im Titelfight nicht chancenlos.

"Sebastian ist schnell, aber er braucht noch etwas Zeit", sagt Ex-Weltmeister Niki Lauda in der spanischen Zeitung 'El Pais'. "Er muss lernen und seine Fehlerquote senken. Lewis Hamilton ist heutzutage schon erheblich weiter. Obwohl er immer sehr aggressiv zu Werke geht, macht er nur wenige Fehler", erklärt der Österreicher.

Trotz der fahrerischen Qualitäten des Briten sieht Lauda eher Mark Webber auf Titelkurs. "Red Bull hat vor allem mit Sebastian viele Punkte liegen lassen. Aber sie haben nach wie vor das schnellste Auto, das es zu schlagen gilt. McLaren ist nicht konstant genug, Ferrari auch nicht." Trotz der jüngsten Streitereien zwischen Lauda und seinem Ex-Team Ferrari hat der Österreicher auch Fernando Alonso auf der Rechnung.

"Ich habe mit ihm überhaupt keine Probleme. Aus meiner Sicht ist er ganz klar der aktuell beste Pilot in der Formel 1", sagt Lauda über den Spanier. "Es gibt niemanden wie ihn. Weder Vettel oder Hamilton, noch andere Fahrer können da mithalten. Ich kritisiere ihn für seine Machenschaften bei McLaren und nun für die Teamorder bei Ferrari."

"Man kann sich doch nicht nach den Dingen in Hockenheim hinstellen und so tun, als ob auf der Strecke überhaupt nichts passiert wäre", meint der Ex-Champion. "Er wollte den Leuten weismachen, dass er gar nichts von den Vorgängen und Direktiven seitens der Teamleitung gewusst hätte. Das habe ich kritisiert - sonst nichts."

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