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Horner: "Adrian ist ein Freigeist"

08. September 2010 - 08:39 Uhr

Teamchef Christian Horner über Stardesigner Adrian Newey und weshalb sich der Brite bei Red Bull überaus viele Freiheiten herausnehmen darf

Adrian Newey (Technischer Direktor)
Im britischen Goodwood pilotierte Adrian Newey 2010 einen Red-Bull-Rennwagen
© A. Hone/Getty Images

(Motorsport-Total.com) - In den vergangenen Jahren hat Adrian Newey schon viele Siegerautos entworfen - und auch die Red-Bull-Rennwagen aus der Feder des Briten fahren seit 2009 regelmäßig um Pole-Positions und Podien. Laut Teamchef Christian Horner kommt dieser Erfolg aber keineswegs von ungefähr. Vielmehr lasse Red Bull seinem Designchef die nötigen Freiheiten, damit dieser sich vollkommen entfalten könne.

Dies bekräftigt Horner im Gespräch mit der 'Sportwoche' und erklärt: "Adrian ist sein eigener Herr und er braucht die Freiheit. Zumindest bei McLaren hatte er sie nicht. Wir geben sie ihm", so der Teamchef von Sebastian Vettel und Mark Webber. Selbst die Rennausflüge des Hobbypiloten Newey stören den Rennbetrieb bei Red Bull nicht im Geringsten, wie Horner vor dem Monza-Event zu Protokoll gibt.

Newey hatte vor wenigen Wochen im britischen Snetterton an einem Amateurrennen teilgenommen und war im Ginetta-G50-Cup mit zwei anderen Teilnehmern kollidiert. Dabei knallte der Stardesigner mit seinem Fahrzeug in die Streckenbegrenzung, musste aus dem Auto geborgen werden und anschließend im Krankenhaus untersucht werden. Dort wurden keine Verletzungen festgestellt.

Für Horner ist selbst dieser Crash kein Grund, Newey in seinen Freiheiten einzuschränken: "Adrian ist ein eifriger Amateurrennfahrer - und ein Freigeist. Er ist am Steuer sehr kompetent und hatte bei seinem Unfall viel Pech. Es liegt doch an ihm, was er in seiner Freizeit macht", findet der Red-Bull-Teamchef. "Je mehr du jemanden einschränkst, desto weniger ausgefüllt ist er - und der Frust steigt."

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