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Domenicali: "Teamorder-Regel muss angepasst werden"

09. September 2010 - 11:35 Uhr

Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali begrüßt, dass die FIA das Teamorder-Verbot neu überdenken will: "Ein wichtiger Schritt zu mehr Transparenz"

Martin Whitmarsh (Teamchef), Stefano Domenicali (Teamchef)
Stefano Domenicali spricht sich für eine Anpassung des Reglements aus
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali nahm in Begleitung der beiden Anwälte Henry Peter und Nigel Tozzi persönlich an der Anhörung des FIA-Weltrats zur Stallorder-Affäre von Hockenheim teil. Die Scuderia nehme "die Entscheidung des Weltrats zur Kenntnis, mit der die Entscheidung der Rennleitung vom Deutschen Grand Prix bestätigt wurde", sagte er danach im 'BBC-Interview'.

Ferrari muss zwar die bereits nach dem Rennen in Hockenheim verhängte Geldstrafe von 100.000 US-Dollar zahlen und auch für die Verfahrenskosten der FIA aufkommen. Doch ansonsten hat die Affäre für die "Roten" keine weiteren Auswirkungen. Das Thema Teamorder wird die FIA und die Formel 1 aber weiter beschäftigen. Denn der Weltrat will nun die Arbeitsgruppe Sport damit beauftragen, sich den entsprechenden Artikel genauer anzuschauen und ein Verbot nochmals zu überdenken.

"Wir würdigen wirklich die Tatsache, dass der Weltrat mit in Betracht zieht, dass die Regel angepasst und wesentlich klarer gemacht werden muss", sagte Domenicali. "Das ist ein sehr wichtiger Schritt hin zu mehr Transparenz. Und das schätzen wir sehr hoch ein. Es ist wichtig, zu 100 Prozent transparent zu sein. Und das ist das Positive des heutigen Tages."

Nach der Affäre von Hockenheim waren einige Stimmen laut geworden, die Stallorder wieder ganz zu erlauben. Denn schließlich finde sie in der Formel 1 immer wieder statt, die meisten stellten sich dabei nur klüger an als Ferrari. Viele Fans halten Teamorder jedoch für den Sargnagel des Sports und wollen keine Schiebereien auf der Rennstrecke. Doch das scheint Domenicali anders einzuschätzen. So antwortete er auf die Anmerkung des 'BBC'-Reporters, dass es den Zuschauern nicht gefallen habe, was sie in Hockenheim gesehen haben: "Vielleicht haben Sie mit Engländern gesprochen. Es gab viele Italiener, die sehr zufrieden waren."

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