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Bridgestone: Emotionaler Abschied aus Europa

09. September 2010 - 17:39 Uhr

Für Bridgestone steht der letzte Formel-1-Auftritt in Europa an - In Monza stehen Bremszonen und Reifendrücke im Fokus

Mit Bridgestone-Gummi soll das Ferrari-Pferd in die Hufe kommen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - "Für uns wird es ein emotionaler letzter Formel-1-Auftritt in Europa", sagt Bridgestone-Motorsportchef Hiroshi Yasukawa vor dem Grand Prix in Monza. "Italien hat eine reiche Motorsporttradition, an der Bridgestone in den vergangenen Jahren teilhaben durfte. Wir haben in Italien eine große Fabrik, eine Vermarktungsabteilung, ein Technologiezentrum und eine Teststrecke nahe Rom. Wir wollten in der Formel 1 unsere Markenbekanntheit in Europa steigern. Das ist uns gerade mit Rennen wie in Monza nachhaltig gelungen."

Aus sportlicher Sicht kommt beim letzten Europarennen des Jahres eine besondere Herausforderung auf die Japaner zu. "Dass alle Teams mit wenig Downforce fahren, hat natürlich Einfluss auf die Reifen", sagt Bridgestone-Entwicklungschef Hirohide Hamashima. "Es ist konstant guter mechanischer Grip gefragt, außerdem muss die Bremsstabilität stimmen."

Der Japaner geht davon aus, dass sich mancher Formel-1-Pilot in den harten Bremszosen vor den Schikanen einen Bremsplatten einhandeln könnte. "Die Teams müssen eine gute Gewichtsverteilung hinbekommen, um das Bremsen zu erleichtern. Die langen Geraden sind auch aus Reifensicht interessant. Sie helfen dabei, die Reifen abzukühlen, aber wenn der Druck nicht stimmt, dann wird es schnell mal zum Problem", so Hamashima. "Mit zu wenig Druck ergibt sich mehr Widerstand und somit eine höhere Temperatur im Reifen. Darunter leidet dann auch der Grip."

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