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Red Bull tappt noch im Dunkeln

27. August 2010 - 17:15 Uhr

Weil das Wetter in Spa-Francorchamps am Freitag verrückt spielte, weiß Red Bull die eigene Konkurrenzfähigkeit noch nicht einzuschätzen

Sebastian Vettel
Sebastian Vettel fuhr in keinem der beiden Trainings unter die besten Drei
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Zwar ist der zweite Sektor der 7,004 Kilometer langen Strecke in Spa-Francorchamps wie für den aktuellen Red-Bull-Renault RB6 maßgeschneidert, doch die langen Geraden im ersten und dritten Sektor passen überhaupt nicht zum von Adrian Newey geschnürten Aerodynamikpaket. Dennoch verlief der heutige Trainingsauftakt zufriedenstellend.

"Bei solchen Bedingungen ist es immer schwierig", geht Sebastian Vettel auf den Regen ein. "Fahrzeit und Reifen sind begrenzt. Wir wären gerne mehr gefahren, aber wir haben nicht so viele Regenreifen. Die Wettervorhersage für den Rest des Wochenendes ist auch schlecht, daher muss man damit ein bisschen haushalten. Die Balance fühlt sich gut an, aber das ist bei wechselnden Bedingungen schwierig einzuschätzen. Für Samstag und Sonntag haben wir noch einiges an Arbeit vor uns."

Der Deutsche belegte im Regentraining am Vormittag den vierten und am Nachmittag bei abtrocknenden Bedingungen den sechsten Platz. Rückstand auf Spitzenreiter Fernando Alonso: 0,657 Sekunden. Teamkollege Mark Webber landete auf Rang 18, macht sich deswegen aber keine Sorgen. Als die Strecke in den Schlussminuten immer besser wurde, ging der WM-Führende nicht mehr ernsthaft auf Zeitenjagd.

"Wegen der wechselnden Bedingungen war heute ein durchwachsener Tag", sagt Webber, "aber ein guter für uns. Wir sammelten gute Informationen, die wir nun analysieren können, und ich freue mich auf morgen. Es gibt ein paar schnelle Jungs, aber wir sind auch nicht langsam! Einzuschätzen, was die anderen bei diesem Wetter gemacht haben, ist schwierig. Die Strecke ist aber wunderbar, etwas Besonderes. Heute haben wir sie unter allen möglichen Bedingungen erlebt."

Außerdem erlebte der Routinier eine kleine Schrecksekunde, als er im zweiten Freien Training nach La Source plötzlich langsam wurde. Doch Webber erkundigte sich bei seinem Renningenieur, ob mit dem Motor alles okay ist, und beschleunigte anschließend wieder. Möglicherweise war im Cockpit ein Warnsignal angegangen, das sich dann allerdings als Fehlalarm herausstellte. Seitens des Teams gab es dazu bisher keine Auskunft.

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