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Ecclestone und Schumacher pro Teamorder

26. August 2010 - 10:13 Uhr

Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone und Mercedes-Pilot Michael Schumacher sind für eine Abschaffung des Teamorder-Verbots

Bernie Ecclestone
Bernie Ecclestone ist für eine Abschaffung des Teamorder-Verbots
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Seit der umstrittenen Ferrari-Teamorder von Hockenheim wird in der Formel 1 wieder heiß über eine Abschaffung des Teamorder-Verbots diskutiert. Wirklich nachprüfbar sei dieses ohnehin nicht, argumentieren viele Experten, also solle man den Fans wenigstens Schmierenkomödien ersparen und ihnen gleich die Wahrheit auftischen.

Diese Meinung vertritt auch Bernie Ecclestone: "Die Formel 1 ist ein Teamsport", sagt der Formel-1-Geschäftsführer im Interview mit 'formula1.com'. "Das sieht man ja schon an der Kleidung der Teammitglieder, die bei allen gleich ist. Also sollten sie auch im Interesse des Teams an einem Strang ziehen. Darum bin ich gegen das Verbot der Teamorder, denn wir sprechen hier von teaminternen Entscheidungen."

Die einzige Art von Teamorder, die verboten bleiben sollte, sind seiner Meinung nach Absprachen, die mehrere Teams betreffen, wie das etwa beim WM-Finale in Jerez 1997 der Fall war: "Die einzigen Kollusionen, die meiner Meinung nach nicht toleriert werden können, sind solche, die zum Nachteil einer dritten Partei führen", erklärt Ecclestone und übergibt das Wort an seinen Gesprächspartner Michael Schumacher: "Was denkst du, Michael?"

Der Mercedes-Pilot, der selbst schon oft von einer Teamorder profitiert hat, entgegnet: "Mark Webber und Sebastian Vettel in der Türkei hatte auch ein bisschen den Geruch einer Teamorder, oder auch Nico Rosberg, als er in Hockenheim länger draußen blieb. Aber sind das wirklich Teamorder? Nein, ich finde nicht." Außerdem betont der siebenfache Weltmeister: "Man sollte nur Dinge regulieren, die auch kontrolliert werden können."

Der Motorsport-Weltrat der FIA wird sich am 8. September mit den Fragen befassen, a) ob und wie Ferrari weiter bestraft werden soll und b) wie man in Zukunft mit dem Teamorder-Verbot umgehen soll. Gut möglich, dass der entsprechende Passus im Reglement geändert wird. Für Ferrari würde das aber zu spät kommen, denn als Felipe Massa und Fernando Alonso in Hockenheim ihre Plätze getauscht haben, war das Teamorder-Verbot noch in Kraft.

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