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Vettel mit Podium zufrieden

25. Juli 2010 - 19:02 Uhr

Bei seinem Heimrennen auf dem Hockenheimring freute sich Sebastian Vettel über Rang drei - Red-Bull-Teamkollege Mark Webber hatte Probleme mit der Ölversorgung

Sebastian Vettel
Sebastian Vettel ließ sich von den deutschen Fans auf dem Podest feiern
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Im Qualifying konnte Sebastian Vettel noch die beiden Ferrari bei seinem Heimspiel in Hockenheim schlagen. Doch gleich am Start fiel der Red-Bull-Pilot hinter die beiden Roten zurück. Vettel blieb zwar in Schlagdistanz, hatte aber keine Chance auf einen Angriff. Teamkollege Mark Webber musste in der zweiten Rennhälfte mit Problemen an der Ölversorgung kämpfen und rettete noch Platz sechs.

Ein Podium beim Heimrennen ist immer ein gutes Resultat. Nach der Pole-Position hatten aber viele Fans auf einen Sieg gehofft. Die entscheidende Szene passierte gleich auf den ersten Metern. "Normalerweise starten wir gut und ich bin mir nicht so sicher, was heute passiert ist", schildert Vettel. "Ich hatte viel Grip und ließ die Kupplung kommen. Leider verzettelte ich mich und die Beschleunigung auf den ersten fünf bis zehn Metern war schwach. Ich hatte trotzdem Glück, dass mir der Motor nicht abgestorben ist. "

"Ich habe den ganzen Schwung verloren, weshalb es gegen Fernando Alonso eng wurde. Er war schon neben mir. Es gab keine Chance vor ihm zu bleiben, aber plötzlich wurde ich von Felipe Massa überrascht, der auf der linken Seite an mir vorbei flog. Anschließend hatten wir dann aber ein gutes Rennen."

Dabei musste Vettel mit einem Formel-1-Problem leben: "Je näher ich dem Auto vor mir kam, desto mehr verloren die Reifen Grip und ich bekam leichtes Graining. Trotzdem denke ich, dass Ferrari pro Runde um ein bis zwei Zehntelsekunden schneller war. Es war schwierig ihr Tempo zu halten. Gegen Rennende konnten wir aber wieder etwas aufholen." Vettel drehte im letzten Umlauf noch die schnellste Runde und unterstrich damit wieder, wie gut der Red Bull mit wenig Sprit läuft.

Anschließend durfte sich der 23-Jährige auf dem Podest von seinen zahlreichen Fans feiern lassen. "Wir sind Dritter geworden und ich denke, wir können darauf stolz sein. Wir haben heute das Maximum herausgeholt. Es war sehr schön auf dem Podium zu stehen. Es ist sehr speziell beim Heimrennen und es war großartig, all die Leute zu sehen. Jeder hat gejubelt, deshalb war es ein schöner und emotionaler Moment."

Vor zwei Wochen war Webber noch der gefeierte Sieger in Silverstone. In Deutschland reichte es nach technischen Problemen nur zu Rang sechs. Damit sind die beiden Red-Bull-Piloten in der WM-Wertung punktegleich. "Der erste Teil des Rennens war recht unterhaltsam, da ich einen guten Kampf mit Lewis Hamilton hatte. Er hat auf den weichen Reifen nicht so sicher gewirkt und eigentlich hat er mich aufgehalten", so der Australier.

"Als ich meinen Boxenstopp absolvierte, ging ich eigentlich davon aus, dass er zeitgleich mit mir kommen würde. Aber er blieb noch eine Runde länger draußen. Meine Jungs haben gut gearbeitet, aber ich bin in Verkehr gekommen. Wir haben dabei leider auf Lewis verloren. Jenson Button hat eine andere Strategie gewählt und konnte mich damit überholen."

Die zweite Rennhälfte über wurde Webbers Bolide von Problemen an der Ölversorgung geplagt. Der 33-Jährige wurde über Funk angewiesen, harte Bremsmanöver zu vollziehen. "Aufgrund des Problems musste ich mich darauf konzentrieren, das Auto ins Ziel zu bringen. Ich habe heute zwar nicht vorne gekämpft, aber ich werde bald zurück sein. An der Spitze ist es sehr konkurrenzfähig derzeit, so soll es ja auch sein."

Mit diesem Ergebnis konnte Red Bull keinen entscheidenden Boden auf McLaren gutmachen. Teamchef Christian Horner zieht Bilanz: "Das Rennen wurde vom Start diktiert. Leider ist Sebastian auf Rang drei zurückgefallen. Mit Mark sind wir beim Boxenstopp ein kalkuliertes Risiko eingegangen. Leider ist er hinter Nico Rosberg hängen geblieben. Mit dem Ölproblem hat er aber einen tollen Job geleistet und das Auto ins Ziel gebracht."

Natürlich hat auch Horner seine Meinung über die Vorfälle bei Ferrari. "Es ist überraschend, was dort passiert ist. Es hat nach Stallregie ausgesehen. Wenn es so war, ist es eine Schande für die Formel 1 und alle Fans, die ein Rennen zwischen den beiden Ferrari sehen wollten."

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