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Sutil über Zukunft: "Wichtig, dass es vorangeht"

31. Juli 2010 - 20:42 Uhr

Noch besitzt Adrian Sutil keinen Vertrag für die kommende Saison, doch die Alternativen zu Force India sind stark begrenzt

Vijay Mallya (Teameigentümer), Adrian Sutil
Adrian Sutil mit seinem Teamchef: Auch 2011 im indischen Rennstall?
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Für Adrian Sutil läuft es nach einer guten Saison im vergangenen Jahr auch in dieser Saison wieder recht gut. Doch um Siege wird Force India in der nahen Zukunft aller Voraussicht nach nicht fahren können, das weiß natürlich auch der Deutsche. Und deswegen prüft er mögliche andere Optionen - zuletzt wurde der Name Renault herumgereicht.

"Im Moment habe ich noch keinen Vertrag", so der 27-Jährige. "Ich habe hier eine Option. Mal sehen, ob das Team mit mir glücklich ist, was für mich möglich ist. Aber natürlich schaut man sich um. Ich fühle mich hier sehr wohl."

Doch der Wohlfühlfaktor ist nicht das einzige, was für den Rennfahrer zählt: "Für mich ist es wichtig, dass es vorwärts geht. Bislang bin ich in der Weltmeisterschaft Zehnter, natürlich muss man sich nach vorne orientieren. Man muss erst einmal ein Team finden, das einem etwas Besseres bieten kann. Fast die ganzen Top-Teams sind leider zu. Somit reduzieren sich die Chancen ein bisschen."

Unabhängig davon sei es wichtig, "die Augen offen zuhalten": "Aber jetzt möchte ich zunächst einmal die Resultate erzielen, um den zehnten Platz zu behalten. Ich bin entspannt, genieße meine Saison, denn es ist bisher meine beste. Ich kann regelmäßig in die Punkte fahren. Das war mein Ziel. Kommendes Jahr wollen wir das verbessern. Ob das hier ist, oder sonst wo, lasst uns schauen, was schlussendlich passiert. Es ist zu früh zu sagen, in welche Richtung es kommendes Jahr geht."

Sieht er nicht die latente Gefahr, zu lange im Team zu bleiben, und damit unattraktiv für andere Rennställe zu werden? "Das kann schon sein, aber das hängt von deinen Ergebnissen ab. Wenn die Ergebnisse stimmen, dann wollen dich die Teamchefs. Dann werden sie sich anstrengen, um dich aus diesem Team herauszubekommen. Sie werden sicherlich keine Angst davor haben, jemanden zu fragen, selbst wenn er zehn Jahre lang im Team war."

"Aber natürlich werde ich darüber nachdenken. Das hängt aber davon ab, was der Markt bietet. Man muss natürlich an seine Karriere denken, was das Beste für deine Karriere ist. Die Entscheidung, die man trifft, ist sehr kritisch, denn vielleicht unterzeichnet man für drei Jahre. Wenn man sich nicht sicher ist, dass sie besser sind als das Team, in dem du aktuell bist, dann solltest du das nicht tun. Dessen muss man sich sicher sein, im Moment ist das jedoch schwierig."

Kann sich Sutil vorstellen, in einem Team einen Nummer-2-Vertrag zu unterschreiben? "Das hängt davon ab, wo man hingeht. Wenn man zu Ferrari geht, dem besten Team im Fahrerlager, so ist es besser, Zweiter zu werden, als in einem anderen Team Zehnter. Das ist meine Meinung. Aber ich würde sicherstellen, dass das nicht für immer so ist."

Er sei sich auch gar nicht sicher, ob es solche Verträge aktuell überhaupt noch gibt: "Das war vielleicht vor ein paar Jahren noch der Fall, mit ein paar bestimmten Fahrern. Ich denke jedoch, dass das zu einem weniger großen Problem geworden ist. Das, was auf dem Hockenheimring passiert ist, war eine schlechte Sache, das war zu offensichtlich."

Es sei jedoch nach wie vor üblich, dass sich ein Team irgendwann auf einen Fahrer konzentriert: "So etwas passiert für gewöhnlich in der zweiten Saisonhälfte, denn da schaut das Team, wer in der Lage ist, die Meisterschaft zu gewinnen. Dann ist es klar, dass man eine Teamorder ausspricht."

"Ich glaube jedoch nicht, dass es hier allzu viele Teams gibt, in denen ein klarer Nummer-1- und Nummer-2-Fahrer existiert. Bei Ferrari hatten am Anfang beide Fahrer dieselbe Chance, aber Fernando Alonso hatte bisher eine sehr gute Saison. Also ist er im Hinblick auf die Weltmeisterschaft die Nummer eins."

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