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Schumacher ernüchtert: "Es sieht nicht gut aus"

30. Juli 2010 - 19:14 Uhr

Michael Schumachers bisherige Comeback-Saison verläuft enttäuschend - am Hungaroring dürfte es für Mercedes sogar noch düsterer aussehen als sonst

Michael Schumacher
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Mercedes kommt derzeit nicht vom Fleck: eine Enttäuschung folgt der nächsten. Auch am Hungaroring sieht es nach dem ersten Trainingstag nicht so aus, als könnte sich die Mannschaft von Teamchef Ross Brawn aus dem Tief befreien, obwohl man wie schon in Hockenheim zahlreiche Updates im Gepäck hat. Diesmal soll es der neue Unterboden richten, doch Michael Schumacher und Nico Rosberg, die normalerweise zumindest am Freitag relativ konkurrenzfähig sind, mussten mit den Positionen zehn und 13 Vorlieb nehmen.

Dementsprechend wenig erwartet sich Michael Schumacher vom restlichen Wochenende. Der Rekordweltmeister zeigt sich über die Leistung seines Mercedes-Boliden ernüchtert: "Wenn ein Auto funktioniert, dann funktioniert auch die Runde - leider sieht unser Auto hier nicht sehr gut aus." Und zwar unter keinen Bedingungen: "Weder die Longruns, noch die schnellen Runden sahen besonders gut aus."

Die erste Saisonhälfte von Schumachers Comeback-Saison ging bereits gründlich daneben - in Ungarn rechnet er sogar noch mit einem weiteren Schritt zurück: "Fakt ist, dass wir sicher nicht so schnell sind wie normal, zumindest an den Freitagen. Also werden wir herausfinden, ob wir die Gründe dafür finden, oder ob es einfach eine... Charakterfrage ist."

Was genau dem Mercedes-Team das Leben so schwer macht, weiß der 41-Jährige nicht: "Wenn ich das wüsste, dann hätte ich das Problem nicht." Nun wollen man die Daten genau untersuchen, um dies herauszufinden. "Unser Paket ist besser als in Silverstone, aber vielleicht passt es nicht zur Strecke", mutmaßt Schumacher.

Der Kerpener will die Hoffnung trotz des bitteren Auftakts und eines Rückstands von 1,7 Sekunden auf Leader Sebastian Vettel nicht aufgeben: "Wir müssen das Auto an die Strecke anpassen und hoffen natürlich, dass es morgen und am Sonntag besser läuft." Sehr viel Optimismus lässt sich aus Schumachers Aussagen allerdings nicht ableiten.

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