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Minardi: "Ich bin für Stallregie"

29. Juli 2010 - 14:07 Uhr

Der ehemalige Teameigner Giancarlo Minardi spricht sich für eine Stallregie in der Formel 1 aus und kann die Hockenheim-Situation durchaus nachvollziehen

Giancarlo Minardi
Giancarlo Minardi versteht, weshalb Ferrari in Hockenheim die Plätze tauschen ließ
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Beim Großen Preis von Deutschland 2010 hatte Ferrari eine komfortable Doppelführung inne, doch die Reihenfolge der beiden Piloten schien dem italienischen Rennstall nicht ganz zu behagen: Nach zwei Dritteln kam es schließlich zum Platztausch zwischen Felipe Massa und Fernando Alonso, wobei letzterer schließlich als Sieger ins Ziel kam. Giancarlo Minardi hat Verständnis für diesen Vorgang.

"Fernando war klar schneller als Felipe. Außerdem ist offensichtlich, dass Ferrari die Saison nur dadurch auf Kurs bringen kann, wenn sie einem Fahrer ihre Unterstützung zukommen lassen", sagt der frühere Teameigner bei '422race.com'. "Im Augenblick kann nur Alonso um den Titel kämpfen, denn Massa ist außen vor. Gleichwohl muss ich sagen: Massa hat ein starkes Rennen gezeigt."

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Dennoch: Für Minardi steht vollkommen außer Frage, dass sich die Rennställe der Formel 1 gewisser Hilfsmittel bedienen müssen: "Ich bin für Stallregie, denn ich kann nicht verstehen, wie ein Team ohne Teamorder auskommen kann. Letztendlich kann nur einer gewinnen und das sollte der Beste sein", meint der 62-Jährige. Die hohe 100.000-Dollar-Strafe gegen Ferrari hält Minardi für "überzogen".

"In den vergangenen Rennen haben andere Teams doch genau das Gleiche veranstaltet: McLaren und Red Bull gaben ihren Fahrern durch, dass sie zu viel Sprit verbrauchen würden, wodurch die jeweiligen Teamkollegen begünstigt wurden und überholen konnten", so Minardi. "Erzählt mir nicht, dass so etwas nicht auch bei anderen Teams vorkommt. Das gehört nun einmal zur Strategie dazu."

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