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Hamilton: "Bei uns herrscht Respekt"

20. Juli 2010 - 14:43 Uhr

Lewis Hamilton hat bei der Verleihung der Bandini-Trophy ein weiteres Mal betont, dass bei McLaren kein Stallkrieg ausbrechen wird

Jenson Button, Lewis Hamilton
Lewis Hamilton und Jenson Button pflegen einen professionellen Umgang
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton ist sich sicher, dass es bei McLaren nicht zu solchen Schwierigkeiten kommen wird, wie sie bei Konkurrent Red Bull in dieser Saison passiert sind. Zuletzt beim Heimrennen in Silverstone vergrößerte der Weltmeister von 2008 seinen Vorsprung auf Teamkollege Jenson Button auf 12 Punkte. Im Anschluss daran brachte der amtierende Champion den 25-Jährigen im Privatauto nach Hause.

"Er hat mich letzte Woche heimgebracht und ich würde das Gleiche auch für ihn tun", sagt Hamilton im Gespräch mit 'Reuters'. Trotzdem gibt er unumwunden zu, dass die beiden nicht die besten Freunde sind und viel Freizeit miteinander verbringen. "Nein, aber es gibt Respekt", stellt Hamilton klar.

Nach einem turbulenten Saisonauftakt holte der McLaren-Star schließlich starke Ergebnisse und eroberte die WM-Spitze. Dabei findet er: "Es ist komisch. Ich hatte nun vier solide Rennen, habe zweimal gewonnen und wurde zweimal Zweiter. Trotzdem beträgt mein Vorsprung nur 12 Punkte. Wir werden sehen, wie es weitergeht, aber ich wäre glücklicher, wenn ich den Abstand vergrößern könnte."

Für Hockenheim schiebt Hamilton aber eher Red Bull die Favoritenrolle zu, denn McLaren muss den neuen Diffusor noch austesten. Dabei unterstrich er den großen Zusammenhalt innerhalb des Teams, ohne den er nicht diese Erfolge hätte feiern können. Dabei nimmt er Mercedes als Beispiel, da die Rückkehr von Michael Schumacher bisher kaum zählbare Resultate hervorgebracht hat.

"Mercedes kam von einem anderen Team, aber eigentlich ist es ihre erste Saison. Da kann man einfach nicht erwarten, dass alle Puzzleteile auf den richtigen Platz fallen. McLaren besitzt wichtige Erfahrungen und es läuft in diesem Jahr daher sehr gut."

2010 ist die vierte Formel-1-Saison für Hamilton und nur im vergangenen Jahr fuhr er nicht um den WM-Titel mit. Deshalb wurde ihm jetzt am vergangenen Wochenende die Bandini-Trophy im italienischen Brisighella verliehen. Am Rande der Zeremonie verfolgte der 13-fache-Sieger auch das Sensationscomeback von Motorrad-Ass Valentino Rossi. "Er ist verrückt", lacht Hamilton, der den Italiener gerne in der Formel 1 sehen würde.

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