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Button will auf weitere Aufholjagden verzichten

22. Juli 2010 - 13:43 Uhr

Mit einer deutlichen Steigerung im Qualifying will Weltmeister Jenson Button seine Chancen im Titelkampf wahren: "Das Leben leichter machen"

Jenson Button
Vor allem im Qualifying soll es bei Jenson Button bald bergauf gehen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Jenson Button liegt zwar in der Gesamtwertung auf Platz zwei hinter seinem Teamkollegen Lewis Hamilton, doch der amtierende Weltmeister könnte durchaus an der Spitze sein. Der 30-Jährige verspielte vor allem in den vergangenen Wochen viele wichtige Zähler bereits im Qualifying. Seit sechs Rennen hinkt er in der Zeitenjagd seinem Teampartner deutlich hinterher, besonders eklatant war der Unterschied zuletzt in Silverstone.

"Ich muss mir das Leben am Samstagnachmittag selbst leichter machen", sagt Button selbstkritisch. "Wenn das klappt, dann kann ich am Sonntag das Maximum herausholen, ohne erst eine große Aufholjagd starten zu müssen." In den Rennen zeigte der amtierende Champion meist starke Leistungen. Aber der Kampf durch das Vorderfeld war oft mühsam und zeitraubend. Mit besseren Ausgangspositionen will der Brite auch wieder zu weiteren Siegen fahren können.

Button setzt sich allerdings nicht zu sehr unter Druck. "Mein Ziel war es immer, Weltmeister zu werden. Spätestens seit ich das erreicht habe, bin ich viel entspannter", erklärt der McLaren-Neuzugang gegenüber 'spox.com'. "Ich setze mich nicht mehr selbst unter Druck. Wenn ich in den nächsten Jahren mit McLaren noch weitere Titel gewinne, dann ist das großartig. Wenn nicht, dann eben nicht. Ich gebe einfach alles, was ich geben kann."

Die aktuelle Schwäche im Qualifying ist nicht neu. Auch in der zweiten Saisonhälfte des Vorjahres hatte Button in Brawn-Diensten oftmals Probleme mit den Reifen. "Das Wichtigste ist, dass einem das Team ganz genau zuhört. Bei McLaren bin ich in der großartigen Lage, dass sie alles dafür tun, um meine Wünsche zu erfüllen. Und ich denke, das ist das Geheimnis ihres Erfolgs. Sie sorgen sich wirklich darum, was der Fahrer will."

"Das heißt bei uns: Sie brauchen zwei komplett verschiedene Autos. Denn Lewis und ich haben einen sehr unterschiedlichen Stil. Und damit meine ich nicht die offensichtlichen Dinge wie Kurven weich oder hart anfahren, aggressiv oder gelassen sein. Nein. Da spielen ganz andere Sachen eine Rolle. Wir unterscheiden uns auch bei den Einstellungen von Gas und Bremse. Wie gesagt: Es sind zwei völlig unterschiedliche Typen", erklärt der Champion.

Große Hoffnungen setzt der 30-Jährige in die neuesten McLaren-Entwicklungen. Am Freitag in Hockenheim wird man neue Versuche mit einem verbesserten auspuffangeströmten Diffusor unternehmen. "Ich wünsche mir einen positiven Test. Hoffentlich können wir die Vorteile dann auch im Rennen nutzen. Darüber würde ich mich sehr freuen", sagt Button. In Silverstone hatte Mclaren das System am Freitag ausprobiert und es für nicht ausreichend gut befunden.

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