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Petrov privat: Kartenspiele und Pasta

04. Juni 2010 - 14:26 Uhr

Renault-Neuilng Vitaly Petrov hat sich mittlerweile an die Königsklasse gewöhnt - Der erste Russe in der Formel 1 über seine Gedanken abseits der Strecke

Vitaly Petrov
Der Russe Vitaly Petrov genießt sein Leben als Formel-1-Fahrer
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Mit Vitaly Petrov bestreitet erstmals ein Russe eine komplette Formel-1-Saison. Obwohl bisher Robert Kubica die Kohlen für Renault aus dem Feuer geholt hat, zeigte Petrov beherzte Leistungen. In China überholte der 25-Jährige kaltschnäuzig Michael Schumacher und holte als Siebter seine ersten WM-Punkte. Zuletzt in der Türkei hielt er rundenlang Fernando Alonso hinter sich und musste erst nach einem harten Manöver des Spaniers zurückstecken.

Trotzdem macht sich Petrov einen Namen in der Formel-1-Boxengasse. Doch auch er hat ein Leben abseits der aufregenden Königsklasse. Wie beschäftigt sich der Neuling nun abseits der Rennstrecken? "An einem freien Wochenende schlafe ich soviel wie nur möglich und tue so wenig wie es nur geht", enthüllt Petrov gegenüber 'Formula1.com'. "Außerdem esse ich viel und gehe gerne in eine gute russische Sauna."

Als Formel-1-Star trifft man bekanntlich auf viele berühmte Menschen. Dieses Gefühl hat der Russe in seinen ersten Monaten in der Königsklasse auch erfahren, weshalb sich seine Sicht der Dinge etwas geändert hat. "Vor dieser Saison wollte ich unbedingt Leute aus der Formel-1-Szene treffen. Aber jetzt habe ich alle getroffen, die mich interessiert haben", so Petrov. "Jetzt würde ich am liebsten Brad Pitt begegnen, oder anderen Filmstars. Es war fantastisch in Melbourne John Travolta über den Weg zu laufen."

Da die Königsklasse erst mit dem Grand Prix auf dem Hungaroring ab 1986 im ehemaligen Ostbock Fuß fassen konnte, führte die Formel 1 in der UdSSR ein Nischendasein. So hatte Petrov auch keinen Rennfahrer als Idol in seiner Kindheit. "Das waren Bruce Lee und Muhammad Ali, denn mein Vater war ein großer Boxfan. Deshalb würde ich auch gerne einmal Ali oder Mike Tyson treffen."

Von seinem Vater bekam Petrov auch sein erstes Auto geschenkt. "Das war ein VW Golf 1,4." Seine Familie vermisst er auch am meisten, wenn er die Rennstrecken der Welt bereist. Die blonde Russin, die man immer in seiner Box stehen sieht, ist nämlich nicht seine Mutter, sondern seine Managerin Oksana Kossatschenko. Aber auch seine Freunde und russische Gerichte fehlen Petrov in der Ferne. Am besten kann er übrigens Pasta kochen.

Von seinen Reisen bringt der Renault-Fahrer natürlich Souvenirs mit, wenn auch ungewöhnliche. "Ich liebe Kartenspiele. Ich versuche in jedem Land, das ich besuche, welche zu kaufen", so der aktuell WM-13. Die Vorzüge eines Formel-1-Fahreres genießt Petrov natürlich, aber er nimmt von den Rennwochenenden immer etwas Spezielles mit: "Ein Rennwochenende positiv zu beenden ist toll. Wenn man aus dem Paddock mit einem guten Gefühl rausgeht, hat man es richtig gemacht. Es geht nicht darum, zu gewinnen, sondern darum, dass man mit sich im Reinen ist."

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