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Nicolas Prost: "Es ist auch nur ein Auto"

20. Juni 2010 - 11:56 Uhr

Weltmeistersohn Nicolas Prost dreht Demorunden im Renault-Formel-1-Wagen in Magny-Cours - Vater Alain: "Ich bin sehr stolz"

Nicolas Prost
Nicolas Prost nahm in Magny-Cours vorsichtig Kontakt zum Renault R29 auf
© Renault Sport

(Motorsport-Total.com) - Renault nutzt das Rennwochenende der Renault-World-Series (WSbR) in Magny-Cours, um der französischen Öffentlichkeit die Formel 1 näher zu bringen. Die Youngster Mikhail Aleshin, Nicolas Prost und Ho-Pin Tung durften im Rahmen einer Roadshow im Vorjahreswagen R29 Platz nehmen. "Es war schön, mal mit einem solchen Auto vor so vielen Zuschauern fahren zu dürfen. Aber leider war das Wetter nicht allzu toll", fasst Prost jr. zusammen.

"Die Erfahrung war super", so der Weltmeistersohn weiter. Wenig aufgeregt fügt er hinzu: "Ein tolles Auto, aber es ist und bleibt eben auch nur ein Auto. Es hat ein Lenkrad und zwei Pedale für Gas und Bremse. Die Beschleunigung ist stark, die Gangwechsel extrem flüssig und die Bremsen packen mächtig zu. Aber das Auto ist sehr leicht. Es fühlt sich irgendwie fast wie ein Spielzeug an. Der Wagen ist zwar einfach zu fahren, aber es ist sicherlich enorm schwierig, damit wirklich schnell zu sein."

"Ich bin sehr stolz auf meinen Jungen", verrät Alain Prost, der bei den Demorunden seines Sohnes zugeschaut hat. "Wenn man als Vater sieht, dass der Junge eine solche Chance von Renault bekommt, ist das natürlich richtig gut. Gleichzeitig zeigt es mir, dass er mit seiner Karriere vorankommt und in Zukunft vielleicht noch mehr machbar ist." Nicolas Prost war zuletzt gemeinsam mit Neel Jani und Marco Andretti in Le Mans unterwegs.

"Für mich war das auch gleichzeitig mit intensiven Emotionen verbunden", sagt der viermalige Formel-1-Weltmeister. "Vor 30 Jahren durfte ich auch in einem Formel-1-Auto von Renault fahren. Die Gefühle von damals sind noch sehr präsent. Später war mein Team damals ausgerechnet hier in Magny-Cours beheimatet." Alain Prost wurde bei seinem Besuch an der französischen Strecke von vielen Fans umlagert.

"Ich habe meinem Sohn bezüglich des Fahrens keine Ratschläge mit auf den Weg gegeben", sagt der 55-Jährige. "Meine eigene Karriere ist seit 1993 beendet, das ist 17 Jahre her. Was soll ich ihm da schon sagen? Er muss ganz einfach seine eigenen Erfahrungen machen. Sehr wohl habe ich ihm allerdings gesagt, dass er auf die Dinge abseits des Autos achten soll, also auf die Arbeit mit den Technikern."

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