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Ferrari: "Wir müssen ruhig bleiben"

28. Juni 2010 - 15:21 Uhr

Die Safety-Car-Kontroverse von Valencia liegt Ferrari immer noch schwer im Magen - Präsident Luca di Montezemolo: "Inakzeptables Ereignis"

Stefano Domenicali
Stefano Domenicali findet, dass Valencia ungerecht verlaufen ist
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Das Ferrari-Team hat den Ärger über das gestrige Rennen in Valencia noch nicht verdaut. Bekanntlich hatte Lewis Hamilton illegalerweise das Safety-Car überholt, während Fernando Alonso regelkonform dahinter blieb. Aber Hamilton beendete den Grand Prix von Europa trotz Durchfahrstrafe als Zweiter, während Alonso im Verkehr feststeckte und dadurch weit zurückfiel.

Ferrari reagierte darauf in mehreren Aussendungen erzürnt - und bleibt auch am Tag danach bei dieser kritischen Linie: "Wir müssen aufpassen, konstruktiv zu bleiben und uns nicht nur des Beschwerens wegen zu beschweren, denn das wäre sinnlos. Wir müssen ruhig bleiben, aber wir können nicht vorgeben, dass nichts passiert ist. Aber ich wiederhole, dass sich der Verstand gegen die Emotionen durchsetzen muss, denn die Emotionen sind sehr stark", wird Teamchef Stefano Domenicali von 'Autosport' zitiert.

"Ich denke, die Strafsprechung sollte jetzt dahingehend evaluiert werden, den Zeitrahmen der Entscheidung der Rennleitung zu überprüfen und die Entwicklung des Rennens", fordert er. "Das sind wichtige Themen. Es war klar, dass es vorteilhaft ist, die Regeln nicht einzuhalten, denn das brachte unterm Strich mehr Punkte. Das entspricht aber nicht dem Geist des Sportlichen Reglements und daran müssen wir arbeiten."

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo meint zu den Vorfällen heute: "Diejenigen, die die Regeln nicht eingehalten haben, wurden auf eine Art und Weise bestraft, durch die weniger Schaden entstanden ist als für die, die sie eingehalten haben. Das ist ein ernsthaftes und inakzeptables Ereignis, das gefährliche Präzedenzfälle schafft und einen Schatten über die Glaubwürdigkeit der Formel 1 wirft. Die FIA wird das sicher analysieren und die notwendigen Entscheidungen treffen."

Indes wird unter den Fans hitzig darüber diskutiert, ob die FIA Hamilton bevorzugt behandelt. Domenicali meint dazu: "Ich möchte glauben, dass das nicht der Fall ist." Interessant daran: Jahrelang wurde der FIA unterstellt, das F in FIA stehe für Ferrari, weil viele kontroverse Entscheidungen zugunsten des Traditionsteams getroffen wurden. Nun verhält es sich genau andersrum und Ferrari fühlt sich ungerecht behandelt...

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