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Brawn: Noch viel Arbeit mit dem F-Schacht

04. Juni 2010 - 13:48 Uhr

In Montréal könnte McLaren den enormen Topspeed-Vorteil durch den F-Schacht ausspielen - Mercedes-System funktioniert noch nicht nach Wunsch

Mercedes-Heckflügel
Der Mercedes-Heckflügel steht auch auf den Geraden noch zu sehr im Wind
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Der F-Schacht ist seit Saisonbeginn in aller Munde. Das System, das McLaren erfand, um den Luftwiderstand auf Geraden zu verringern, wird derzeit von fast allen Teams kopiert oder in ähnlicher Form nachgebaut. Zu groß sind die Vorteile, die Mclaren aufgrund des deutlicher höheren Topspeeds genießt. Genau dies könnte auf den langen Geraden beim kommenden Grand Prix in Kanada besonders deutlich sichtbar werden.

Mercedes hat derzeit ein System, das zwar grundsätzlich funktioniert, aber doch nicht alle gewünschten Vorteile bringt. "Wenn man ein ausgereiftes F-Schacht-System hat, dann bekommt man beides: Abtrieb in den Kurven und geringeren Luftwiderstand auf den Geraden", sagt Mercedes-Teamchef Ross Brawn gegenüber 'Autosport'. "Bei uns ist es so, dass wir den Luftwiderstand derzeit noch nicht ausreichend verringert bekommen."

"McLaren hat dieses clevere Konzept erfunden und hat entsprechend deutlich mehr Erfahrung damit", mahnt Brawn die Mercedes-Fans zu noch etwas mehr Geduld. "Viele Teams haben ihre Systeme in Istanbul wieder eingepackt. Aber wenn ein F-Schacht erstmal richtig funktioniert, dann ist es ein gewinnbringender Faktor. Wir arbeiten beharrlich weiter daran. In gewisser Form geht unser System, aber wir können nicht alle Vorteile daraus ziehen. Es ist derzeit ein Kompromiss, der uns auf langen Geraden angreifbar macht."

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