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Vettel und Haug warten - Schumacher auf Heimweg

19. April 2010 - 12:48 Uhr

Michael Schumacher wurde von Bernie Ecclestone nach Europa mitgenommen, der Rest des Formel-1-Trosses sitzt aber in Schanghai fest

Vulkan Eyjafjallajökull in Island
Der Ausbruch des Eyjafjallajökull behindert den gesamten Formel-1-Tross
© Boaworm

(Motorsport-Total.com/SID) - Gestrandet in Schanghai: Sebastian Vettel, Nico Hülkenberg und Mercedes-Sportchef Norbert Haug verbrachten wegen der Flugverbote in weiten Teilen Europas nach dem Vulkanausbruch auf Island den Montag nach dem Grand Prix von China unfreiwillig im Reich der Mitte. Wie hunderte Mitglieder anderer Formel-1-Teams blieb ihnen nichts anderes übrig, als auf die ersten Flieger zu warten, die wieder Richtung Europa starten dürfen.

Rekordweltmeister Michael Schumacher dagegen hatte noch kurzfristig ein Schlupfloch gefunden. Der 41-Jährige, der erstmals in seiner Karriere nicht mit seinem Privatjet in China war, wurde von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone mitgenommen. In dessen Flieger waren sie am Tag nach dem Rennen als einige der wenigen aus dem Formel-1-Tross auf dem Weg Richtung Heimat - allerdings mit zunächst unbekanntem Zielort.

Red-Bull-Pilot Vettel hatte nicht so viel Glück. Seine Rückreise in die Schweiz verzögerte sich, der 22-Jährige hoffte zumindest darauf, am Montagabend noch irgendwo einen Platz zu bekommen. Formel-1-Neuling Nico Hülkenberg wollte eigentlich am Montag nach London fliegen. Als Alternative wurde dann ein Flug am Dienstag nach Rom ins Auge gefasst.

Beim Doppelsieger McLaren hatten dagegen zumindest die Fahrer überhaupt keine Probleme. Sieger Jenson Button verabschiedete sich am Montag wie auch Schumachers drittplatzierter Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg planmäßig in einen Kurzurlaub nach Thailand. Lewis Hamilton machte sich auf den ungestörten Weg zu einem PR-Termin nach Südafrika.

Teamführung und Mechaniker von McLaren waren nicht so glücklich. Da die regulären Flüge Richtung England alle ausgefallen waren, hatte man zunächst mal die Hotelzimmer in Schanghai verlängert und versuchte dann, kurzfristig einen Charterflug zu organisieren. Ähnliche Überlegungen gab es auch bei Ferrari.

Probleme bereitet allen Teams zudem, dass Autos und Material ebenfalls in Schanghai festsitzen. Für Timo Glocks neues Virgin-Team könnte eine zu große Verzögerung bedeuten, dass beim nächsten Rennen am 9. Mai in Barcelona nur ein statt zwei umgebaute Autos mit größerem Tank eingesetzt werden können. Der kleine britische Rennstall hat nur ein Chassis in der heimischen Fabrik, das entsprechend umgerüstet werden soll.

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