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Nielsen: "Wir werden einen Weg finden"

19. April 2010 - 17:36 Uhr

Wenn der Vulkan verrückt spielt: Teammanager Steve Nielsen ist davon überzeugt, dass Renault die schwierige Reisesituation prima meistern kann

Vitaly Petrov
Gestrandet: Wie Vitaly Petrov im Kiesbett, so sitzt die Formel 1 derzeit in China fest
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - In Island bricht ein Vulkan aus und schon sitzt die Formel 1 in China fest: Einen Tag nach dem Rennen von Schanghai wissen die Protagonisten der "Königsklasse" noch nicht, wann und wie sie die Heimreise nach Europa antreten können. Für Renault-Teammanager Steve Nielsen ist diese Situation aber nichts Neues. Der Brite hat ein ähnliches Szenario schon früher einmal in der Formel 1 erlebt.

"Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass es einmal einen Fährstreik zwischen den Rennen von Imola und Monaco gab. Das ist aber schon lange her", sagt Nielsen und schildert diese Begebenheit: "Wir konnten damals nicht nach Großbritannien zurückkehren. Aus diesem Grund sind wir in Frankreich geblieben, haben die Autos neu aufgebaut und führten ein paar Tests durch."

Nun ist die Formel 1 allerdings mit einer vollkommen anderen Ausgangslage konfrontiert: "In Island ist ein Vulkan ausgebrochen und das beschert uns derzeit etwas Ärger", witzelt Nielsen. "Im Prinzip sind in Europa nun eben alle Flüge gestrichen - aber genau da wollen wir natürlich hin, am besten mit unserer Fracht und mit den Autos. Momentan haben wir aber keinen genauen Reiseplan."

"Wir wissen nur, dass unsere Rückflüge abgesagt wurden und dass unsere Fracht auch nicht zum ursprünglich geplanten Zeitpunkt unterwegs sein wird. Alles Weitere ist momentan schlichtweg Spekulation", meint der Teammanager von Renault. Dass sein Rennstall nicht rechtzeitig zum Großen Preis von Spanien in Barcelona sein wird, glaubt Nielsen indes nicht: "Wir werden einen Weg finden."

"Daran gibt es überhaupt keinen Zweifel", meint der Brite und fügt an: "Wir sind Experten darin, Dinge möglich zu machen, und werden uns demnach an die jeweilige Situation anpassen. Sollten wir es in die Fabrik schaffen, dann wäre das prima. Wenn nicht, dann wird die Ausrüstung vermutlich direkt nach Spanien verfrachtet", erklärt der Renault-Sprecher. "In diesem Fall sind wir eben dort gefordert."

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