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Virgin: "Auch wenn es nicht so scheint..."
Bei Virgin lässt man sich auch nach den erneuten Sorgen am Samstag nicht unterkriegen: Timo Glock und Lucas di Grassi mit Extragewicht im Qualifying
(Motorsport-Total.com) - Bei Virgin scheint es nicht voranzugehen. Am Vormittag hatte Timo Glock wieder einmal Probleme mit dem Getriebe, am Nachmittag mussten beide Virgin-Piloten mit wenigen Trainingsrunden in die Qualifikation. Mit den Rängen 21 und 22 betrieb man Schadensbegrenzung. "Der Vormittag war für uns erneut sehr schwierig. Ich konnte daher nur versuchen, im Qualifying irgendwie alles herauszuholen", sagt Glock ernüchtert. Der Hesse schleppt im Vergleich zur Konkurrenz von Lotus einen erheblichen Nachteil mit sich herum.
"Wir müssen mit mehr Benzin fahren als wir wollen, weil wir ein Problem mit der Spritversorgung haben", schildert der Deutsche. Der Virgin-Cosworth VR-01 muss angeblich mindestens 25 Kilogramm Treibstoff an Bord haben, sonst bekommt der Motor nicht ausreichend Brennstoff. "Wenn das nicht gewesen wäre, dann hätte ich eher mit den beiden Lotus kämpfen können. Wir bereiten uns nun möglichst gut auf das Rennen vor. Mal sehen, was der Grand Prix bringen wird."
Teamkollege Lucas di Grassi konnte zwar am Vormittag einige Trainingsrunden drehen, doch auch der Brasilianer litt unter der zusätzlichen Benzinlast. "Das Gefühl im Training war recht gut. Ich habe definitiv Fortschritte verspürt. Im Qualifying habe ich leider nicht das Maximum herausgeholt, denn auf meiner letzten Runde hatte ich einen Fahrfehler", sagt der Rookie, der rund eine halbe Sekunde langsamer war als Glock. "Ich freue mich auf das Rennen, denn mit viel Benzin fühlt sich der Wagen gut an", so di Grassi.
"Das Problem mit der Benzinversorgung hat beide Piloten im Qualifying behindert", erklärt Technikchef Nick Wirth, der sich beim Bau des Autos beim Tankvolumen verrechnete und nun umbauen muss. "Timo hatte erneut Probleme mit dem Getriebe. Er musste ins Qualifying gehen, ohne vorher den weichen Reifen ausprobiert zu haben. Beide Jungs haben einen guten Job gemacht, wenn man die Probleme und geringe Trainingszeit in Betracht zieht. Auch wenn es manchmal nicht so scheint, aber wir lösen unsere Probleme und wir werden schon morgen im Rennen weitere Fortschritte machen."









